Ist die nationalrevolutionäre Bewegung eine Sekte?

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Der Begriff „Sekte“ stammt von dem lateinischen Begriff secta ab und bedeutete ursprünglich Partei, Lehre oder Schulrichtung. Heute ist der Begriff jedoch allgemein negativ konnotiert. Man assoziiert mit ihm vor allem ausgesprochen fragwürdige religiöse Gruppen wie „Scientology“. Doch das Wort wird auch gerne als politischer Kampfbegriff verwendet. Nationale Gruppen im Allgemeinen, die Partei „Der III. Weg“ im Besonderen sehen sich diesem Vorwurf ausgesetzt. Natürlich wird jeder Nationalist diesen Vorwurf zunächst einmal als haltlos zurückweisen. Doch es lohnt sich, das Wesen einer Sekte einmal genauer zu betrachten.

 

„Haut mir ab mit eurer Nazi-Sekte“

„Was wollt denn ihr mit eurer Nazi-Sekte?“ Einen solchen oder ähnlichen Vorwurf dürften viele erfahrene Nationalisten schon mal an den Kopf geworfen bekommen haben. Aktivisten der nationalrevolutionären Bewegung bekommen den Sekten-Vorwurf sogar gelegentlich aus dem „eigenen Lager“ zu hören, weil die Partei „Der III. Weg“ dankend auf „organisationsübergreifenden Widerstand“ verzichtet. ( s. hierzu: Der Starke ist am stärksten allein!) Nun hat „Der III. Weg“ selbstverständlich nichts mit „Scientology“, dem „Peoples Temple“ oder der Colonia Dignidad zu tun. Trotzdem muss man festhalten, dass der Vorwurf auf einer gewissen Grundlage aufbaut. Daher lohnt es sich, dem Begriff der „Sekte“ im Allgemeinen auf den Grund zu gehen und nicht bei den Extrembeispielen stehen zu bleiben.

Hierfür wollen wir einmal verschiedene Kriterien prüfen, die üblicherweise als Charakteristika für eine Sekte angelegt werden. Vorab sei bereits gesagt, dass einzelne Punkte durchaus kontrovers diskutiert werden können.

 

1) Heilsversprechung / Vision

Jede „Sekte“ bietet ein religiöses Versprechen an. Üblicherweise handelt es sich hierbei um den garantierten Weg in den Himmel. Man könnte das auch einfach als den „Glauben“ bezeichnen. Dieses Kriterium könnte man auch bei der nationalrevolutionären Bewegung als erfüllt betrachten. In der klassischen Religion ist das Leben nach dem Tod das „ewige Leben“. Wer an sein Volk glaubt, sieht die Unsterblichkeit im Fortbestehen der Ahnenreihe. Das Heilsversprechen, ja die Erlösung aus der Not stellt der Lebenskampf des Volkes dar.

 

2) „Göttliche“/ unfehlbare Führung

Das Oberhaupt einer Sekte erklärt sich für göttlich-legitimiert. Er ist unfehlbar; was er befiehlt, ist richtig und muss umgesetzt werden. Er wird in höchstem Maße verehrt. Seine Worte und Verkündungen sind allgemeingültige Leitsätze. Nein, dieses Kriterium trifft auf die Partei „Der III. Weg“ grundsätzlich nicht zu. Es gibt keinen „Personenkult“ um lebende Akteure. Allerdings gibt es im Leben der Völker Ausnahmegestalten, die einem Volke im Laufe seiner Existenz vielleicht nur einmal geboren werden, die folgerichtig große Verehrung erfahren.

 

3) Freund-und-Feind-Schema

Eine „Sekte“ hat ein geordnetes Weltbild. Das Gute kämpft gegen das Böse, das Licht gegen die Dunkelheit, Engel gegen Teufel. Unser Volk steht definitiv Feinden gegenüber. Der Versuch wäre theoretisch denkbar, die Warte des Feindes aufzugreifen, um den Konflikt aufzulösen. Praktisch gesehen muss dieser Versuch jedoch scheitern, weil die streitenden Lehrsätze sich unvereinbar gegenüberstehen. Die Lehre der (religiösen) Sekte stellt den einzigen Weg in den Himmel dar. Eine Abweichung ebnet den Weg in die Hölle. Wer wagt es, den Gläubigen in Versuchung zu führen? Es kann sich nur um einen Teufel handeln.

