Covid-19 ist ausschließlich im medizinischen Notstand eine Gefahr für die Volksgesundheit

Ausführliche Erläuterung und Konkretisierung des 10-Punkte-Programms zur Beendigung der Corona-Krise.

Punkt 1: Covid-19 ist ausschließlich im medizinischen Notstand eine Gefahr für die Volksgesundheit

Als Covid-19 Anfang 2020 nach Europa gekommen ist, war wenig über die Krankheit bekannt. Entsprechend variierten die Einschätzungen über die Gefährlichkeit des Virus. Seit dem ersten Ausbruch der Krankheit ist nun fast ein Jahr vergangen. Covid-19 hat sich als hoch infektiös herausgestellt, und doch handelt es sich nicht um eine Pandemie, die mit vernichtenden Seuchen wie der Pest oder der Cholera vergleichbar wäre.
Das Hauptproblem stellt die drohende Überlastung des Gesundheitswesens dar. Mit einer ausreichenden personellen wie materiellen Ausstattung von Krankenhäusern lässt sich diese Überlastung verhindern. In besonders betroffenen Gegenden, wie Norditalien, haben verschiedene Faktoren zu einer zeitweisen Überlastung des Gesundheitswesens geführt. Generell wurde aufgrund kapitalistisch-ökonomischer Zwänge im Gesundheitswesen gespart. Dies hat dazu geführt, dass es in Italien kaum ambulante Gesundheitsversorgung gibt. Dies hat zu einer Überlastung der Krankenhäuser geführt. Infektionen in Krankenhäusern haben zu besonders vielen schweren Verläufen und Todesfällen geführt, weil sich schwerkranke Personen zusätzlich mit Covid-19 infiziert haben. Durch Verlegungen von infizierten Personen in andere Krankenhäuser, in denen bislang keine infizierten Patienten waren, wurde die Lage zusätzlich verschärft.

Auch in Deutschland lässt sich klar beobachten, dass fast ausschließlich Patienten mit Vorerkrankungen und einem hohen Lebensalter von schweren Verläufen betroffen sind. Junge Menschen haben meist einen nahezu symptomfreien Verlauf und regenerieren sich auch von Fällen mit klassischen Grippe-Symptomen gut. Ein Blick nach Afrika zeigt, dass es dort bislang zu keiner Überlastung des überwiegend rudimentär ausgebauten Gesundheitswesens gekommen ist. Dies dürfte vor allem mit dem jungen Durchschnittsalter der Bevölkerung zusammenhängen. Im Umkehrschluss lässt sich daraus ableiten, dass die temporäre Überlastung des Gesundheitswesens in Europa auch mit der verhältnismäßig alten Bevölkerung zusammenhängt. Diesem Umstand muss Rechnung getragen werden und die Covid-19 Präventionsmaßnahmen müssen auf den Schutz der entsprechenden Altersgruppe spezialisiert werden.

Die herrschenden Systempolitiker konzentrieren sich in ihrer Einschätzung der Situation einzig auf wenige Kennzahlen. Neben der sogenannten „Fallzahl“, also der Anzahl von Personen, die positiv auf den Erreger Covid-19 getestet wurden, zählt hierzu auch die sogenannte 7-Tages-Inzidenz. Hierbei wird ermittelt, wie viele Menschen innerhalb von sieben Tagen in einer Population von 100 000 Menschen positiv auf Covid-19 getestet wurden. Die genannten Kriterien sind jedoch nicht aussagekräftig genug. Ein Ausbruch mit vielen Infizierten in einem Kindergarten muss anders gewertet werden als ein Ausbruch in gleicher quantitativer Dimension in einem Altersheim. Deswegen ist es zwingend notwendig, weitere Informationen zu berücksichtigen. Hierzu zählen beispielsweise die Zahl der verfügbaren Intensivbetten und Beatmungsgeräte, die Zahl der schweren Verläufe oder die Berücksichtigung von Ausbrüchen, die auf bestimmte Ereignisse zurückzuführen sind. Hierzu zählt beispielsweise ein Ausbruch unter Erntehelfern oder Arbeitern in Großbetrieben. Bei solchen Ausbrüchen ist nicht mit einer Häufung schwerer Verläufe zu rechnen.

