Entführte ukrainische Kinder: Löschte US-Außenministerium Daten?

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Im Zuge der russischen Invasion in der Ukraine sind zahllose Kinder in die Russische Föderation entführt worden. Die Kinder sollen nach dem Willen des Kremls „russifiziert“ und ihr Volksbewusstsein soll ihnen aberzogen werden. An der Yale University in den USA hat eine Forschergruppe Daten zu 35.000 Kindern gesammelt, um die russischen Kriegsverbrechen aufklären und die Rückführung der Kinder ermöglichen zu können. Nun wurde den beteiligten Forschern jedoch der Zugriff auf ihre Arbeit entzogen. Offenbar hat das US-Außenministerium die Daten gelöscht. In vorauseilendem Gehorsam hilft die Trump-Administration dem russischen Präsidenten Wladimir Putin bei der Verschleierung seiner Verbrechen.

 

Kriegsverbrechen: Zahllose Kinder entführt

Im Laufe der russischen Invasion in die Ukraine hat Russland mit der systematischen Entführung von Kindern begonnen. Dabei wurden beispielsweise Kinder aus Waisenhäusern, Gruppenhäusern, Pflegeheimen, Krankenhäusern und Internatsschulen nach Russland gebracht. Andere Kinder wurden aufgegriffen, als sie während ihrer Flucht vor den Kampfhandlungen von ihren Eltern getrennt wurden. Doch damit begnügt sich Russland nicht: Gegen Prämien konnten vermeintliche Familienfreunde oder Verwandte ihre Angehörigen an den russischen Staat ausliefern. Russland macht aus den Entführungen kein Geheimnis und spricht selbst von „Evakuierungen“ der Kinder. Wie viele Kinder so aus ihrer Heimat nach Russland gebracht wurden, ist unbekannt, doch der russische Staat spricht selbst von 700.000 „Evakuierungen“.

Für die ukrainischen Kinder beginnt mit ihrer Entführung nach Russland ein wahres Martyrium. Kinder, die wieder in ihr Heimatland zurückgeholt werden konnten, berichten von schlechten Lebensbedingungen, von Beschimpfungen, von Mobbing und sexueller Ausbeutung. Die Kinder werden unter massiven Druck gesetzt, um „russifiziert“ zu werden. So werden sie gezwungen, die russische Nationalhymne zu singen.

 

Die Schurkenregime in Moskau und Washington erneut in Eintracht

Nathaniel Raymond und seine Mannschaft vom Humanitarian Research Lab (HRL) an der Yale University haben es sich zur Aufgabe gesetzt, die russischen Verbrechen aufzuklären und den ukrainischen Behörden bei der Rettung der Kinder und der Strafverfolgung zu helfen. Dafür haben sie Beweise und Aufenthaltsorte von 35.000 ukrainischen Kindern in einer Datenbank hinterlegt. Doch, offenbar im Zuge der amerikanischen Annäherung an Russland unter Kremlfreund Donald Trump, wurde den Forschern nun der Zugriff auf ihre Arbeit verwehrt. Schon zuvor war es den Forschern untersagt worden, ihre Forschungsergebnisse, zu denen auch Satellitenbilder gehören, mit der EU und europäischen Behörden wie Europol zu teilen. Zum 28. März läuft die Finanzierung für das HRL aus. Doch laut Raymond haben die Forscher bereits jetzt keinen Zugriff auf die gesammelten Daten mehr. Das Außenministerium habe den Forschern den Zugriff entzogen. Offenbar wurde die Sammlung bereits gelöscht, gibt ein Insider an.

Unklar ist, ob diese Löschung ein Versehen oder pure Absicht war. Im Kontext der „Gespräche“ zwischen Trump und Putin und den gefährlichen Versuchen der Amerikaner, die Ukraine zur Kapitulation gegenüber dem Aggressor zu zwingen, spricht viel für eine bewusste Beihilfe zur Verschleierung der russischen Verbrechen. Dabei begehen die amerikanischen Behörden wohl sogar selbst ein Verbrechen. Das internationale Verbot zur Vernichtung von Beweismaterialien für Kriegsverbrechen untersagt genau solche Maßnahmen. Möglicherweise macht sich die Trump-Administration damit strafbar. Völlig gleichgültig, ob der Immobiliengauner im Weißen Haus von Moskau erpresst wird, ein KGB-Spion ist oder aus purer politischer Naivität die Kollaboration mit dem Kreml sucht, eines ist sicher: Europa kann auf solche „Verbündeten“ verzichten und muss sich nach fast 80 Jahren nun endlich aus der US-amerikanischen Vorherrschaft lösen.

1 Kommentar

  • Kinder; zu allen Zeiten die schwächsten und unschuldigsten Opfer im brutalen Machtspiel der Herrschenden!

    Ostland 28.03.2025