Nachruf an Peter Naumann

Dieser Tage wurde bekannt, daß Peter Josef Naumann am 3. März 2021 im Alter von 68 Jahren verstorben ist. Peter Naumann kämpfte Zeit seines Lebens für die nationale Idee sowie Befreiung Deutschlands. Er hinterläßt zwei erwachsene Kinder.

Der im Jahre 1952 im hessischen Wiesbaden geborene Diplom-Ingenieur für Chemie Naumann wurde mit 18 Jahren politisch aktiv. Er begann seine politische Laufbahn in der Jugendorganisation der Nationaldemokratischen Partei Deutschlands (NPD) und begleitete 1976 das Amt des stellvertretenden Bundesvorsitzenden der Jungen Nationaldemokraten (JN). Gleichzeitig wirkte er im Nationaldemokratischen Hochschulbund (NHB) der NPD mit. In den Jahren 1981-1984 leitete Peter Naumann den kommissarischen Vorsitz des NPD-Kreisverbandes Wiesbaden.

Sprengstoffanschläge führen zur Inhaftierung

1978 verübte Peter Naumann einen ersten Sprengstoffanschlag mit Heinz Lembke auf die Denkmalanlagen der Fosse Ardeatine in der Nähe von Rom, die an die Erschießung von 335 zivilen italienischen Geiseln durch die SS im März 1944 erinnern.
1979 sprengte Peter Naumann Zuleitungen zu zwei Fernsehsendemasten, um die Ausstrahlung der bevorstehenden Fernsehserie „Holocaust- Die Geschichte der Familie Weiß“ zu verhindern. Einige 100.000 Zuschauer konnten dadurch zeitweilig kein Bild empfangen.

In dem darauffolgenden Jahr plante Peter Naumann zusammen mit Odfried Hepp und Walter Kexel die Befreiung von Rudolf Heß aus dem Kriegsverbrechergefängnis Berlin-Spandau. Die Aktion wurde nicht ausgeführt. Schon 1982 erfolgte eine Anklage wegen Gründung einer terroristischen Vereinigung und Durchführung dreier Sprengstoffanschläge und 1983 kam eine zweite Anklage wegen Planung eines Bombenanschlags auf das Kriegsverbrechergefängnis in Berlin-Spandau hinzu.

Trotz dieser staatlichen Repressionen gründete Peter Naumann den Völkischen Bund (VB) bzw. die „Arbeitsgemeinschaft Nationaler Verbände/Völkischer Bund zur Organisation von Schulungen und Durchführung von Sonnwendfeiern sowie dem Aufbau eines eigenen Materialversands.

Unter dem Vorwurf des Verdachtes Sprengstoffanschläge auf DDR-Grenzanlagen sowie auf Sende- und Strommasten in Südtirol beabsichtigt zu haben, wurde Peter Naumann 1987verhaftet und 1988 vom Staatsschutzsenat des Oberlandesgerichts Frankfurt/Main zu einer Freiheitsstrafe von 4 Jahren und 6 Monaten wegen Herbeiführung eines Sprengstoffanschlages und der Verabredung zu Sprengstoffanschlägen im Zusammenhang mit den Anschlägen auf das Denkmal und die Sendemasten sowie wegen versuchter Gründung einer terroristischen Vereinigung und Verstoß gegen das Waffen- und Sprengstoffgesetz verurteilt. Nach Absitzen von zwei Dritteln der Haftzeit wurde Peter Naumann im Dezember 1990 unter Aussetzung der Reststrafe zur Bewährung entlassen. Die NPD hatte ihn derweil aus der Partei wegen terroristischer Aktivitäten ausgeschlossen. Bei allen Anschlägen war es Peter Naumanns hohes Ziel, keine Personenschäden zu verursachen.

Abkehr vom bewaffneten Kampf

In späteren Jahren wendete sich Peter Naumann vom bewaffneten Kampf ab und übergab 1995 dem Bundeskriminalamt seine 13 Waffen- und Sprengstoffdepots mit größeren Mengen Sprengstoff. Er bekannte sich öffentlich zur „kämpferischen Gewaltfreiheit“ zur Erreichung seiner politischen Ziele. Siehe hierzu das folgende Video. Auf die Übergabe der Depots folgte eine Verurteilung wegen des „Verstoßes gegen das Waffen- und das Sprengstoffgesetz“ sowie das „Kriegswaffenkontrollgesetz“ zu einer Freiheitsstrafe von 20 Monaten auf Bewährung. Die Anklage wegen des „Verdachtes der Bildung einer terroristischen Vereinigung“ wurde 1998 eingestellt.

 

Seit Ende 2006 fungierte Peter Naumann als persönlicher Referent für den NPD-Abgeordneten Klaus-Jürgen Menzel im sächsischen Landtag und arbeitet später für die dortige Fraktion im Landtag. Das Beschäftigungsverhältnis endete im Dezember 2008 abrupt, als er den NPD-Landtagsabgeordneten Jürgen Gansel auf Grund persönlicher Verfehlungen körperlich maßregelte.

Ab den 2000er Jahren trat Peter Naumann immer wieder als Vortragsredner auf nationalen Veranstaltungen auf, u. a. auf der Trauerkundgebung für Jürgen Rieger, des „Anwalt für Deutschland“ in Wunsiedel. In guter Erinnerung bleibt mir ein mehrstündiger Vortrag von ihm zur Abkehr des bewaffneten Kampfes sowie der Verstrickung des Verfassungsschutzes und anderer Geheimdienste in Kreise des Nationalen Widerstands. Hierbei konnte er viele Parallelen zu seinem Fall ziehen.

In seinen letzten Jahren wurde es ruhig um Peter Naumann, zumal er auch schwere gesundheitliche Probleme hatte.

Peter Naumann war teils ein streitbarer Mann und nicht immer unumstritten. Ein nationales Urgestein; kantig, geradlinig, nicht immer leicht im persönlichen Umgang, aber immer ehrlich und kerndeutsch. Ein Kämpfer für Deutschlands Freiheit.





1 Kommentar

  • Hallo. Das war noch ein richtiger Kämpfer zu allem bereit mit Arsch in der Hose. Und was kommt nach so einem Kämpfer mit ecken und kanten ???? Ruhe in Frieden. MFG CH

    Christian 30.04.2021

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