Altnordische Felsbilder zeigen zweigesichtige Gestalten, oft in Verbindung mit Sinnzeichen, die auf „aufsteigendes Leben“ deuten. Hier haben wir einen Hinweis auf die Wende der Zeit (vorschauend – zurückschauend), die den Monat Hartung kennzeichnet. Wir stehen am Beginn des neuen Werdens. Auf die Bedeutung dieser Stellung des Hartung im Kreislauf des Jahres (Wendemonat) deutet auch die Tatsache, dass nach angelsächsischer Überlieferung die Monate Jul und Hartung beide den Namen „Jul“ führten, wohl als Zeichen dessen, dass in diesen beiden Monaten der Wechsel von ab- und aufsteigendem Licht sich vollzieht. Darauf weist ferner die Tatsache hin, dass ursprünglich das neue Jahr am 6. im Hartung beginnt, an dem Tag, mit dem die zwölf heiligen Nächte enden, deren erste im Jul liegt.
Hartung
Mit dem Christentum kamen – wie so vieles andere Fremde – auch die römischen Monatsnamen in Gebrauch und verdrängten die nach unserem Sprach- und Volksempfinden viel ausdrucksvolleren alten Monatsbezeichnungen, die den Ablauf des Jahres versinnbildlichen. Wir können nicht bei allen Monatsnamen auf die Bezeichnungen unserer Vorfahren zurückgreifen, aber wir können und wollen deutsche Namen für die Zeitabschnitte des Jahres wählen, die dem deutschen Sprachschatz entstammen und in denen die Verbundenheit mit dem Naturgeschehen zum Ausdruck kommt. Den Sinngehalt dieser Bezeichnungen und sein Zusammenhang mit der Bewegung des Jahreskreises gilt es in unseren Reihen sowie im deutschen Volk zu verbreiten. Von verschiedenen Neubildungen, von denen diejenigen mit der Endung =mond (Eismond usw.) eine Zeitlang gebräuchlich waren, haben sich die folgenden am meisten durchgesetzt:
Hartung = Januar
Hornung = Februar
Lenzing = März
Ostermond = April
Wonnemond = Mai
Brachet = Juni
Heuert = Juli
Ernting = August
Scheiding = September
Gilbhart = Oktober
Neblung = November
Julmond = Dezember













