Juden in der Bundeswehr: Militärrabbinat gegründet

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Die Bundeswehr befindet sich in einem bedauernswerten Zustand. Kaum Munition, Hubschrauber, Panzer und Flugzeuge kaum einsatzfähig und ein Mangel an Rekruten. Wichtige Probleme werden nicht angegangen, dafür gibt es jetzt ein Militärrabbinat. Der Budapester Jude Zsolt Balla wird nun oberster Ansprechpartner für die gerade einmal rund 300 Juden in der Bundeswehr sein. Er soll dafür sorgen, dass die religiösen Bedürfnisse von Juden in der Truppe vollumfänglich befriedet werden. Wie kommt koscheres Essen an die Front? Können Juden ihre Kippa tragen? Fällt der Dienst eines Juden auf den Schabbat? Die Kosten gehen in die Millionenhöhe. Die Partei „Der III. Weg“ lehnt Steuergeldverschwendungen wie das Militärrabbinat entschieden ab und spricht sich für die Aufrüstung des Heeres aus.

 

 

„Eine lebendige jüdische Militärseelsorge tut uns gut.“

Sozialdemokrat und Verteidigungsminister Boris Pistorius ist erfreut: Die Bundeswehr hat nun ein Militärrabbinat. Die Pläne dafür existieren schon seit einigen Jahren. Am 2. April 2019 hatte die Bundeswehr erklärt, Militärrabbiner für die jüdischen Soldaten der Bundeswehr einführen zu wollen. Der Ankündigung folgten Taten und am 21. Juni 2021 wurde Zsolt Balla der erste Militärrabbiner der Bundeswehr. Er wurde in Budapest geboren, hat von 2002 bis 2009 die Talmud-Hochschule „Beis Zion“ in Berlin besucht und absolvierte danach das Rabbinatsstudium am orthodoxen Hildesheimer’schen Rabbinerseminar zu Berlin. Er ist der Ober-Rabbi für die etwa 300 Juden in der Bundeswehr. Zum Vergleich: Insgesamt dienen 180.000 Soldaten in der Truppe.

In einer feierlichen Zeremonie wurde das Militärrabbinat eröffnet. Eine Tora-Rolle wurde in das Gebäude getragen. Verteidigungsminister Boris Pistorius erschien mit Kippa, der Präsident des Zentralrats der Juden Josef Schuster war ebenfalls vor Ort. Das Gebäude des Militärrabbinats befindet sich in guter Lage in Berlin-Mitte, eine Straßenecke vom Leo-Baeck-Haus, dem Sitz des Zentralrats der Juden entfernt. Ganze 50 Dienstposten sollen hier künftig errichtet werden, also kommt auf sechs Soldaten ein Dienstposten. Damit soll aber noch nicht Schluss sein, geplant ist auch, die jüdischen Strukturen in der Bundeswehr weiter auszubauen. So sollen in Hamburg, Köln, Leipzig, München und Schwielowsee bei Potsdam weitere Militärrabbiner den Dienst aufnehmen. Pistorius begrüßte das und erklärte in einer Rede: „Die Jüdische Militärseelsorge hat einen festen Platz in der Truppe“ und „Eine lebendige jüdische Militärseelsorge tut uns gut.“

Der Militärrabbiner soll die religiösen Bedürfnisse der Juden in der Bundeswehr befriedigen. Ein Beispiel ist Oberstabsgefreiter Johannes Baranski vom Taktischen Luftwaffengeschwader 71 „Richthofen“ im niedersächsischen Wittmund. Er soll Ende Juli an einer Luftkriegsübung im Pazifik teilnehmen. Ihn beschäftigt vor allem eine Frage: „Wie kann ich mich bei diesem Einsatz koscher ernähren?“ Für viele Juden ist es ein Tabu, Soldat in der Bundeswehr zu sein. Was treibt nun Baranski an? Er will „die Verfassung“ schützen und will sich für „die Werte seines Heimatlandes“ einsetzen. Als stellvertretender Vorsitzender des „Bundes Jüdischer Soldaten“ ist es ihm zudem ein Anliegen, dass Juden ihren Glauben in den Streitkräften frei ausleben können.

Die Eröffnung des Militärrabbinats ist nicht nur für Pistorius ein Grund zum Feiern, sondern auch für die Presse ein wichtiges Ereignis. So berichteten Süddeutsche Zeitung, Deutsche Welle und der Tagesspiegel über die Einweihung. Was jedoch großzügig ausgelassen wird, ist die Frage nach den Kosten für die „lebendige jüdische Militärseelsorge“. 2020 wurden die erwarteten Ausgaben für das Militärrabbinat mit stolzen 4,67 Millionen Euro jährlich beziffert.

Vor dem Hintergrund mangelhafter Verteidigungsbereitschaft Deutschlands ist es ein Skandal, dass die Bundeswehr ein Rabbinat und nicht Panzer, Kriegsschiffe, Raketenwerfer und Kampfjets einweiht. Die Partei „Der III. Weg“ steht für eine wehrhafte Heimat und kämpft gemäß Punkt 8 des Parteprogramms für ein Heer, auf das man wieder stolz sein kann. Für ein Deutschland, das maßgeblich zur Verteidigung Europas beitragen kann und sich nicht für die Interessen einer kleinen, wurzellosen Clique einsetzt!

1 Kommentar

  • Die „Verfassung“ und die „Werte des Landes“ schützen; ganz das Geschwafel der Demokraten. Übertragbar auf die gesamte BW? Allen geht es immer nur um den Schutz vorgenannten und des Staates- nie um die Menschen / Volk.

    VoSo 11.07.2024
  • Als Anfang werden also 300 Bundeswehrjuden von 50 Dienstposten betreut.
    Ein Vergleich: Hier werden 700 Plegebedürftige ältere Menschen von 1 Person halbjährlich verpflichtend beraten, da Geld und Mittel fehlen.

    VoSo 11.07.2024
  • Hätte ich den Artikel nicht auf Eurer Seite gelesen und wüsste ich nicht genau, dass heute der 11.07.24 und nicht der 01.04 ist, ich würde es nicht glauben.
    Ich dachte das eine Steigerung des Schwachsinns in diesem Lande nicht mehr möglich ist.
    Und wieder wurde ich eines Besseren belehrt.
    Absolut unfassbar!

    Ralf 11.07.2024
  • Sehr mutig so einen Artikel, vor allem mit dem abschließenden Satz zu veröffentlichen. Ja viel darf man durch die Meinungsverbote nicht dazu sagen, außer es dient wieder mal fremden Interessen, nur nicht dem Deutschen Volke was für eine Schande! Aber von diesem Volksfeindlichen System dass sich auf sein Endstadium der Dekadenz und des Zerfalls zubewegt, braucht einen keine neue Entartung und Erniedrigung mehr zu Schocken. Unsere Zeit wird kommen, es lebe der DEUTSCHE SOZIALISMUS!

    Martin 11.07.2024
  • Wahnsinn, Gut dass euch gibt. Liebe Grüße aus Worms

    Eduard Giosu 11.07.2024

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