
Am 1. Mai organisierte die nationale Bewegung Sinimusta Liike (Blau-Schwarze Bewegung) im finnischen Tampere eine nationalistische Alternative zum traditionellen 1. Mai – einem Feiertag, der in Finnland oft auch „Valborg“ (Vappu) genannt wird. Der von den finnischen Nationalisten gewählte Veranstaltungsname Valkoinen Vappu (Weißer Valborg) bezieht sich nicht auf die Hautfarbe, sondern ist ein Begriff im Gegensatz zum „roten 1. Mai“, der sich auf den Bürgerkrieg in Finnland 1918 zwischen den sozialistischen „Roten“ und den konservativen und nationalistischen „Weißen“ bezieht. Anders als in Schweden oder Deutschland umfasst die Walpurgistagsfeier in Finnland nicht nur den Vorabend der Walpurgisnacht, sondern auch den 1. Mai.
Die Veranstaltung begann am Jugendtorget in Tampere, an dem Toni Jalonen, Emmi Sipilä und Valtteri Pehkonen verschiedene Reden hielten. Außerdem sprach Tuukka Kuru, der Anführer der Blau-Schwarz-Bewegung.
Anschließend zog ein Demonstrationszug durch die Innenstadt von Tampere, teilweise gefolgt von einer Menge Linksextremisten, die vergeblich versuchten, die Ordnung zu stören. Einige von ihnen bewarfen die Nationalisten mit Eiern und Leuchtraketen. Die Polizei nahm einige linksextreme Unruhestifter fest.
Die Blau-Schwarze Bewegung will ins finnische Parteienregister zurückkehren

Die Blau-Schwarze Bewegung erhielt vom finnischen Justizministerium zunächst im Juni 2022 die Erlaubnis, sich als politische Partei registrieren zu lassen.
Im Jahr 2023 beantragte das Ministerium jedoch beim Obersten Verwaltungsgericht die Löschung der Partei aus dem Register mit der Begründung, ihr Parteiprogramm sei mit dem Verfassungs- und Menschenrecht unvereinbar. Im darauffolgenden Jahr strich das Gericht die Organisation vorläufig aus dem Register.
Der Wahlverwaltungsdirektor des Justizministeriums Jääskeläinen bestätigte kürzlich, daß die Blau-Schwarze Bewegung die für die Registrierung erforderlichen 5.000 Unterstützungsunterschriften gesammelt habe und es keine rechtlichen Hindernisse für eine erneute Registrierung als Partei gebe. „Die Regeln und das allgemeine Programm der Gruppe wurden letztes Jahr überprüft. Sie wurden für akzeptabel befunden und es fehlten lediglich die Fanausweise“, sagte Jääskeläinen gegenüber Yle.
Die Blau-Schwarz-Bewegung basiert auf den Farben Blau und Schwarz von der Lapua-Bewegung, einer radikal nationalistischen und faschistischen Gruppe, die zwischen 1929 und 1932 in Finnland aktiv war.
Der finnische Ableger der Nordischen Widerstandsbewegung namens Suomen vastarintaliike wurde 2018 vom Innenministerium verboten.













