Alexei Nawalny: Russischer Anti-Korruptionskämpfer offenbar ermordet

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Der russische Dissident Alexei Nawalny ist in einer Haftanstalt des Putin-Regimes ums Leben gekommen. Der Einwanderungsgegner war von den Kremlschergen aufgrund von nationalistischen Positionen als „Extremist“ inhaftiert worden. Sein plötzlicher Tod deutet auf einen Mordanschlag hin. Nawalny hatte bereits einen vorangegangenen Mordanschlag nur knapp überlebt. Der Anwalt hatte sich unerschrocken gegen Korruption eingesetzt. Das wurde ihm im Khanat des KGB-Offiziers nun offenbar zum Verhängnis.

 

Mafia-Staat Russland

„Extremismus“ – für diesen schwammigen Vorwurf wurde Alexei Nawalny inhaftiert. Weiterhin lautete die Anklage auf „Wiederholung von Nazi-Ideologien“. Um es vorweg zunehmen: Auch in der BRD wäre Nawalny wohl inhaftiert worden. Wenn deutsche Systemmedien also Solidarität mit Nawalny fordern, dann heucheln sie. Denn Nawalny war definitiv kein liberaler Musterdemokrat, wie er gerne dargestellt wird. Doch im Mafia-Staat Russland zahlen Systemkritiker für ihren Mut mit dem Leben.

Nawalny wurde 1976 in Butin im Oblast Moskau geboren. Er war gelernter Rechtsanwalt und begann Anfang des vergangenen Jahrzehnts damit, Korruption in Russland aufzudecken. Schon im Dezember 2011 hatten 45 Verfahren wegen Korruption, die auf Anzeige Nawalnys hin eröffnet worden waren, dem russischen Staat knapp 40 Milliarden Rubel eingebracht. Doch Korruption reicht in der Russischen Föderation bis in höchste Kreise. Insbesondere der selbstherrliche Mongolen-Zar Wladimir Putin bereichert sich fröhlich am russischen Volk. So deckte Nawalny auf, wie beim Erdöl-Konzern Transneft vier Milliarden US-Dollar, offenbar unter Koordination von Putin, veruntreut worden waren. 2016 versuchte Nawalny, Putin wegen Korruption vor Gericht zu zerren, weil der russische Staat Zahlungen an den Konzern Sibur leistete, an dem Putins Schwiegersohn mit zirka 17 Prozent beteiligt ist. Außerdem drehte Nawalny eine Dokumentation über Putins Protzpalast am Schwarzen Meer, der über eine Milliarde Euro gekostet haben dürfte.

Doch Nawalny war eben nicht nur ein Kämpfer gegen Korruption. Ebenso setzte er sich gegen Masseneinwanderung ein. Was treudoofe Putin-Versteher vergessen, ist der Umstand, dass auch Nationalisten in Russland zu den Verfolgten des Regimes gehören. Erinnert sei an dieser Stelle an Maxim Tesak, der ebenfalls in russischer Haft unter mysteriösen Umständen ums Leben kam. 2007 war Nawalny Mitbegründer der Partei Narod (Das Volk), die sich hauptsächlich mit der Frage der Migration beschäftigte. Seine Bewegung befand sich in einem Bündnis mit der „Bewegung gegen illegale Einwanderung“ und „Großrussland“. Für Aufsehen sorgte er auch, als er Kaukasier mit Kakerlaken verglich.

Ein Vergleich, der allein ausgereicht hätte, um ihn in der BRD hinter Schloss und Riegel zu bringen. Er beteiligte sich auch am „Nationalistischen Marsch“ in Moskau, eine Demonstration, auf der die Entfernung von Lenin aus dem Mausoleum und die Entfernung von Einwanderern aus Zentralasien gefordert wurde. Noch 2013 sympathisierte Nawalny mit der Bewegung gegen Einwanderung. Im Jahre 2020 zeigte Nawalny jedoch auch Sympathien für die Black-Lives-Matter-Bewegung, sodass ein gespaltenes Gesamtbild Nawalnys zurückbleibt.

Davon unbelassen zeigen Haftbedingungen und Sterben des Anwalts auf, warum der Kampf gegen den russischen Imperialismus mit aller Entschiedenheit geführt werden muss und dafür jeder Euro westlicher Hilfspakete nicht verschwendet ist. Das Regime des Khans am Zarenthron ist ein verkommener und korrupter Sumpf und die „Entnazifizierung“ der Ukraine ist keine „Befreiung“.

1 Kommentar

  • Der Kremltreue AfD Politiker Tino Chrupalla, hat die Witwe des verstorbenen Nawalny verunglimpft. Er nannte ihre Ansprache nach der Ermordung unverschämt eine ´´Inszenierung.´´ Das spiegelt wieder einmal mehr, den Geist dieser schein Alternative wieder. Diese 5 Kolonne des Kreml ist nicht nationalistisch sie sind noch nicht einmal echte Patrioten, sondern Putin geile Knechte! Möge der Nationalist Nawalny in Frieden ruhen, und sein Opfer nicht vergeblich gewesen sein. PS: 3. Weg statt AfD!

    Martin 21.02.2024
  • Es gibt viele europäische Nationalisten und leider auch Deutsche, die Putin als Retter gegen die Neue Weltordnung betrachten, obwohl er ein Tyrann ähnlich Stalin ist. Hoffen wir, dass das russische Volk diesen Diktator mit der Zeit loswerden wird, denn ein korruptes Land wie Russland verdient gute Zukunftsperspektiven, wenn es von so vielen Anomalien befreit ist, die sein Herz verderben.

    Roberto 20.02.2024