Finnland: Aufmarsch am Unabhängigkeitstag in Helsinki

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Zeitgleich mit dem Salem-Marsch in Schweden fand eine Demonstration der Blau-Schwarzen Bewegung (Sinimusta liike) in Helsinki am finnischen Unabhängigkeitstag statt. Am 6. Dezember begingen Nationalisten in Finnland den Unabhängigkeitstag mit mehreren teils radikalen, teils patriotischen Veranstaltungen.

Die Blau-Schwarze Bewegung konnte sich trotz Diskriminierung und Repression durch die Behörden zum zweiten Mal als Partei in Finnland registrieren lassen. In den letzten Monaten zeigte sie regen Aktivismus und zog sowohl Anhänger als auch Gegner an, beispielsweise durch Lesungen an öffentlichen Orten wie Bibliotheken. Letztere trugen dort zu ihrer eigenen negativen Berichterstattung bei, was der Blau-Schwarzen Bewegung einen doppelten Erfolg bescherte.

Wie das Establishment die entstehende nationale Bewegung in Finnland behindert, ist ein Thema, das einen eigenen Artikel verdient hätte. Kurz gesagt: Der Verbotsgeist im Land ist so stark, dass Bewegungen, die den Behörden unbequem sind, an politischer Arbeit massiv behindert werden. Der ehemalige finnische Ableger der Nordischen Widerstandsbewegung wurde mit Begründungen verboten, die in keinem klaren Zusammenhang mit der geltenden Gesetzgebung standen. Die Blau-Schwarze Bewegung konnte im Zuge der Parteiregistrierung ausreichend Unterstützungsunterschriften sammeln und ihre Parteiprogramm abändern, um staatlicher Repressionen zu entgehen.

 

Finnland erwache

Als sich die Blau-Schwarz-Bewegung am Samstag, dem 6. Dezember 2025, um 16:00 Uhr finnischer Zeit auf dem Bahnhofsplatz in Helsinki versammelte, war deutlich zu erkennen, dass der Marsch „Suomi Herää“ (Finnland erwache) mehr Teilnehmer als im Vorjahr mobilisiert hatte. Das diesjährige Motto lautete „Rückwanderung oder Auslöschung“. Rund 350 Menschen marschierten vom Bahnhofsvorplatz durch das Zentrum Helsinkis zum Parlamentsgebäude, wo vier verschiedene Rednerinnen und Redner sprachen.

Die eingesetzte Polizei bewältigte die genehmigte Demonstration souverän und professionell. Ein Störenfried, der sich den Trommlern am Järnvägstorget genähert hatte, wurde umgehend entfernt.

Ein Moderator begrüßte die Zuschauer vor dem Parlamentsgebäude und der großen finnischen Flagge. Die erste Rednerin des Abends war Noora Ojamäki, die über die Situation im finnischen Gesundheitswesen sprach. Sie argumentierte, dass die während der Sparmaßnahmen und Kürzungen der Regierung aus dem Ausland geholten Pflegekräfte entlassen, und diese mit finnischen Pflegekräfte ersetzt werden sollten; selbst wenn dies bedeutet, ihnen ein höheres Gehalt als den importierten Arbeitskräften zahlen zu müssen.

Emmi Sipilä war die zweite Rednerin des Abends. Sie sprach darüber, wie wichtig es sei, sich daran zu erinnern, wie das Leben für die Finnen vor etwa 100 Jahren war und dass damals sicherlich nicht alles einfach gewesen sei. Was wir jedoch verloren hätten, sei die Verantwortung für unser eigenes Leben und das Gemeinschaftsgefühl, das in einer homogenen Bevölkerung existierte. Stattdessen seien diese Werte durch globalistische Phänomene wie Feminismus, „Menschenrechte“ und das Engagement für Palästina, Israel und die EU ersetzt worden. Sie schloss ihre Rede mit der Aussage, dass sie glaube, Finnland müsse wieder ein weißes Land werden, und wünschte dem Publikum einen schönen Unabhängigkeitstag.

