„Wie weiter?“ So!

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Dürfte diese Rezension nur einen Satz umfassen, wäre es dieser: Dieses Buch ist die Grundlage unserer künftigen politischen Arbeit.

Es ist ein fundamentaler Bruch mit Resignation, Reaktion und Reformismus. Eine Abrechnung mit dem „Nationalen Widerstand“ und ein Plädoyer für die Schaffung einer völlig neuen, unverbrauchten, volks- und sozialrevolutionären Bewegung.

Damit ist das Werk von Heinrich Wolf nicht nur ein weiteres Exemplar in einer Reihe nationaler Schriften. Es kann zum Ausgangspunkt einer neuen Denkschule werden.

Das Buch gliedert sich in drei Teile.

Im ersten Teil führt Wolf eine umfassende, kritische und daher notwendigerweise oft schmerzhafte Analyse des Nationalen Widerstandes durch. Jedem, der bisher noch ein Quäntchen Sympathie für den Moloch „NW“ hegte, dürfte nach der sorgfältigen Obduktion klar sein: Der Nationale Widerstand ist tot.

Mehr noch: Der Tod des Nationalen Widerstandes ist kein Übel, sondern ein Segen. Ein Segen, der das Potential einer neuen, von den Altlasten des NW freien Bewegung in sich trägt.

Anstelle den Ballast einer trägen, in großen Teilen schwachen, unfähigen und fehlgeleiteten Missgeburt weiter mit sich herumzutragen, gilt es dem Elend ein Ende zu setzen. Seid Nietzsche gilt: „Was fällt, das soll man stoßen.“

Dies gilt umso mehr für eine Szene, die ihre Uneinigkeit stets zum Pluralismus verklärte und die Chancen für eine notwendige politische Wende somit zwangsläufig nicht nutzen konnte. Reformisten, Konservative, Patrioten, Bürgerliche und Liberale können nie Teil einer volks- und sozialrevolutionären Bewegung sein. Es gibt keine Kompromisse zwischen Feuer und Wasser. Kein Sein zwischen Leben und Tod.

Der Nationale Widerstand war ein solcher Zwitter, ein Zombie. Zum Sterben zu aktiv, zum Siegen bereits in seiner Konzeption zu leblos.

Lenin wusste: Keine Revolution kann zwei Mal auf dieselbe Art geführt werden. Jeder Versuch, eine Revolution zu wiederholen, verkommt angesichts geänderter politischer, sozialer und ökonomischer Umstände automatisch zur reaktionären Farce.

So war der NW ein andauerndes Trauerspiel. Die eigene Unfähigkeit zur politischen Analyse und Strategieentwicklung verdammte ihn zur Kopflosigkeit. Jahrzehntelang demonstrierte man so für das, was in den Augen der umerzogenen Masse als der Wunsch nach dem „Bösen schlechthin“ verstanden wurde.

Neben der inhaltlichen Überalterung, der ideologischen Unordnung und strategischen Ineffizienz war es nicht zuletzt die personelle Verunreinigung, die den Nationalen Widerstand zu einer Existenz am Rande der Gesellschaft verdonnerte. Asoziale, Alkoholiker, Chauvinisten, Kleinkriminelle, Drogenabhängige, körperlich und geistig Degenerierte: Sie alle fanden Platz in diesem politischen Panoptikum.

Zum Leidwesen alljener engagierten, fähigen und starken Aktivisten, die vergeblich versuchten, aus diesem konstruktiven und destruktiven Gewirr eine Bewegung zu zimmern. Wer vorwärts will, wird nicht weiterkommen, solange ihn der schwere Ballast nach hinten oder gar nach unten zieht.

Auch deshalb muss jeder weitere Versuch, Unvereinbares zu vereinen, radikal verhindert werden.

Im zweiten Teil skizziert Wolf die Grundpfeiler einer neuen Bewegung. Diese kann und darf nicht als ideologischen Konstrukt am Schreibtisch entstehen. Sie muss organisch wachsen. Im Wechselspiel aus politischer Praxis und wissenschaftlicher sowie theoretischer Fundierung.

