Holodomor als Völkermord anerkannt – nur Linke und AfD enthielten sich

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Der Bundestag hat den durch das stalinistische Terrorregime verübten Hungermord an bis zu sieben Millionen Ukrainern in den Jahren 1932 und 1933 mit großer Mehrheit nun doch offiziell als Völkermord eingestuft, nachdem sich die BRD bis vor kurzem noch vehement geweigert hat, das kommunistische Menschheitsverbrechen als Genozid anzuerkennen. Nach der jahrelangen Ignoranz bolschewistischer Gräueltaten im Zuge ihrer antifaschistischen Schuldneurosen sind die Parteien der Ampel-Regierung und die CDU vor dem Hintergrund ihrer plakativ zur Schau getragenen Ukraine-Solidarität nun wohl doch unter politischen Druck geraten und haben einen gemeinsamen Antrag eingebracht, um den Holodomor als Völkermord zu benennen, auch wenn man noch mit der Betonung nachsetzte, bloß nicht „deutsche Kriegsverbrechen“ relativieren zu wollen.

Die einzigen Fraktionen, die sich bei der Abstimmung erwartungsgemäß enthielten, waren die der Linkspartei und der AfD, beides Parteien, die sich während des gesamten Ukrainekrieges über bereits direkt oder indirekt als Vertreter moskowitischer Interessen im Bundestag zu erkennen gaben. Der AfD-Abgeordnete Marc Jongen unterstrich in seiner Rede einmal mehr den Ruf der AfD als einer Partei von „Sozialistenfressern“ und kennzeichnete den Bolschewismus als das angeblich internationale Pendant zum nationalen Sozialismus, was man beides gleichermaßen bekämpfen müsse.

Nach der Meinung Jongens könne man jedoch nicht die Aggressionen der historischen Sowjetunion mit dem aktuellen russischen Angriffskrieg in der Ukraine vergleichen und müsse auch mit der Bezeichnung „Völkermord“ vorsichtig sein, weshalb sich die AfD dem Antrag nicht anschließen würde. Was die AfD unter der gezielten Zerstörung lebensnotwendiger Infrastruktur und unter Massakern an der Zivilbevölkerung anderes als Völkermord verstehen will, ließ sie in ihrer Erklärung jedoch offen.

Gregor Gysi, der für die Linkspartei das Wort ergriff, begründete die Enthaltung der Linken bei der Abstimmung zum Holodomor bezeichnenderweise mit den Worten „Stalin war schlimm, sehr schlimm, aber kein Hitler.“ Ein weiterer Kommentar zu dieser überaus geistlosen Einlassung erübrigt sich an dieser Stelle.

  • Verabschiede mich von diesen Seiten, denn mit Leuten den der Überblick fehlt kann man nicht diskutieren.
    In der letzten Zeit sind sowieso nur noch …………. hier.
    Wartet mal ab, nach einem halben Jahr werden unsere Medien euch aufklären.

    Wilhelm 28.12.2022
  • Danke fürs nicht senden, so entsteht der Eindruck das ihr Recht habt und euch keiner Widerspricht. Es geht nicht darum das ich zu Gunsten von irgend welchen Leuten kommentiere,
    Es geht darum das man hier schon wieder Völker aufeinander hetzt. Hier geht es nicht um den Krieg in der Ukraine, hier geht es um den Krieg der Ewigen.

    Wilhelm 26.12.2022
  • Jeder der sich auf Seite Putins positioniert, der sollte sich mal ernsthaft hinterfragen, ob die Selbstverortung als Patriot oder Nationalist noch stimmig ist, denn einer der Hauptgründe für den Holodomor, war die ukrainische Nationalbewegung, welche damals in Opposition zu Stalin stand & eliminiert werden sollte.
    Putins Familiengeschichte spielt auch eine wesentliche Rolle.

    Michael 12.12.2022
  • Was ist denn der Grund warum Russland dort einmarschiert ist? Und mit Holodomor wird weiter die Stimmung angeheizt. Warum hat es die ganzen Jahre keinen Interessiert? Es ist wieder mal gelungen Länder in den Krieg zu ziehen die vorher keine Probleme hatten.

    Wilhelm 10.12.2022
    • „Es ist wieder mal gelungen Länder in den Krieg zu ziehen die vorher keine Probleme hatten.“ … ist eine steile Behauptung unter einem Artikel der den Holodomor thematisiert.

      Redaktion 10.12.2022
  • Die Leute die sich hier auf dieser Seite so stark für das Geschehen in der Ukraine machen werden irgend wann auch begreifen das hier was falsch läuft.
    Man könnte glauben das hier Selenskyj persönlich schreibt.
    Meines Erachtens fehlt der totale Überblick.

    Wilhelm 08.12.2022
    • Wo fehlt der Überblick den Holodomor als das zu bezeichnen was er war? Wer glaubt, dass hier Selenskyj persönlich schreibt, der hat sich offenbar nicht mit Selenskyj und seiner Politik, gerade auch vor dem Kriege beschäftigt. Man könnte sogar sagen, es fehlt der Überblick…

      Redaktion 08.12.2022

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