Der dritte Redner des Abends war Lauri Hokkanen, Vorstandsmitglied der Blau-Schwarzen Bewegung. In seiner Rede ging es darum, wie die französische Neue Rechte und die Alt-Right-Bewegung Begriffe wie „weißer Völkermord“ und „Zwangsabschiebung“ teilweise zu „Remigration“ und „Menschenaustausch“ verwässert haben.

Der vierte und letzte Redner des Abends war Tuuka Kuru, der Anführer der Blau-Schwarzen Bewegung. Er sprach über zwei unterschiedliche politische Orientierungen: den liberalen Kapitalismus und den Kommunismus. Er erläuterte, wie diese beiden „brutal materialistischen Ideologien“ einen blutigen Bürgerkrieg gegeneinander führten, in dem beide Seiten den Menschen nur als „sterile Wirtschaftseinheit“ betrachte. Kuru erläuterte weiter, dass der geringe Nationalismus, den diese beiden Ideologien zuließen, lediglich als Ventil diene und dazu benutzt würde, Menschen zum Krieg zwischen verschiedenen Großmächten und ihren Interessen zu motivieren.

 

Er stellte weiter fest, dass die herrschenden Politiker der westlichen Welt einen Nationalstaat für ein Volk nur dann akzeptieren könnten, wenn dieses Volk größtenteils offen in eine Richtung arbeite, die den Interessen des eigenen Volkes zuwiderlaufe. Die Rede endete mit der Erklärung, dass die Blau-Schwarze Bewegung einen Staat, in dem Finnen als Minderheit unter Fremden im eigenen Land leben müssen, nicht hinnehmen werden. Kuru erklärte dem Publikum, es gäbe nur zwei Möglichkeiten: „Rückwanderung oder Untergang“. Er fragte die Anwesenden, welche Option sie bevorzugten, woraufhin ein Banner mit der Aufschrift „Rückwanderung oder Untergang“ entrollt wurde, während die Teilnehmer „Rückwanderung“ riefen und einige mit erhobenem rechten Arm salutierten.

 

Fackelmarsch 612

Um 18:30 Uhr fand im Anschluss an die Demonstration der Blau-Schwarzen Bewegung der patriotische Fackelmarsch 612 vom Töölö-Platz zum Friedhof von Sandudd statt, um Marschall Carl Gustav Mannerheim und der vielen anderen dort begrabenen gefallenen Soldaten zu gedenken.

In diesem Jahr ließ die Polizei die linksextremen Aktivisten nicht auf den Sammelplatz der Patrioten, so dass dieser – anders als im Vorjahr – planmäßig beginnen konnte. Viele Teilnehmer waren zwar froh, die linksextremen Aktivisten weder sehen noch hören zu müssen, doch viele waren unzufrieden darüber, dass der Zugang zum Platz nur über eine einzige Straße möglich war. Zahlreiche Menschen, die sich nicht auskannten, irrten um den Platz herum und versuchten, durch die unzähligen Polizeisperren zu gelangen. Auf ihre Nachfrage nach dem Weg stießen sie bei der Polizei auf Sarkasmus oder Schweigen. Entlang des Zuges waren vereinzelt Störrufe zu hören, und teilweise waren Störer hinter den Polizeisperren zu sehen.

Die finnische Polizei schätzte die Teilnehmerzahl des Marsches auf 700 Personen, was einen Anstieg gegenüber dem vorherigen Marsch darstellt. Die Organisatoren selbst gingen von über 1.000 Teilnehmern aus.

Der Friedhof von Sandudd erstrahlte im Licht, das jedes Soldatengrab erhellte. Blumen schmückten die Gräber und Denkmäler. Besonders auffällig war das Grab von Marschall Carl Gustaf Emil Mannerheim.