AfD-Bonzen wollen jungen Ukraine-Kämpfer aus Partei werfen

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Tim Schramm ist einer der sehr rar gesäten „guten Männer“ in der AfD. Als deutscher Freiwilliger hat er in der Ukraine mutig gegen den russischen Imperialismus gekämpft. In einer Partei, die geprägt ist durch „Putin-Versteher“ und „Russland-Freunde“, hat er sich damit mächtige Feinde gemacht. Der Landesvorstand von Nordrhein-Westfalen will nun den bisherigen Vize-Chef des Kreisverbands Wuppertal aus der Partei werfen. Maßgebliche Triebfeder ist dabei Hans Neuhoff, ein einflussreicher EU-Parlamentarier, der mit einer Frau aus dem afrikanischen Burkina Faso verheiratet ist. Die Partei „Der III. Weg“ steht weiterhin entschlossen hinter dem europäischen Abwehrkampf der Ukraine.

 

Schramm gegen Neuhoff

Tim Schramm ist jung, national; und er handelt, wo andere nur reden. Er ist das Gegenteil eines typischen Polit-Bonzen, der Intrigen ausheckt, nur auf die eigene „Karriere“ aus ist und eigene, vermeintliche Überzeugungen für eine heuchlerische Diplomatie über Bord wirft. Der 22-Jährige ist seit 2022 in der AfD und hat von März bis Juni dieses Jahres in der Ukraine für die europäische Sache gekämpft. Als Mörserschütze und Drohnenpilot stand er im Visier des moskowitischen Feindes, wurde beschossen und mit Drohnen attackiert. Er hat sein Leben nicht nur für die Ukraine, sondern auch für Europa und damit auch für Deutschland eingesetzt. Nicht für Geld und nicht aus Zwang, sondern aus purem Idealismus. In einem Interview mit der „Jungen Freiheit“ und „Nius“ gab Schramm als Motivation an, nicht nur Russland stoppen zu wollen, sondern auch „den Russen-Boomern innerhalb der AfD ein bisschen den Mittelfinger“ zeigen zu wollen. Als Vize-Chef des Kreisverbands Wuppertal ist er eher an der Basis der „Alternative für Deutschland“ anzusiedeln.

Professor Doktor Hans Neuhoff ist 66 Jahre alt. In jungen Jahren hat er, wo andere ihren Wehrdienst absolvierten, zärtlich die Violine und die Tabla gespielt. Seine musikalische Ausbildung absolvierte er nicht nur in Deutschland, sondern auch in Indien. So dürfte er schon früh seine Liebe für nicht-europäische Völker entdeckt haben. Nachdem er an der Freien Universität Berlin Indische Philologie studiert hatte, promovierte er über das indische Raga-System. Später konzipierte und organisierte er als Kurator der Fritz-Thyssen-Stiftung Musik- und Tanzprojekte mit Künstlern aus Indien, dem Vorderen Orient, afrikanischen und europäischen Ländern. 2015 war Neuhoff Tagungsteilnehmer einer Konferenz zu Weltmusik und Einwanderungskulturen. Dort forderte er, dass „Künstler mit Migrationshintergrund“ in Deutschland gefördert werden müssten, weil „kultureller Austausch“ wichtig sei. Den „kulturellen Austausch“ betreibt der Vater von drei Kindern wohl auch mit seiner afrikanischen Frau aus Burkina Faso. Nicht verwunderlich also, dass Neuhoff auch das antivölkische Konzept der „Leitkultur“ vertritt.

Nach seinem Eintritt in die AfD 2017 hat Neuhoff in der AfD schnell Karriere gemacht. Schon 2019 wurde er Mitglied der Bundesprogrammkommission und des Bundesfachausschusses „Außen- und Sicherheitspolitik“ der Partei. Da hatte er noch nicht einmal ein kommunales Mandat errungen. Im Februar 2022 zog er in den Landesvorstand Nordrhein-Westfalen der AfD ein. Im vergangenen Jahr zog er, auf Platz 8 der Europawahlliste der AfD weit oben platziert, in das Europaparlament ein. In der Causa Krah war Neuhoff einer der Befürworter eines Ausschlusses des AfD-Spitzenkandidates aus der AfD-Delegation. Zum Verhängnis innerhalb seiner Partei wurde Krah damals die Aussage, dass nicht alle SS-Männer „Kriminelle“ gewesen seien. Neuhoff ist ein typischer Repräsentant der AfD-Führungsriege. Er bestimmt nicht nur über das Programm der sogenannten „Alternative“ mit, sondern sitzt auch in den wirklich entscheidenden Gremien. Akteure wie Neuhoff sind den deutschen Rechten mit AfD-Symphatie kaum bekannt und sind doch die wahren Entscheidungsträger der Partei.

