Türkgücü München: Dresdner Fanszene boykottiert Spendenaktion

Nach dem Rückzug von Investor Hasan Kivran steht Türkgücü München unmittelbar vor dem Bankrott. Um die angelaufene Drittliga-Saison zu Ende spielen zu können, versucht der Verein händeringend, neue Gelder aufzutreiben. Dabei schreckt der Verein auch nicht vor dem Verkauf von „Geistertickets“ zurück. Anhänger sollen Geld für eine fiktive Eintrittskarte für das Spiel gegen Dynamo Dresden bezahlen und so den Verein unterstützen. Dabei hat der Verein auch „Gästetickets“ angeboten. Die Fanszene von Dynamo Dresden hat in einem Aufruf zum Boykott der Spendenaktion aufgerufen. Die Partei „Der III. Weg“ hat bereits im August vor dem windigen Konstrukt „Türkgücü“ gewarnt.

Die Gefahren der Kommerzialisierung des Fußballs

Türken-Investor Hasan Kivran hat offenbar das Interesse an seinem „Spielzeug“ Türkgücü München verloren. Damit verliert der Verein seine Finanzkraft, die ihm die ambitionierte Teilnahme am deutschen Profifußball ermöglicht hat. Der Fall Türkgücü beweist klar, warum Fußballvereine nicht von einzelnen Investoren abhängig sein sollten. Eigentlich hat der DFB Regeln, um genau solchen Konstellationen, die letztlich auch für Wettbewerbsverzerrungen sorgen, zu verhindern. Doch ob nun aufgrund des Vorzeige-Immigranten-Status des Vereins oder aufgrund der finanziellen Mittel, man hat in der Otto-Fleck-Schneise in Frankfurt offenbar nicht so genau hingesehen. Dabei hätte die Geschichte von Türkgücü München eigentlich Warnung genug sein sollen: Bereits vor genau zwanzig Jahren war der Verein schon einmal nach dem Rückzug eines Investors pleite gegangen. Ob man beim DFB aus dem Schaden klug wird? Unwahrscheinlich.

Als der Aufstieg von Türkgücü München publik wurde, haben sich Deutschlands Fanszenen auffällig zurückgehalten mit Kritik. Während Kommerzvereine wie die TSG Hoffenheim oder RB Leipzig regelmäßig zu Zielscheiben für Anfeindungen aller Art werden, wurde der Aufstieg von Türkgücü beinahe wie der Aufstieg eines beliebigen anderen Vereins behandelt. Dabei kann der Verein, der über keine nennenswerte Anhängerschaft verfügt, durchaus in eine Kategorie mit den genannten Bundesligisten geworfen werden. Die nationalrevolutionäre Bewegung hat hingegen von Beginn an Protest gegen den Türkenverein artikuliert. (siehe hier, hier und hier.

Um doch noch die Kurve zu kriegen, versucht Türkgücü, mit jedem erdenklichen Mittel an Gelder zu kommen. So verkauft der Verein „Geistertickets“ für das Spiel gegen Dynamo Dresden am 11. Januar. Aufgrund der Corona-Schutzmaßnahmen finden Fußballspiele derzeit ohne Zuschauer statt. Der Kunde erwirbt daher Tickets für ein Spiel, das er nicht besuchen kann. Ein „Geisterticket“ soll dabei fünf Euro kosten. Bislang will der Verein 7100 Tickets abgesetzt haben. Dabei sollten auch „Gästetickets“ angeboten werden, denn, so Türkgücü-Geschäftsführer Max Kothny, „zu einem Fußballfest gehören Gästefans“.

Von dieser „großherzigen“ Einladung war man in Dresden jedoch offenbar wenig begeistert. So positionierte sich die aktive Fanszene aus Dresden um den K-Block mit einer entschiedenen Stellungnahme. So appelliert man an „den gesunden Menschenverstand“, die Aktion nicht zu unterstützen. Weiter heißt es: „Die aktive Fanszene der SG Dynamo Dresden distanziert sich seit vielen Jahren von vermeintlichen Investoren, die Fußballvereine nur noch als Spielzeug und finanzielle Spekulationsobjekte betrachten. Jegliche Versuche, so ein Konstrukt in Dresden umzusetzen, wurden hier stets im Keime erstickt. Für welches Chaos diese „Investoren“ sorgen können, sieht man gerade bei unserem nächsten Punktspielgegner in München.

Nach diesen klaren Worten ist Türkgücü wieder zurückgerudert und hat den „Gästeticket“-Verkauf eingestellt. Max Kothny hierzu: „Wir wollten mit dieser Aktion niemand verärgern“. Womöglich wird Türkgücü München noch einige Runden in Deutschlands Drittliga-Stadien drehen. Spätestens jedoch am 22. Mai dürfte für die Türken Schluss sein. Bis dahin gilt es für alle Nationalrevolutionäre, dem Immigranten-Verein einen feurigen Abschied zu bereiten. Weiterhin können daher Aufkleber unter dem Motto: „Unsere Stadien – Unsere Regeln“ erworben werden.

Türkgücü München – Nicht Willkommen!

 

Bildquelle: jorono / https://pixabay.com/de/photos/fahne-flagge-logo-fu%C3%9Fball-2-2974184/





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