Unvereinbar ist der Gedanke eines Volkes mit der Lehre vom Individualismus. Wer das Volk negiert, steht der nationalrevolutionären Bewegung feindlich gegenüber. Warum sollte es umgekehrt herum anders aussehen?

 

4) Einstellung zur beziehungsweise Ablehnung der „Gesellschaft“

Natürlich möchte jede Sekte wachsen. Mitglieder haben einen Auftrag zur Missionierung. Daher wirkt eine Sekte üblicherweise aus sich heraus. Die Lehre muss verbreitet werden und jeder (abgesehen natürlich von den Satans-Kindern) sollte bekehrt werden. Die Mitglieder der Gesellschaft sind entschuldigt, wenn sie den Glauben noch nicht kennen oder nicht verstanden haben. Lehnen sie ihn jedoch trotz besseren Wissens ab, stehen sie auf der Seite des Feindes.

Die „Gesellschaft“ steht stellvertretend für die bunte Mischung, die wir in der BRD vorfinden. Im Gegensatz zur Gemeinschaft binden sie nur wenige Allgemeinplätze. Dieses Bindeglied könnte man grob mit dem Begriff „Individualismus“ und seinen Werten zusammenfassen. Man könnte dieses Kriterium in dem Verhältnis zwischen Gesellschaft und Gemeinschaft als erfüllt betrachten.

 

5) Verpflichtende soziale Aktivitäten

Die Sekte lebt durch regelmäßige gemeinsame Aktivitäten, hier beispielsweise Gottesdienste. Es sind regelmäßig Spenden für das Seelenheil zu leisten. Es muss Buße getan werden nach Sünden. Andernfalls könnte der Ausschluss aus der Sekte drohen, der für das Mitglied schwerwiegend wäre, insbesondere wenn der Glaube anhält.

Ein Parteimitglied zahlt einen Beitrag. Abgesehen davon gehen Aktivisten jedoch keine Verpflichtungen ein und bestimmen selbst das Ausmaß ihres Engagements. Jede Gemeinschaft lebt durch ihre gemeinschaftlichen Aktivitäten. Inaktive Mitglieder können ausgeschlossen werden. Man könnte diesen Punkt bejahen. Man könnte ihn aber auch als schwaches und oberflächliches Kriterium abtun.

 

6) Isolation vom Umfeld

Wer in einer Sekte ist, verkehrt zunehmend nur noch mit „Glaubensbrüdern“. Das Verhältnis mit dem andersgläubigen Umfeld ist oftmals sehr belastet. Dies ergibt sich aus den diametral entgegengesetzten Glaubensgrundsätzen, die sich unversöhnlich gegenüberstehen. Je nachdem, wie ausgeprägt der Eifer zur Missionierung ist, desto ausgeprägter ist der Konflikt. Nicht selten kommt es zur kompletten Isolierung von Andersgläubigen, was als Form der Konfliktvermeidung durchaus erwünscht sein kann.

Im Bezug auf den Alltag von Nationalrevolutionären trifft dies theoretisch zu, praktisch jedoch eher unbeabsichtigt. Freilich haben die meisten Nationalisten auch „unpolitische“ Freunde, Verwandte, Kollegen. Der politische Gegner versucht jedoch, die Isolierung von Nationalisten zu erzwingen. Entweder du bist für die „multikulturelle Gesellschaft“ oder du bist allein und isoliert. Man könnte aus böser Absicht heraus Nationalisten unterstellen, sich zu „isolieren“, weil sie denken, wie sie denken, doch tatsächlich ist die Isolation eine Repression, der Andersdenkende in der BRD ausgesetzt sind.

 

7) Kritikverträglichkeit

Die Lehre einer Sekte ist unfehlbar. Kein Wort ihrer Glaubensgrundsätze kann und darf falsch sein, da sonst der gesamte Glaube wie ein Kartenhaus in sich zusammenstürzt. Entsprechend wird Kritik daran grundsätzlich abgelehnt.

Es gibt sehr viele Punkte, die Nationalisten kontrovers diskutierten. Beispielsweise sei das Verhältnis Deutschlands zu Russland genannt. Oder der Umgang mit dieser oder jener nationalen Gruppe. Das weltanschauliche Fundament steht jedoch auf granitenem Boden. Deutschland ist heilig! Folglich lässt man in bestimmten Kernfragen auch keine andere Meinung zu. Kritik also ja, aber nur bis zu einem bestimmten Punkt. Man kann diskutieren, ob das Charakteristikum der „Kritikverträglichkeit“ nun als erfüllt ist oder nicht.