Der in Sachen „Dritte Welt“ bewandert und begeisterte Neuhoff gilt als williger Unterstützer Russlands. Russland, der große Geschäftspartner Indiens, Russland, der Unterstützer aller anti-weißen Aufstände in Afrika, Russland, die multikulturelle Nation mit dem asiatischen Gesicht. Neuhoffs Parteigenosse Rüdiger Lucassen sagt über ihn: „Mir ist kaum jemand bekannt, der sich so leidenschaftlich für den Sieg der Russischen Föderation einsetzt und so offen fordert, dass die Ukraine die weiße Fahne hissen soll.“

Als Tim Schramm aus dem Höllenfeuer der Front zurückkehrte, wollte ihn Papiertiger Schramm, der sich zwar nicht mit Gewehren und Granaten, dafür aber mit Violine und Tabla auskennt, über seine Version der Vorgeschichte des Ukraine-Krieges aufklären. Frontkämpfer Schramm musste sich dann wohl den üblichen Russenstuss über das vom „Westen“ so arg bedrohte Mütterchen Russland anhören. Die typische Argumentationslinie lautet, dass die NATO trotz gegenteiliger Absprachen immer näher an Russland herangerückt sei und sich Russland daher mit seiner Invasion in die Ukraine notgedrungen verteidigen musste. Was dabei völlig außer Acht gelassen wird, ist der Wille freier Völker. Die „russische Welt“ ist geprägt durch Willkür, Korruption und Armut. In Russland sind nicht nur Alkoholismus, sondern auch Drogenkonsum und Suizide weit verbreitet. Etwa ein Prozent der Bevölkerung sind AIDS-Kranke, ein Wert, der auf dem Niveau von Südafrika liegt. Tendenz kontinuierlich steigend. Nebenbei hat Russland eine der höchsten Abtreibungsraten Europas. 2022 gab es in dem vermeintlich „konservativen“ und „traditionellen“ Russland nach Angaben des stellvertretenden Vorsitzenden der Duma 1,5 Millionen Abtreibungen bei nur 1,3 Millionen Geburten. Während das Leben in Russland also schon erbärmlich ist, sieht es in den Vasallenstaaten der „russischen Welt“ nur noch schlechter aus. Kein Wunder also, dass sich immer mehr Völker aus dem russischen Joch befreien wollen.

Neuhoff glaubte offenbar, mit seiner Kreml-Propaganda Schramm bekehren zu können. Der 22-Jährige sollte nun eine Art Schweigeerklärung unterzeichnen. Darin heißt es: „Ich verpflichte mich, mich für die Dauer meiner AfD-Mitgliedschaft an keinerlei militärischen Handlungen fremder Streitkräfte mehr zu beteiligen; bis zum 31. Oktober 2026 auf Vorträge (auch parteiintern), Interviews und öffentliche Äußerungen zum Russland-Ukraine-Konflikt zu verzichten; von allen Parteiämtern zurückzutreten und für keine neuen Parteiämter bis 30. September 2026 zu kandidieren.“ Doch Schramm ließ sich nicht vor den russischen Karren spannen. Den „Maulkorberlass“ habe er nicht unterzeichnet. Gegenüber der WELT erklärte er: „Ich lag nicht buchstäblich im Schützengraben, um zu Hause vor geopolitischen Analphabeten wie Hans Neuhoff zu kapitulieren“.

Partei-Apparatschik Neuhoff ist empört über den jungen Soldaten, der sich nicht der landesverräterischen Linie von fast der gesamten Riege blauer Parteibonzen anschließen will. Gegenüber der WELT sprach er von einem „schwerwiegenden Verstoß gegen die Grundsätze der Partei“. „Das Handeln von Schramm entspricht dem von Mitgliedern der Neonazi-Kleinpartei Der Dritte Weg“, so Neuhoff weiter. Rückhalt hat Partei-Programmatiker und „Außen- und Sicherheitspolitiker“ Neuhoff unter seinen Kollegen im Bundesvorstand. Bei einer Telefonschaltung zur Sache Schramm sollen sich fast ausschließlich Gegner des Freiheitskämpfers zu Wort gemeldet haben. So bezeichnete beispielsweise der sachsen-anhaltinische Hardcore-Putinist Hans-Thomas Tillschneider Schramm als „Irren“. Die Mitgliedsrechte wurden Schramm bereits entzogen, sein Parteiausschluss dürfte wohl kaum noch aufgehalten werden.

Wenn Neuhoff das Handeln von Schramm mit unserer Partei „Der III. Weg“ vergleicht, dann hat er in doppelter Hinsicht Recht. Die nationalrevolutionäre Bewegung steht geschlossen hinter dem Freiheitskampf des ukrainischen Volkes gegen den russischen Imperialismus. Wir wollen keinen Fußbreit europäischen Bodens an das neobolschewistische Regime in Moskau verloren geben. Neben seiner geopolitischen Positionierung ist Schramm auch mit seinem mutigen und tapferen Einsatz ein Vorbild für einen Nationalrevolutionär. Auch unsere Jugend ist opferbereit und kompromisslos. Unsere Tugenden werden in der AfD, in welcher Duckmäusertum, Kriecherei, offener Landesverrat und demokratische Ränkespiele angesagt sind, nicht gefragt. Daher gibt es für uns auch nur eine echte Alternative zum feigen Spießertum: Die nationale Revolution! Kommt zu uns – werdet Nationalrevolutionär!

1 Kommentar

  • Ich hoffe, Herr Schramm zieht die richtigen Schlüsse aus dem Gebaren der „Alternative“ und schließt sich jenen Kräften an, welche wirklich für die Zukunft Deutschlands kämpfen. Das die AfD lediglich ein Türöffner für fremde Mächte darstellt, sollte doch mittlerweile jedem einigermaßen klar Denkenden bewußt sein.

    Ostland 25.07.2025
  • Das Positive:
    AfD hat einen richtigen Deutschen verloren, Der III. Weg, zumindest theoretisch, wohl gewonnen.

    dm 25.07.2025