Diese Bewegung kennt ihre Wurzeln. Sie reichen vom altgermanischen Gemeinwesens über den Kampf gegen den frühkapitalistischen Feudalismus bis zu den Bauernkriegen. Der Preußische Sozialismus eines Friedrichs II. münden ebenso in dieser neuen politischen Theorie wie die Nationalbewegung der deutschen Romantik sowie die konstruktive und kritische Aufarbeitung der nationalen Revolution des Zwanzigsten Jahrhunderts.

Diese Sozialtradition verdeutlicht einen Prozess, in der ewige Prinzipien stets mit aktuellen Themen, Forderungen und einer zeitgemäßen politischen Praxis verknüpft wurden.

Diese umfasst laut Wolf ebenso den Aufbau einer ganzheitlichen aktivistischen Bewegung wie die Schulung von Kadern sowie ein nachhaltigen Kulturkampf. Jede revolutionäre Bewegung müsse eine eigene Identität entwickeln, die als Mythos nach Innen und Außen wirken könne.

Revolutionen bedürfen revolutionärer Momente. Diese gilt es jedoch langfristig und schrittweise vorzubereiten. Die fatalistische Haltung eines Tag X-Denkens müsse durch ein Verständnis von Politik ersetzt werden, dass sich als andauernder Prozess versteht. Ob eine oder mehrere Krisen genutzt werden können, ist immer eine Frage der Vorbereitung und Organisation.

Im dritten Teil seziert Wolf die ersten Schritte, die im Rahmen des Bewegungsaufbaus bereits unternommen wurden. Selbstkritisch und konstruktiv hält er eine Rückschau auf die Arbeit des Dritten Weges. Dabei stellt er zehn Thesen in den Raum. Diese reichen von der Strukturierung über die Auslese bis hin zur Kaderbildung.

Diese strategischen Thesen möchte ich um thematische Felder ergänzen. Diese können und müssen in den nächsten Jahren neue Arbeitsräume unserer politischen Arbeit werden. In Stichworten: Genetik, ganzheitliche Medizin, Sport und Ernährung, Soziobiologie und Biopolitik, Familie und Frau, Altersvorsorge, Selbstbestimmung, Nationalisierung, antikapitalistische Kritik an Migration, Globalisierung und Entmenschlichung, Krisenvorsorge und Überlebenskunst, Natur, Nachhaltigkeit und Tiefenökologie, Selbstund Nahversorgung, Kreislaufwirtschaft, Postwachstumsökonomie, autarke und nachhaltige Energie- und Mobilitätsgestaltung, Antiimperialismus und Souveränität.

Wenn ich zu Beginn dieser Rezension schrieb, ich würde dieses Werk als „Grundlage unserer künftigen politischen Arbeit ansehen“, so meine ich damit keineswegs, dass ihm nun ein Schrein errichtet werden muss.

„Wie weiter?“ ist weder sakrosankt, noch ein schriftgewordenes Dogma.

Es kann und muss jedoch alljenen, die seit vielen Jahrzehnten oder erst seit wenigen Monaten auf den ausgetretenen Pfaden des Nationalen Widerstandes wandeln, als Debattengrundlage dienen.

„Wie weiter?“ muss studiert, zerlegt, kritisiert und weitergeschrieben werden. Diese Debatte über die Zukunft der volks- und sozialrevolutionären Kräfte ist überfällig. Es ist eine Debatte um Begriffe, Symbole, Konzepte, Thesen, Räume.

Es ist die Debatte um den Aufbau einer neuen, nachhaltigen und avantgardistischen Bewegung.

Wer mir nun die titelgebende Frage stellt und wissen möchte, wie es nun weiter geht, dem antworte ich:

So!

Mit der Analyse der Situation, der Vergangenheit und künftiger Chancen, mit der Definition klarer Ziele und der Entwicklung einer Strategie.

Das ist erst der Anfang.

 

Quelle: Aktivist aus Südtirol

 

Das Buch „Wie weiter?“ und weitere Schriften unserer Bewegung kann man hier bekommen.

1 Kommentar

  • Guter Text dankesehr

    Alexander Kunst 31.10.2022
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