10-Punkte-Programm zur Beendigung der Corona-Krise

 

1. Covid-19 ist ausschließlich im medizinischen Notstand eine Gefahr für die Volksgesundheit
Solange ausreichend Intensivbetten und Personal vorhanden sind, bewirkt Covid-19 keine erhöhte Sterblichkeit. Wenn aber der Fall des medizinischen Notstandes eintritt und damit nicht mehr alle schwer Erkrankten auf Intensivstationen mit Beatmungsgeräten behandelt werden können, sterben auch zunehmend Menschen, die unter normalen Umstanden mit der damit einhergehenden guten medizinischen Versorgung überlebt hätten. Also nicht Covid-19 an sich ist die große Gefahr, sondern die Überlastung des Gesundheitswesens im Zuge einer Pandemie, auf die man nicht vorbereitet ist.

2. Intensivbetten und Personal aufbauen und vorhalten
Bereits nach Bekanntwerden des Ausbruchs von Covid-19 in China hätte umgehend damit begonnen werden müssen, flächendeckend Intensivbetten, Beatmungsgeräte und Corona-Tests zu beschaffen sowie geeignetes Fachpersonal anzulernen. Dies ist nach wie vor umzusetzen, so daß eine Versorgung von hunderttausenden Erkrankten sichergestellt werden kann.

3. Keine Einschränkung der Freiheitsrechte
Zur Verhinderung einer unkontrollierten Ausbreitung von Covid-19 sind gemäßigte Maßnahmen (z.B. Mundschutz auf freiwilliger Basis) sowie eine Quarantäne für Erkrankte und deren Kontaktpersonen angemessen. Die Beschneidung der bürgerlichen Freiheitsrechte in Gänze sowie des Wirtschaftslebens sind abzulehnen.

4. Volkswirtschaft und Volksgesundheit bewahren
Im Zuge der Bekämpfung einer Pandemie ist immer zwischen Beibehaltung der Volksgesundheit und Erhaltung der Wirtschaftskraft abzuwägen. Jede Krankheit fordert (Todes-)Opfer. Der Schaden für einen Volkskörper durch das Herunterfahren einer Volkswirtschaft bzw. einzelner Wirtschaftszweige ist so vehement, daß dies in keinem Verhältnis zu den aktuellen Todeszahlen durch Covid-19 steht und somit absolut unverhältnismäßig ist. Der Staat hat dafür Sorge zu tragen, daß Eigentum im privaten wie im öffentlichen Raum weiterhin geschützt wird und die ideellen Freiheiten zu wahren sind. Kultur- und Freizeiteinrichtungen werden jedem Deutschen selbstverständlich weiterhin zugänglich gemacht.

5. Herdenimmunität und freiwillige Impfung
Im Anfangsstadium einer zu erwartenden Pandemie sind durch geeignete Maßnahmen so viele Infektionen zu vermeiden wie möglich. Wenn dies aber nicht in ausreichendem Maße gelingt, dann ist eine „Herdenimmunität“ anzustreben. Dies kann durch eine durchgemachte Infektion oder auf Basis einer freiwilligen Impfung (Kein Impfzwang) erreicht werden. Es kann davon ausgegangen werden, dass zwischen 50 bis 70 Prozent der Bevölkerung immun sein müssen, um die unkontrollierte Ausbreitung des Corona-Virus zu stoppen.

6. Einheitliche Regeln für Bund und Länder
Bundesweit haben einheitliche Regeln zur Bekämpfung und Eindämmung einer Pandemie zu erfolgen, welche stufenweise und anhand von Kennzahlen in allen Gemeinden und Landkreisen gleichermaßen anzuwenden sind. Der Bevölkerung sind diese Regeln transparent und nachvollziehbar bekannt zu geben. Gleichzeitig muß gegenüber der Bevölkerung eine staatliche Strategie und ein zeitlicher Horizont kommuniziert werden.

7. Mediale und politische Hysterie beenden
Mit einer klar erkennbaren Strategie und Vorgehensweise seitens der Behörden wird einer medialen wie politischen Hysterie vorgebeugt, so daß eine sachliche und rational gelenkte Diskussion möglich ist. Medienunternehmen, die bewusst Falschmeldungen und Hysterie betreiben, sind staatlich zu sanktionieren.

8. Gesundheitswesen verstaatlichen
Die Privatisierung des Gesundheitswesens ist vollständig rückgängig zu machen und der Staat mit der Gesunderhaltung seiner Bürger zu beauftragen; lediglich die haus- und fachärztlichen Praxen bleiben in privater Hand. Die Gesundheit der Menschen darf nicht als Bereich der Profiterwirtschaftung betrachtet werden. Eine Unterscheidung nach sozialem Stand darf im Gesundheitswesen nicht stattfinden. Eine angemessene Bezahlung und gleichzeitiger Aufbau von Fachpersonal im Gesundheitswesen, gerade auch für den Krisenfall, ist zwingend notwendig.