 

8) Eschatologie / Endzeitprophezeiung

Das jüngste Gericht. Der Tag der Abrechnung. Der Tag, an dem jeder seinen Lohn erhält. Ragnarök. Sekten sehen diesen fatalen Tag drohend nahe. Nur der eigene Weg (und der eigene Messias) können die Welt noch retten.

Hier kann man als Variabel den Volkstod einsetzen. Gelingt keine radikale Veränderung der bestehenden Verhältnisse, wird unser Volk in nicht allzu ferner Zukunft nicht mehr existieren. Nur eine Bewegung, die sich dem Erhalt des Volkes verschrieben hat, kann Deutschland aus den Klauen eines feindlichen Systems befreien. Kriterium erfüllt.

 

9) Einstellung zur Wissenschaft

Eine Sekte hat üblicherweise recht ulkige Vorstellungen, die sich nicht mit wissenschaftlichen Erkenntnissen decken. Aus Wasser wurde Wein…der Blitz schlug als göttliche Strafe ein…der kollektive Selbstmord führt die Sekte ins ewige Leben…

Oftmals wird Nationalisten vorgeworfen, von herrschenden Lehrmeinungen abzuweichen und daher „unwissenschaftlich“ zu sein. Dies ist definitiv nicht der Fall, denn die Weltanschauung der nationalrevolutionären Bewegung beruht auf wissenschaftlichen Kenntnissen.

Unabhängig davon ist der „Glaube“ letztlich der Grundsatz, dass die Gemeinschaft Vorrang vor dem Individuum hat. Diese Entscheidung steht nicht in Konkurrenz zur Wissenschaft und insofern ist dieses Kriterium einer Sekte klar nicht erfüllt.

 

10) Lebensvorschriften

Eine Sekte regelt das Leben ihrer Mitglieder oftmals im Detail. Dies betrifft nicht nur Speisevorschriften, Gebetsriten oder Bekleidungsfragen, nein, auch die Partnerwahl spielt oftmals eine große Rolle.

Auch ein guter Nationalrevolutionär muss gewisse Regeln beachten, die ihm eigentlich selbstverständlich sind. Es gibt jedoch im Gegensatz zur Sekte eher wenige wirklich verpflichtende Grundsätze, wie beispielsweise jener, keine Drogen zu konsumieren. Allerdings gibt es auch viele Empfehlungen, beispielsweise Sport zu treiben, sich zu bilden, politisch engagiert zu bleiben und deutsche Kinder zu zeugen. Dieses Kriterium könnte man oberflächlich betrachtet als erfüllt betrachten, jedoch auch kontrovers diskutieren.

 

Fazit

Punkt für Punkt durchgegangen stellt man fest: Ja, die nationalrevolutionäre Bewegung erfüllt die meisten Kriterien einer „Sekte“.

Aber: Der Begriff selbst ist vollkommen untauglich und ziemlich beliebig auslegbar. So könnte man diese Kriterien grundsätzlich auch auf jede Religion ansetzen. Man könnte auch grundsätzlich politische Bewegungen als Sekte klassifizieren (Stichwort „Klima-Sekte“, Stichwort Marxismus-Leninismus). Noch weitergehend könnte man auch im Liberalismus jene unverhandelbaren Grundsätze benennen und somit den Spieß umdrehen und die sogenannte „Gesellschaft“ als Sekte betiteln. Wer sagt denn, dass es nicht wir sind, die sich aus den Fängen der Sekte befreit haben?

Schlussendlich kann man also festhalten, dass der Begriff „Sekte“ im Grunde genommen gestrichen werden und man dem Vorwurf vollkommen entspannt gegenüber stehen kann.

  • Sehr gut ausgearbeitet.

    Hendrik 05.08.2021
  • Nach der Logik der Grünen müssten die selber als Sekte eingestuft werden. Die Anti Abschiebe Bewegung ist auch ein Fall für die Stellen die noch eingerichtet werden! Die Menschen in Deutschland sind es Satt sich von solchen Wesen belästigen zu lassen .

    Stefan Stolze 05.08.2021
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