Gedichteinsendung: Volkwart´s Kunde

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– Das Hörnchen / Kipferl –

Heute kennt ein jeder das Croissant,
im Klang französisch ohne accent.
Doch warum ist´s dem Deutschen so bekannt?
Wurde es gar einfach umbenannt?

Das wäre ja ein ziemlich freches Ding,
also sehen wir einmal genauer hin.
Und tatsächlich verrät die Geschichte jene List,
das es seit jeher von dem Deutschen ist.

Es war als die Türken nach Westen strebten,
weil sie im osmanischen Größenwahne lebten.
1698 belagerten die Türken Wien,
erneut musste man zu Felde zieh´n.

Die Türken wähnten sich gar schlau,
und machten heimlich einen Untertagebau.
Des Nachts gruben sie sich durch die Erde,
schaufelten fleißig wie die Ackerpferde.

Ein hinterlistiger Überfall, der war ihr Ziel,
feige im besten Meuchelmörderstil.
Doch eines haben die Musels nicht bedacht,
fleißige Bäcker schaffen schon bei Nacht.

Diese hörten nachts das Hacken und das Graben,
und begannen sich sogleich zu fragen.
Seltsam war was sie da leise hörten,
weshalb sie gleich die Wachen störten.

Es folgte Großalarm – der Feind ist aufgeflogen!
Soldaten wurden gleich hinzu gezogen.
Den frechen Türken schlug man hart zurück,

eine züchtigende Ohrfeige für Mustafas Genick.
Lachend sieht man die Deutschen winken,
als frustriert der Türken Fahnen sinken.
Das Lausbubenstück misslang,
und Germanien gewann.

Als Gedenk an jenen Sieg,
auch weil die Bäckerei nicht schwieg,
nun ein Triumphal entstand,
als Siegeszeichen des Abendland.

Es wurde nur hierfür gebacken,
um den Jubel einzupacken.
In Anlehnung an des Türken Halbmond,
jetzt das Hörnchen / Kipferl in Deutschland wohnt.
Als Erinnerung an damals ist es sehr beliebt,
das Hörnchen nun den Lorbeer gibt.

Aber was hat das mit dem Croissant zu tun?
Wie kam es zu dem Wechsel nun?
Erzherzogin Maria Antonia aus Österreich,
heiratete Thronfolger Ludwig August von Frankreich.

Dieser wurde später König Ludwig der Vierzehnte,
der bekanntlich im Größenwahne lebte.
Aus Maria Antonia wurde Mari Antoinette,
so war sie den Franzosen lieb und nett.

Aber Maria sehnte sich nach jenem Gebäck,
fehlte doch etwas am Frühstücks Gedeck.
So ließ sie 1770 ihren Leibbäcker rufen,
um das Mahl neu einzustufen.

Sie wolle das Hörnchen / Kipferl am Morgentisch,
schön gebacken und frisch.
Nun wurde es auch hier bekannt,
und diebisch frech neu umbenannt.

So blieb es der Welt im Gedächtnis,
das Croissant als gestohlenes Vermächtnis.
Doch liegt sein Ursprung im deutschen Land,
so wie es schon immer in der Geschichte stammt.

Drum Augen auf ! – viel hat Gewicht,
das Faszinierende offenbart die Geschicht´.

 

Geschrieben am 04.09.2022 um der Wahrheit und der Geschichte des Hörnchens die Ehre zu geben.

  • Aufklärung schön und schmackhaft verpackt. Sehr gut.

    Harald 29.11.2022
  • Ein sehr schöner Reim/Gedicht!
    Vielen Dank für das Wiedereinstellen!

    Ron 29.11.2022
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