Gemeinde Löhnberg ist zahlungsunfähig

Bildquelle: © Emha / Wikimedia Commons / CC-BY-SA-3.0-DE, Loehnberg laneburg 20100917, CC BY-SA 3.0 DE

Hoch oben thront sie, die alte Schlossruine Laneburg in Löhnberg. Sie liegt im mittleren Lahntal zwischen der alten Reichsstadt Wetzlar und Weilburg. Imposant anzusehen, wenn man zum Beispiel mit dem Paddelboot die Lahn abwärts treibt, oder mit dem Rad an deren Fuße die hessischen Sehenswürdigkeiten bewundert. In der Nähe der Burg existierte bereits 500 n. Chr. die fränkische Siedlung Heimau. Die Laneburg wurde 1321–1324 auf dem Felssporn des Schletsberges errichtet. Gegen Ende des Zweiten Weltkrieges zerstörte eine Fliegerbombe den Treppenturm und das Gewölbe des Weinkellers.

Im Zuge von Sanierungsarbeiten (um 2000) wurde das Burggelände zum Schauplatz eines archäologischen Fundes, dem „Münzschatz der Laneburg“. Er umfasst 211 Silbermünzen und setzt sich aus Sorten verschiedener Währungen zusammen.

Doch selbst dieser Münzschatz, der dauerhaft in der Sparkasse zu Löhnberg ausgestellt ist, dürfte die Gemeinde nicht aus ihrer finanziellen Notlage befreien können. Die Höhe der Schulden liegen allerdings genauso im Dunkeln, wie der Silberschatz all die Jahre. Genaue Angaben über den Schuldenstand kann das Regierungspräsidium nicht machen und verweist auf die Gemeinde. Doch diese teilte mit, daß sie über die Höhe des Schuldenstands „aktuell nichts sagen“ könne.

In der Vergangenheit wurden etliche Projekte, trotz Schutzschirm der Gemeinde, durchgeboxt. Der Kommunale Schutzschirm Hessen ist ein Programm zur Teilentschuldung von Städten, Gemeinden und Kreisen mit einer überdurchschnittlich schlechten Haushaltslage. Das neue Dorfgemeinschaftshaus mit zwei Sportplätzen zum Beispiel schlägt allein mit Gesamtkosten von 5,6 Millionen Euro zu Buche. Leuchtturmprojekte wie u. a. der Aussichtsturm, ein Bronze-Stadtmodell oder der Münzprägeautomat ließen Löhnberg immer weiter, trotz Entschuldung durch Hessenkasse und Rettungsschirm, in die Miesen rutschen. Und was sagt Bürgermeisters Dr. Frank Schmidt (SPD) dazu? Erstmal nichts, denn der ist offiziell im Krankenstand. Sein Stellvertreter Udo Jung (SPD)? Auch nichts. Denn der ist während der jüngsten Parlamentssitzung zurückgetreten. Also bleibt den Löhnbergern nur die Suche nach einem weiteren Silberschatz oder einem fähigen Bürgermeister.

Eine erste Maßnahme zur Entschuldung wäre die sofortige Schließung aller Asylantenheime in Löhnberg und seiner Ortsteile. Das wäre eine Maßnahme zum Wohle der Stadtkasse und zum Wohle der heimischen Bevölkerung.

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