Hamburg: Umstrittener Erzbischof wettert gegen Asyl-Verschärfungen

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Der Hamburger Erzbischof Stefan Heße hat sich gegen eine Verschärfung der Asyl-Gesetze ausgesprochen. Er beklagte einen „Überbietungswettbewerb der Härte“ durch die Politik. Heße will hingegen Hürden bei der Integration in den Arbeitsmarkt abbauen. Erzbischof Heße erlangte durch einen Skandal über den Umgang mit sexualisierter Gewalt an Kindern zu unrühmlicher Bekanntheit. Die Partei „Der III. Weg“ spricht sich für geschlossene Grenzen und massenhafte Abschiebungen aus.

 

Erzbischof verteufelt Asyl-Verschärfungen

Der Hamburger Erzbischof Stefan Heße hat sich gegenüber der Osnabrücker Verlagsgruppe Bistumspresse zum Thema Asyl geäußert. Heße will einen „Überbietungswettbewerb“ etablierter Politiker in Sachen Härte wahrgenommen haben. Manche Politiker würden vor dem „Grundrecht“ auf Asyl keinen Halt machen. Es sei „brandgefährlich“, mit „schnellen und einfachen Lösungen falsche Erwartungen zu wecken.“ Gekürzte Sozialleistungen, verschärfte Abschiebungsmaßnahmen und nationale Abschottung würden keinen Effekt erzielen. Ungeachtet von Messerattacken, Parallelgesellschaften und Vergewaltigungen behauptet Heße: „Menschen, die hier eine neue Heimat suchen, wollen sich integrieren.“ Daher spricht sich Heße dafür aus, die Integration in den Arbeitsmarkt zu erleichtern. Hintergrund von Heßes Auslassungen sind die Debatten zahlreicher Systempolitiker infolge des Anschlags von Solingen.

Stefan Heße ist ein typischer Vertreter einer immer liberaler gewordenen Amtskirche. So forderte er schon im August 2015 eine Liberalisierung der katholischen Sexualmorallehre. Die Kirche solle es wertschätzen, wenn in homosexuellen Beziehungen Treue und Verlässlichkeit gelebt würden. Vier Jahre später veröffentlichte er mit dem Bischof Franz-Josef Bode einen Brief, in dem er sich für einen offeneren Umgang der Kirche mit Homosexuellen aussprach.

Für Schlagzeilen sorgte er im Oktober 2020: Damals berichteten Frankfurter Allgemeine Zeitung und Bild, dass Heße, damals noch Leiter der Personalabteilung in Köln, einen Priester, der seine drei Nichten missbraucht haben soll, „der kirchlichen wie auch indirekt der weltlichen Strafverfolgung entzogen“ habe. Vertreter einer Betroffeneninitiative und Kirchenrechtler legten Heße den Rücktritt als Hamburger Erzbischof nahe. Infolge eines Missbrauchsgutachtens wurden Heße 2021 elf Pflichtverletzungen zur Last gelegt. Nachdem Heße zunächst jede Schuld weit von sich gewiesen hatte, bat er am 18. März 2021 letztlich doch Papst Franziskus von der Entbindung von seinen Aufgaben. Der gewährte Heße zwar zunächst eine Auszeit, lehnte den Rücktritt Heßes jedoch ab. Und so nahm Heße seine Amtsgeschäfte wieder auf und gilt nun in der Kirche offenbar wieder als moralische Instanz.

Fälle wie der von Stefan Heße stehen exemplarisch für den mehr als fragwürdigen Umgang der katholischen Kirche mit sexuellem Missbrauch von Kindern. Es verwundert daher nicht, dass die Zahl der Kirchenaustritte sich auf einem konstant hohem Niveau bewegt. Die politischen Äußerungen Heßes fügen sich ins Gesamtbild. Der Niedergang der Amtskirchen ist nur zu begrüßen!

Mit Blick auf die Themen Migration und Asyl befindet sich die Partei „Der III. Weg“ im deutlichen Gegensatz zu Heße und seiner kirchlichen Amtskollegen. Pull-Faktoren, wozu unter anderem ein großzügiges Asylrecht, vor allem aber spärliche Abschiebungsraten zählen, befördern selbstverständlich Asylmissbrauch. Sichere Grenzen und konsequente Abschiebungen müssen aber ohnehin vorrangig vom deutschen Standpunkt aus gewertet werden. Deutschland muss das Land der Deutschen bleiben und deutsche Interessen müssen vorderrangig verfolgt werden. Daher müssen gemäß Punkt 4 unseres Parteiprogramms Grenzen geschützt und kriminelle und arbeitslose Ausländer abgeschoben werden! Dem Einfluss einer volksfeindliche Kirche müssen zudem klare Grenzen aufgezeigt werden. Niemals dürfen die Lebensinteressen unseres Volkes hinter dem Samaritertum einer universalistischen und die Naturgesetze negierenden, gleichmacherischen Christenlehre zurückstehen.