
Wichtigste Botschaft hierbei war der Appell, sich nicht auseinander dividieren zulassen, um jenen zu gefallen, gegen die man aufsteht. „Freiheit wird einem nicht geschenkt, die muss man sich erkämpfen!“ waren dann die trefflich abschließenden Worte. Die Staatsmacht war an diesem Abend wieder stark vertreten und versuchte, wo es möglich war, Teilnehmer zu drangsalieren. Hauptbetätigungsfeld der Staatsdiener an der frischen Luft war die penibel geführte Kontrolle der Einhaltung der Maskenpflicht. Ein Umstand, der viele zu Recht einfach nur noch nervte. Die Polizei scheint sich aber in ihrer neuen Rolle ganz gut zu gefallen und auch an diesem Abend funktionierte die Befehlskette ohne jedes Nachdenken.
Vor dem letzten Redner, einem besorgten Vater von drei Kindern, der noch nie auf einer Versammlung das Wort ergriffen hat, sendeten hunderte Wittstocker vom Markt kollektiv ein Licht der Freiheit in die Welt. Es war ein bewegender Moment, als die Dunkelheit und der Nebel, die beide sinnbildhaft für den derzeitigen Zustand dieser Republik gesehen werden können, durch hunderte Lichter durchbrochen wurde. Mögen noch tausende Lichter dazu kommen, um die Herrschenden ordentlich auszuleuchten.
Lautstark durch die Innenstadt
Im Anschluss formierte sich wieder ein Demonstrationszug, der lautstark durch die Innenstadt zog. „Wir sind viele, wir sind laut, weil man uns die Freiheit raubt!“ und „Impfpflicht – Nein Danke!“, hallte es durch die Straßen. Im Fackelschein zog sich ein langer „Lindwurm“ durch die zum Teil engen Gassen und erzeugte jede Menge Aufmerksamkeit. Zuviel für die Polizeiführung, die während des Aufzuges zwei jungen Teilnehmern das taktlos erfolgte Trommeln untersagte. Trommeln dürfen nur die selbsternannten „Gutmenschen“ und dann am liebsten im Stil des brasilianischen Karnevals, aber bitte keine Systemkritiker.
Auch hier blieb nur ein Kopfschütteln für die uniformierten Beamten übrig. Die Verhältnisse in diesem Land werden noch manchen die Augen öffnen, dafür werden die Herrschenden verlässlich sorgen, unsere nationalrevolutionäre Bewegung „Der III. Weg“ arbeitet derweil an tragbaren Alternativen und stellt Konzepte auf.
Der Ruf nach Erneuerung, nach Revolution wird immer lauter, die Menschen sind bewegt und Bewegung ist immer gut, gerade in diesen Zeiten. Wir hören zu, greifen ein und bringen uns mit allem ein, was wir wissen und haben. Denn es geht um unsere Heimat, wir haben nur die eine.
















