Russisches Staatsmedium ruft zu antifaschistischer Säuberung und Zerschlagung der Ukraine auf

Auf den Tag genau, als die abstoßenden Kriegsverbrechen der Putin-Armee in Bucha aufgedeckt worden sind, die der bolschewistischen Mordbrennerei in den Gebieten des deutschen Ostens 1945 in nichts nachstehen, hat die staatliche russische Nachrichtenagentur „RIA Novosti“ einen Kommentar veröffentlicht, der die ideologische Richtschnur des Vorgehens der Putin-Truppen im Zeichen der vielfach propagierten „Entnazifizierung“ darlegt. In diesem Text wird die sogenannte „Entnazifizierung“ als „notwendig“ und „unvermeidlich“ beschrieben, da ein „bedeutender Teil des Volkes, höchstwahrscheinlich die Mehrheit“ dem angeblichen „Nazi-Regime“ in Kiew zustimmen würde. Da die „Nazi-Masse der Bevölkerung“ technisch nicht direkt als Kriegsverbrecher bestraft werden kann, so der Text weiter, sei eine „Entnazifizierung“ als eine „Reihe von Maßnahmen“ notwendig. Wie diese Maßnahmen aussehen sollen, lässt der Autor offen, jedoch lässt sich anhand der Kriegsgräuel in Städten wie Bucha und Irpin ableiten, dass Gewalt und Genozid wohl zum Standardrepertoire der „Entnazifizierer“ gehören, wie es bereits 1945 durch die sowjetischen Vorväter des heutigen moskowitischen Regimes vorgeführt wurde.

„Die Nazis, die zu den Waffen gegriffen haben“, also wohl alle wehrhaften Ukrainer, die ihre Heimat nicht kampflos dem Feind überlassen wollen, sollen dabei „so weit wie möglich auf dem Schlachtfeld zerstört werden.“ Dabei soll es nicht einmal eine signifikante Unterscheidung zwischen den Streitkräften der Ukraine und nationaler Bataillone sowie der territorialen Verteidigung des Landes geben. Alle wären „schuldig“ am vermeintlichen „Völkermord am russischen Volk“ und dabei sollen vor allem „aktive Nazis“ grob und demonstrativ „bestraft“ werden. Dabei erklärt der Autor auch sogenannte „passive Nazis“, die „Komplizen des Nazismus“ wären, für schuldig und fordert eine „faire Bestrafung“ auch dieser Bevölkerungsteile. Im „gerechten Krieg“ Russlands gegen das vermeintliche „Nazi-System“ seien dabei auch „unvermeidliche Härten“ nötig. Zwischen den Zeilen gelesen bedeutet dies nichts anderes, als dass jeder zivile Ukrainer, der zu den Verteidigern seines Landes hält, ebenfalls als „Nazi-Komplize“ bestraft werden soll. Wie das aussehen soll, kann man sich nach den abstoßenden Bildern aus den von russischen Mördern heimgesuchten Städten im Großraum Kiew bildlich ausmalen.

Eine „weitere Entnazifizierung dieser Bevölkerungsmasse“, so die von bolschewistischem Fanatismus nur so strotzende Abhandlung weiter, bestehe in der „Umerziehung“. Spätestens hier sollten bei jedem nationalgesinnten Deutschen die Alarmglocken schrillen, denn der heutige katastrophale moralische Zustand des deutschen Volkes und sein gestörtes Verhältnis zur eigenen nationalen Geschichte sind unbestritten das Ergebnis einer solchen antifaschistischen „Umerziehung“, die auf dem Gebiet der BRD durch die Gehirnwäsche westlich-alliierter „reeducation“ stattgefunden hat. Die Methoden scheinen dabei, sowohl von westlich-alliierter als auch von eurasisch-russischer Seite her, stets die selben zu sein. „Ideologische Unterdrückung der Nazi-Haltung“ und „strenge Zensur“ – so der Kommentar auf RIA Novosti wörtlich – sowohl im Politischen, als auch im Bereich von Kultur und Bildung. Dinge, die uns als volkstreue Deutsche in der BRD hinlänglich vertraut sind. Auch in der Ukraine soll dabei die „bedingungslose Kontrolle über den Entnazifierungsprozess“ allein durch den Gewinner – Russland – sichergestellt werden, der als „entsäubernder Staat“ auftritt und dessen Vorgehen durch den der „Entnazifierung“ unterzogenen Schuldigen – die Ukraine – nicht angefochten werden darf.

„Nicht weniger“ als eine ganze Generation soll der Umerziehungsprozess benötigen, um das gewünschte Ergebnis zu erreichen: Das Ende der Ukraine als selbstbestimmter Nationalstaat. Als Nationalstaat sei die Ukraine nach Meinung des im Geiste Ilja Ehrenburgs schreibenden Kommentators „unmöglich“, angeblich eine „künstliche, antirussische Konstruktion“ und Versuche, einen ukrainischen Nationalstaat zu bauen, würden naturgemäß zum „Nationalsozialismus“ führen. Was hier gefordert wird ist die gewaltsame Auslöschung einer ganzen nationalen Identität mittels sämtlicher denkbarer Repressionsmethoden von offener Gewalt, kollektiver Bestrafung und Liquidierung unliebsamer politischer Gegner bis hin zur geistigen und politischen Unterdrückung mittels jener Umerziehungsmethoden, die uns im Westen auch aus antifaschistischen Operettenstaaten wie der BRD und Österreich bekannt sind.

Obwohl der Kommentar als „Gastbeitrag“ in der RIA Novosti ausgewiesen wird, ist klar, dass die Position des Lesers sich wohl kaum grundsätzlich von der Linie des russischen Staatsmediums unterscheiden wird. Die Parallelen zu getätigten Aussagen anderer russischer Spitzen sind kaum zu verkennen. So war das Entnazifierungsnarrativ von Anfang an Bestandteil der russischen Propaganda, um den Überfall auf die Ukraine zu rechtfertigen. Erst kürzlich hat der stellvertretende Leiter des Sicherheitsrates Russlands, Dmitri Medwedew, ukrainischen politischen Gegnern in Europa offen mit Mordanschlägen gedroht und eine „entnazifizierte“ Ukraine als die Grundlage genannt, um „ein offenes Eurasien von Lissabon bis Wladiwostok“ zu bauen. Die Kriegstreiber im Kreml, die Mehrheit davon selbst mit einer kommunistischen Vergangenheit, der sie wohl nie abgeschworen haben, haben den alten Traum Stalins von einem sowjetischen Imperialreich vom Atlantik bis zur Beringstraße wohl nie aufgegeben. Heute noch trifft der russische Vernichtungskrieg, der die „Entnazifizierung“ mit sich bringen soll, nur die Ukraine, morgen schon könnte ganz Europa und die Freiheit seiner Völker bedroht sein. Die Mordhetze des Kreml zieht sich wie ein roter Faden von Ilja Ehrenburg („Tötet die Deutschen!“) bis zu den russischen Staatsgazetten der Gegenwart. Die dazugehörige Blutspur, die die aufgehetzten Armeen Moskaus hinterlassen, ebenfalls.





  • Dieser Artikel ist gut und wohl auch im Wesentlichen zutreffend
    Hier ist Widerstand gut und notwendig

    Artjom 16.04.2022
  • Russland unter Putin ist dem liberalen Westen so viel ähnlicher, als manch einer wahr haben möchte. Die Parallelen sind eindeutig und ebenso eindeutig ist, daß es dazu nur eine wahre Alternative gibt!
    Weder West, noch Ost!!!

    willi westland 15.04.2022
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