9. Seuchenschutzbehörde aufbauen
Umgehender Aufbau einer Seuchenschutzbehörde, welche Konzepte zur frühzeitigen Bekämpfungen möglicher Pandemieszenarien erarbeitet und im Ernstfall die Umsetzung dieser koordiniert und durchsetzt. Ziel hierbei ist der optimale Schutz der Bevölkerung. Die Seuchenschutzbehörde hat die Anschaffung/Bereitstellung von ausreichend medizinischen Materialien für den Ernstfall sicherzustellen.

10. Wirtschaftliche und medizinische Unabhängigkeit
Zur zeitnahen Bereitstellung von lebensnotwendigen medizinischen Materialien im Ernstfall ist eine wirtschaftliche wie medizinische Unabhängigkeit von Drittstaaten von Nöten. Hierzu sind sämtliche marktbeherrschenden Pharmaunternehmen zu verstaatlichen, um das Volk mit qualitativ hochwertiger Medizin zu bezahlbaren Preisen versorgen zu können. Auch im Bereich der Versorgung der Bevölkerung mit Grundnahrungsmitteln ist eine völlige Autarkie Deutschlands unter Beibehaltung der privaten Landwirtschaft anzustreben.





  • Ein Punkt wird hier leider nicht erwähnt: Neben der technischen Ausrüstung (Betten und Beatmungsgeräte) fehlt es in erster Linie an Personal! Da wurde massiv gespart und das fällt uns in der aktuellen Situation auf die Füße.

    Nadja Beeker 10.01.2021
    • Das wird in einen der nächsten Erläuterungen detailliertz beschrieben.

      admin 10.01.2021
  • «Kapitalistisch-ökonomische Zwänge» sind hier eine schlechte Begründung. Hier hat eher das der «bürgerlichen Demokratie» innewohnende St. Florians-Prinzip («Heiliger St Florian, verschon mein Haus, zünd andre an!») zugeschlagen: Jegliche Form von Risikovorsorge kostet Geld (vgl hier auch «Verteidigungspolitik») und hat keine unmittelbaren Vorteile. Damit ist dieses Geld nach Ansicht von Leuten, die es lieber für sich und ihre eigene Klientel ausgeben würden, verschwendet: «Wer weiß, ob es jemals zu einer Situation kommt, wo sich das auszahlen würde und woher können wir denn wissen, ob wir überhaupt das richtige tun!» etc. Jedenfalls ist die Lage im Moment ruhig und so wird es während der momentanen Legislaturperiode wohl auch bleiben, denn so bliebt es ja schon seit Jahren. Hier besteht offensichtlich Einsparpotential! Also werden Mittel gekürzt und anderweitig verwendet, normalerweise für Steuergeschenke an wenigstens relativ wohlhabende, zB Apotheker, oder Subventionen für politische gewünschte Produkte, die ohne welche nicht konkurrenzfähig wären (Elektroautos).

    Früher oder später fällt das Kind dann in den Brunnen und dann muß mit hektischem Aktionismus, auch gerne mit weniger als zweifelhaftem Nutzen, über die Versäumnisse der Vergangenheit hinweggetäuscht werden. Es gibt vermutlich sogar Leute, die das für sinnvoll halten, denn immerhin hat man so eine ganze Zeit lang Geld gespart und Pressekonferenzen, wo Politiker Kompetenz trotz der nachweislicher Abwesenheit demonstrieren können, kosten nicht viel.

    Sogar in einer Notlage, wie zB der momentanen, gelten diese «Naturgesetze der Sparsamkeit im Bereich sinnloser Ausgaben» weiterhin: Der Staat hat ein vielfaches dessen, was er ins Gesundheitssystem investiert hat, verfeuert, um die Folgen der Politik, die die Fehlentscheidungen in der Gesundheitspolitik angeblich kompensieren soll, zu mindern. Stattdessen das Gesundheitssystem auszubauen hätte keinen Sinn, so wird uns erzählt, denn «wegen des exponentiellen Wachstums!» würde es ja so oder so «überlastet werden». Mit derselben Logik kann man auch für Treppen ohne Treppengeländer argumentieren: Leute stürzen sich auf Treppen so oder so zu Tode, deswegen wäre ein Geländer Geldverschwendung, denn es würde nur eine Minderheit der tödlichen Unfälle verhindern.

    RW 08.01.2021
  • Genau diese Differenzierung, die hier so treffend beschrieben ist, fehlt komplett in der Berichterstattung der Systemmedien. Warum eigentlich???

    Jörg 08.01.2021

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