
Wagenknecht jedenfalls ließ mit juristischen Schritten nicht lange auf sich warten und die Unterlassungserklärung, die der grüne Saubermann auch sogleich unterzeichnet hatte, lag auf dem Tisch.
Ernstgemeint waren die Vorwürfe Habecks gegenüber Wagenknecht keineswegs. Als würde es einem Bonzen der Systemparteien ernstlich zuwider gehen, wenn sich jemand als Volksverräter dienlich macht, sind sie letzteres doch allesamt. Ja, vielmehr ist jener dunkelmännisch-verräterische Charakterzug doch zwingend geboten zum Besteigen der modrigen Karriereleiter, die ihnen das BRD-System bereithält und die sie so begierig ergreifen.
Ein weiterer Beweis hierfür – als hätte es eines solchen noch bedurft – ist das politische Puppentheater, mit welchem die Ministerpräsidenten von Sachsen und Brandenburg, sowie der Thüringer CDU-Chef das deutsche Volk derzeit anzuwidern gedenken.
Die Puppen: Michael Kretschmer (CDU), Dietmar Woidke (SPD), Mario Voigt (CDU). Die Puppenspielerin: Sahra Wagenknecht.
Alle drei Herren ließen sich bereits – gestanden wie sie nun einmal sind – von der Roten Herrin nach Berlin zitieren, um vor deren großen Schreibtisch um ihre Mitarbeit bei den Landesregierungen zu betteln. Und betteln müssen die gestandenen Herren, denn sie alle brauchen die rote Herrin und ihr Bündnis. Woidke (SPD) braucht das Bündnis mit dem BSW zum Regieren; Kretschmer (CDU) muß nicht nur um die rote Herrin, sondern auch noch um die Gunst der SPD feilschen; und Voigt (CDU) braucht, um die AfD in Thüringen mit einer Mehrheit auszumanövrieren, nicht nur das BSW, sondern auch noch die SPD und die Linkspartei.
Doch die rote Herrin hat ihren Preis. Sie möchte für ihre Gunst eine Gegenleistung. So müssen sich alle Koalitionspartner deutlich gegen die Stationierung von US-amerikanischen Mittelstreckenraketen in der BRD aussprechen. In jedem Koalitionsvertrag müsse zudem vermerkt sein, daß man „an die Bundesregierung appelliere, nicht weiter auf die militärische Karte und auf Waffenlieferungen zu setzen“. Ein Waffenstillstand in der Ukraine und die Einstellung von Waffenlieferungen an diese stehen für Wagenknecht klar im Vordergrund – und dies fordert sie auch von ihren Koalitionsvasallen. Schon oft ist sie in der Vergangenheit als eiserne Verteidigerin des Großkhans Putin aufgefallen. Noch am 20. Februar 2022 – vier Tage vor dem Einmarsch der russischen Truppen in die Ukraine – behauptete sie, es stehe kein Einmarsch bevor und der Großkhan habe berechtigte Sicherheitsinteressen gegenüber der angeblich aggressiven NATO. Und auch während der Großkhan wütet, nimmt sie ihn weiterhin in Schutz und schiebt die Schuld anderen zu. Als Putin forderte, daß die Ukraine bei einem Friedensabkommen über ein Fünftel des Staatsgebietes an ihn abzutreten habe, war dies für die rote Herrin eine nachvollziehbare Forderung. Doch man wage es nicht, sie als vom Großkhan gekauft zu bezeichnen! Dies tut sie vorgeblich nämlich nur aus aufrichtiger Liebe zum Khan am Zarenthron.
All dies ist nun kein Grund für die drei oben genannten Herren Woidke, Kretschmer und Voigt, sich Wagenknecht anzubiedern. Am 03. Oktober veröffentlichten die drei gemeinsam einen Gastbeitrag in der Frankfurter Allgemeine unter dem Titel „Wir wollen eine aktivere diplomatische Rolle Deutschlands“, in welchem sie die Forderung ihrer Herrin erfüllen und für einen Waffenstillstand in der Ukraine plädieren. Sie zitieren ihre Wahl-Partnerin sogar fast wörtlich mit dem Satz: „Die Bundesregierung muß ihre außenpolitische Verantwortung durch mehr erkennbare Diplomatie aktiver wahrnehmen.“
Vielleicht wird es genügen, um das Wohlwollen der roten Herrin zu gewinnen und sich einen Platz am systempolitischen Futtertrog zu ergattern.
Doch die drei mögen aufpassen. Die Liebesgrüße an Wagenknecht könnten mit Liebesgrüßen aus Moskau beantwortet werden, welche bekanntlich einen bleiernen Geschmack haben. Unsere nationalrevolutionäre Bewegung steht hingegen für die Festung Europa; für ein Europa in Waffen. Der Punkt 8 unseres Parteiprogramms „Kein deutsches Blut für fremde Interessen“ gilt selbstverständlich für alle Konflikte, die die europäische Völkergemeinschaft unseres Kulturkontinents nicht tangieren, nicht jedoch, wenn die innerasiatische Steppe aus dem Osten erneut ihr Haupt drohend gegen uns erhebt. Deutschlands Sicherheitsinteressen sind in der Gegenwart gleichzeitig auch europäische Sicherheitsinteressen. Im Falle einer militärischen Bedrohung Europas durch einen raumfremden, imperialistischen Aggressor muss sich daher auch Deutschland verpflichtet fühlen, seinen Beitrag zur Aufrechterhaltung europäischer Solidarität und zur Abwehr der Gefahr zu leisten, sei es durch logistische oder durch militärische Hilfe.













