Deutscher Alleingang bei Aufnahme von Afghanen

Daß der der geplante Abzug aller amerikanischen Truppen und Hilftskräfte nach 20 Jahren in Afghanistan für, sagen wir mal, chaotische Zustände und eine erneute Machtübernahme der Taliban nach sich ziehen würde, dürfte wohl nicht nur den gutbezahlten Beratern Bidens klar gewesen sein.

Sleepy Joe Biden hat die Afghanistan-Politik Trumps zu nahezu 100 Prozent fortgesetzt. Im Grundsatz war die Entscheidung beider Präsidenten, das Land zu verlassen, bei den meisten Amerikanern populär. Doch nicht die Art und Weise des Abzugs:
noch vor fünf Wochen hat Biden, der in der Öffentlichkeit schon mal gedankenlos wirkt und komplett den Faden verliert, in einer Pressekonferenz das Szenario, daß die Taliban das Land innerhalb weniger Wochen nahezu kampflos übernehmen würden, ins Reich der Fantasie verwiesen. Das Reich der Wirklichkeit hat indessen wieder Deutschland eingeholt. Natürlich wird postwendend der Ruf nach Aufnahme von Flüchtlingen ob unserer Verantwortung laut.

Allen voran hat sich unser Bundesinnenminister Horst Seehofer in der Bundespressekonferenz zur aktuellen Lage in Afghanistan geäußert. Als er auf die Evakuierung von Ortskräften und gefährdeten Personen aus dem Land angesprochen wurde, nahm der CSU-Politiker die Europäische Union mit deutlichen Worten in die Pflicht. „Wenn wir hier scheitern, vor allem auch zusammen mit der Europäischen Union, dann wäre das das zweite große, grandiose Scheitern der westlichen Gemeinschaft. Das war schon betrüblich genug dieses Desaster nach zwanzig Jahren. Und jetzt müssen wir die Kraft, die in dieser Wertegemeinschaft steckt, auch zum Tragen bringen, wenn es um moralische Verpflichtungen geht.“, sagte der Innenminister. Seehofer fabulierte weiter, er glaube, daß es in der Bevölkerung einen großen Rückhalt für diese Position gebe.

Doch auch einen deutschen Alleingang bei der Aufnahme von „Flüchtlingen“ aus Afghanistan schloss der CSU-Politiker nicht aus, sollten sich andere europäische Länder querstellen: „Ich sage Ihnen, wir sind in hohem Maße auch bereit, dann als Deutsche auch alleine zu handeln. Und deshalb will ich jetzt keine Zuversicht oder Optimismus vermitteln. Das wird ein hartes Stück Arbeit in der europäischen Union.“

Die Vorgehensweise ist wie immer gleich. Erst wird durch gespielte Ahnungslosigkeit der situativen Entwicklung ein unvermeidbarer Charakter angedichtet, dann über Berichte sowie Bilder von Gräueltaten und tränenverschmierten Kindergesichtern in diversen Medien eine Situation der Anteilnahme und Mitschuld erzeugt, um dann endlich unter dem Denkmantel der Moral die Herzen und Grenzen der Deutschen für neue „Flüchtlinge“ zu öffnen.





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