Lalendorf (Rostock): Sowjet-Denkmal von Unbekannten attackiert

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In Lalendorf im Landkreis Rostock ist ein Sowjetdenkmal von Unbekannten mit Farbbeuteln attackiert worden. Bei dem Denkmal, einem T-34-Panzer auf einem Sockel, handelt es sich um das letzte Panzerdenkmal in Mecklenburg-Vorpommern. Offenbar handelte es sich bei der Aktion um eine antikommunistische und antiimperialistische Tat, die auch ein Protest gegen die russische Invasion in der Ukraine darstellen könnte. Während in Polen, im Baltikum und in der Ukraine zahlreiche Sowjet-Kultstätten kompromisslos entfernt werden, wird in Deutschland bolschewistischer Ballast noch immer geschont. Die Partei „Der III. Weg“ lehnt die Verklärung des mörderischen Kommunismus als die Ideologie der angeblichen „Befreier“ ab und spricht sich daher für die Entfernung kommunistischer Symbolik aus dem öffentlichen Raum aus.

 

Bürger haben Sowjetkult satt!

Auf einem Podest, das Kanonenrohr empor gereckt, steht im beschaulichen Lalendorf ein T-34-Panzer. Der Panzer war 1945 an der sowjetischen Eroberung Berlins beteiligt und ging nach dem Krieg in den Bestand der Nationalen Volksarmee (NVA) über. Die stellte den Panzer 1975 außer Dienst und so wurde der Panzer zum Denkmal umgewidmet. Er sollte von nun an als Aufmarschort für „Gedenkfeiern“ des SED-Regimes zu Ehren ihrer Lehnsherren in der Sowjetunion dienen. Bis 1989 wurden derartige Feiern durchgeführt. Nach dem Zusammenbruch der DDR sollten die Bürger Lalendorfs über den weiteren Verbleib des Denkmals entscheiden. Der örtliche Gemeinderat sprach sich am 20.Oktober 1992 für den Erhalt des Denkmals aus und so blieb der Panzer zunächst stehen. Heute stellt er das letzte Panzerdenkmal in Mecklenburg-Vorpommern dar.

Doch nach und nach schwindet offenbar die Zahl der Sowjetnostalgiker und so regt sich nun auch Widerstand gegen die Überreste des Besatzerkultes. Passend zum Jubiläum des Kriegsendes haben unbekannte Täter das Denkmal in Lalendorf mit gelben und blauen Farbbeuteln attackiert. Getroffen wurde die der Bundesstraße zugewandte Seite des Panzers.

Der Zeitpunkt der Tat könnte auf eine antikommunistische Aktion hindeuten. Die Farben blau und gelb lassen jedoch darauf schließen, dass die Tat auch als Protest gegen die neobolschewistische Invasion Russlands in der Ukraine gewertet werden kann. Während in vielen östlichen Ländern Europas an einer Entstalinisierung gearbeitet wird und Sowjetdenkmäler abgerissen werden, tut sich in Deutschland wenig. Denkmäler wie das Sowjet-Ehrenmal in Berlin-Treptow werden vor allem auch von AfD-Politikern als des Kremls treueste Schoßhündchen verteidigt. Die Partei „Der III. Weg“ setzt sich für den Abriss aller Sowjet-Ehrenmäler ein! Weder war der 8. Mai 1945 eine Befreiung Deutschlands, noch sollen jemals wieder moskowitische Truppen eines Kreml-Zaren in Europa Fuß fassen können!

1 Kommentar

  • Slava Ukraini !

    Hendrik 23.05.2024

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