Stützpunkt München / Oberbayern: Gemeinschaftsausflug zum Grünten

Gelebte Gemeinschaft gehört bei der Partei „Der III. Weg“ zum Programm. Aus diesem Grund veranstaltet auch der Stützpunkt München/Oberbayern regelmäßig Gemeinschaftsausflüge. Anfang August begaben sich daher Aktivisten auf einen Ausflug ins Allgäu. Dabei wurde der Berg Grünten bei Rettenberg erklommen. Auf 1738 Metern befindet sich hier das Jägerdenkmal, dass an die gefallenen Gebirgsjäger beider Weltkriege sowie der Bundeswehr erinnert. Bei schönem Wetter hat man von hier zudem eine schöne Aussicht.

Bekannt für seinen Erzabbau – Der Grünten

Eine Allgäuer Volksweisheit besagt: „Trägt der Grünten einen Hut, wird das Wetter gut, trägt er eine Mütze, gibt es eine Pfütze.“ Als Aktivisten vom Stützpunkt München/Oberbayern sich auf den Weg tief in den Süden des Bayernlandes machten, hatte der Grünten offenbar keinen Hut auf. In graue Wolken hinauf sollte die gemeinschaftliche Bergwanderung führen.

Der Grünten ist für ungeübte Wanderer ein durchaus fordernder Berg, während er für erfahrene Bergsteiger eher eine leichte Hürde darstellt. Dabei kann der Berg bereits auf eine lange Tradition von Bergsteigern zurückblicken, zudem blühte hier bereits früh der Bergtourismus. Auch zahlreiche prominente Zeitgeister hat der Berg bereits gesehen. So soll Anfang des 16. Jahrhunderts Kaiser Maximilian I. den Berg bestiegen haben. Auch der Pfaffen-Fürst Clemens Wenzeslaus wollte die Bergspitzen erblicken. Im Gegensatz zu Kaiser Maximilian wählte er jedoch einen bequemen Weg und ließ sich 1773 von 56 einheimischen Bauern in einem gepolsterten Tragsessel auf des Berges Krone tragen.

Auch im Bergbau hat der Grünten eine lange Tradition. Von 1471 bis ins späte 19. Jahrhundert wurde hier Eisenerz abgebaut. Bis 2006 konnten die Stollen aufgrund von Einsturzgefahr nicht besichtigt werden, von diesem Zeitpunkt an gibt es jedoch einige Schaustollen, in denen man sich über die gefährliche Arbeit unter Tage informieren kann. Um das schmelzbare Eisen zu gewinnen, waren große Mengen an brennbarem Holz notwendig. Allein für eine Tonne des kostbaren Guts mussten etwa 100 tonnen Holz besorgt werden. Daher fand in der Gegend ein radikaler Kahlschlag statt. Auch der eigentümliche Name des Berges stammt daher. Denn Grünten kommt von einem Wort aus der lokalen Mundart, nämlich Grind, was so viel wie „Glatzkopf“ bedeutet.

Eine eher traurige Geschichte verbindet die regionale Fauna mit dem Grünten: Hier wurde 1827 der letzte Wolf im ganzen Allgäuer Alpenraum erlegt.

Das Jägerdenkmal – Erinnerung an die deutschen Gebirgsjäger-Gedenktafel

Auf 1738 Metern Höhe befindet sich ein imposantes Kriegerdenkmal. Es wurde von der Kriegskameradschaft des ehemaligen 3. Jäger-Regiments errichtet. Dabei handelte es sich um Deutschlands erste Gebirgsjägertruppe. Im Ersten Weltkrieg kämpfte das Regiment auf zahlreichen Kriegsschauplätzen, so in den Dolomiten, in Serbien, Frankreich, Rumänien und Italien. Dabei hatte es hohe Verlustzahlen zu vermelden. Etwa 3000 Soldaten fielen. Die 1920 gegründete Kriegskameradschaft des Regiments beschloss daher, ihren Gefallenen ein Ehrenmal zu errichten. Unter großem Aufwand wurde 1921 unter Leitung des Architekten und Gebirgsjägerkameraden Bruno Biehler mit dem Bau begonnen.

Dabei flossen auch ungewöhnliche Elemente in die Planung mit ein. So holte sich Biehler Inspirationen bei buddhistischen Sakralbauten in Tibet. Im Sommer 1924 wurde das Denkmal fertiggestellt. Freiwillige aus ganz Deutschland hatten beim Bau mitgeholfen. Lediglich die Einweihung der markanten Krypta verzögerte sich und erfolgte erst 1927. Besonders eindrucksvoll ist ein Relief „Jäger mit Tod“, das von dem Bildhauer Eberle geschaffen wurde. Seither musste das Denkmal mehrmals renoviert werden, es befindet sich jedoch auch heute noch in einem sehr guten Zustand.

Auch im Dritten Reich gab es eine gleichnamige Gebirgsjägerdivision. Sie war zwischen dem 01. April 1938 und dem 08. Mai 1945 aktiv. Aufgestellt wurde die Truppe in der Ostmark. Ihren ersten Einsatz hatte die Division während der Sudetenkrise 1938, wobei es jedoch zu keinen Kampfhandlungen kam. Ein Regiment der Division war an der berühmten Schlacht um Narvik beteiligt. Später wurden die Gebirgsjäger überwiegend an der Ostfront eingesetzt, so war die Division am Vorstoß auf Murmansk beteiligt. Dabei erlitt die Division so heftige Verluste, dass eine Neuaufstellung notwendig wurde. Die neu aufgestellte Einheit wurde der Heeresgruppe Nord unterstellt und befand sich ab der Schlacht um Stalingrad in Rückzugsgefechten. In den letzten Monaten des Krieges kämpfte die Division in Ungarn und der Tschechoslowakei, wo man am 08. Mai 1945 gegenüber der Roten Armee in der Nähe von Deutsch Brod kapitulierte.

Aufgrund des schlechten Wetters war den Nationalrevolutionären vom Stützpunkt München/Oberbayern kein schöner Ausblick vergönnt. Beim Abstieg vom Berg geriet man zusätzlich noch in einen Regenschauer. Der guten Stimmung tat dies jedoch keinen Abbruch. Im Anschluss an die trotz widrigem Wetter gelungene Wanderung kehrte man noch in einer regionalen Wirtschaft ein, wo man sich nach kameradschaftlichem Austausch wieder trennte.





1 Kommentar

  • Alle Flüchtlinge dieser Welt nur nach Deutschland?
    Nach Ansicht der Flüchtlingsorganisation Pro Asyl muss Deutschland afghanische Flüchtlinge aufnehmen, die aktuell zur Zielscheibe der Taliban werden. «Es gilt, jetzt so viele Menschenleben zu retten wie möglich», erklärte Geschäftsführer Günter Burkhardt.
    Jeder von diesen Leuten soll Flüchtlinge selbst aufnehmen & ernähren!

    Daniel 15.08.2021
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