Ukraine-Krieg: Russischer Kinderraub hält ungebrochen an

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Im russischen Vernichtungskrieg gegen die Ukraine dauern die Entführungen des ukrainischen Nachwuchses ungebrochen an. Der Großkhan Putin, welcher sich weiterhin über jegliche Waffenruhen hinwegsetzt, verfolgt unnachgiebig sein Ziel, die ukrainische Identität vollständig auszulöschen und im Völkerchaos der Russischen Föderation aufgehen zu lassen. Tod durch Bomben und Granaten, Vertreibung, Entführung, Verdrängung durch die Ansiedlung asiatischer Bevölkerungsgruppen; dies sind die Werkzeuge Putins, welcher gemäß der Fieberphantasien einiger „Patrioten“ der Retter des Abendlandes sein soll.

Unlängst ist bekannt geworden, daß die entführten ukrainischen Kinder teils in russische Jugendstrukturen zwangsintegriert werden, welche militaristisch ausgerichtet sind. Eine dieser Organisationen ist die „Bewegung der Ersten“, in dessen Aufsichtsrat der Großkhan persönlich sitzt und die bereits über elf Millionen Mitglieder zählt. Diese Bewegung ist vor zwei Jahren nach dem Vorbild einer leninistischen Pionierorganisation aus Sowjetzeiten gegründet worden. Das russische Verteidigungsministerium hatte bereits 2016 Strukturen geschaffen, um in entsprechenden Lagern Jugendliche militärisch auszubilden.

Mittlerweile werden solche Lager auch schon auf ukrainischem Boden errichtet. Laut Tagesspiegel sollen schon ein paar tausend junge Ukrainer in solchen Lagern gegen ihr eigenes Volk umerzogen worden sein. Die Menschenrechtlerin Anastasija Worobjowa spricht in einer von ihr eigens erstellten Studie über die Vernichtung der ukrainischen Kinderidentitäten. Laut ihr nehme auch zunehmend der Druck auf ukrainische Eltern in den von Russland besetzten Gebieten zu, den eigenen Kindern das Erlernen der ukrainischen Sprache in der Schule zu verbieten. So sollen in der Region Saporischschja im Jahr 2023 18.000 Kinder die ukrainische Sprache erlernt haben, im Jahr 2024 schon nur noch 8000. Die Opferzahl des russischen Kinderraubes schätzt die Organisation Amnesty International auf mehrere Zehntausend.

Für die willensstarken ukrainischen Kinder und Jugendlichen, die nicht auf die Lügenpropaganda der Besatzer hereinfallen – und den hiesigen „Patrioten“ somit einiges voraushaben – wird eine besondere Behandlung bereitgehalten, wie die Direktorin der Eastern Human Rights Group, Wira Jastrebowa, in einem Gespräch mit dem Tagesspiegel berichtet. Diese Kinder werden in Psychiatrien zwangsbehandelt. Laut Jastrebowa waren im Jahr 2024 63 Jugendliche von dieser echt sowjetischen Methode betroffen. Immer mehr gewinnt der Putinismus an stalinistischen Zügen. Um so mehr müssen sich Europas Kulturnationen darum sorgen, wenn die Regierenden in Washington über Europas Kopf hinweg wieder auf Kuschelkurs zum Kreml gehen oder die Aufklärung der Verbrechen Moskaus gar vereiteln.