
Schwer ist das Deutsche Land geschlagen,
belastet mit allerlei Plagen.
Schwer verwundet durch die Napoleonischen Kriege,
ehe die Gemeinschaft endlich siegte.
Das Land war geschunden,
gebeutelt und übersät mit Wunden.
Doch 1815 war der Krieg endlich vorbei,
das Ende einer langen Tyrannei.
Ausgemergelt und nur noch Schutt und Asche,
griff man nun zur Genesungsflasche.
Die Ruhe währte nur kurz,
der Erdenball erlitt einen Sturz.
Es folgte der schlimmste Vulkanausbruch dieser Zeit,
man hörte ihn 2.000 Kilometer weit.
Der Tambora auf Indonesien explodierte mit Wucht,
und hinterließ keine Hoffnung auf Flucht.
Seine Aschewolke umhüllte die Erde,
sie würgte alles Sein und Werde.
Es folgte 1816 – „Das Jahr ohne Sommer“,
nur 14,1°C in Deutschlands Hochsommer!
Missernten und verschimmeltes Getreide,
ein Hungern und Sterben selbst auf der Weide.
Raub und Plünderung – die Not war enorm,
ein Massenexodus begann von vorn.
Oh Deutschland, wie musstest du darben,
als zu Tausenden deine Kinder verstarben.
1792 wurde im Armenhaus ein Kind geboren,
dieser Salzburger war sehr schwer geschoren.
Verarmt und von klein auf schon lungenkrank,
erwuchs in ihm trotzdem ein Dank.
Joseph Franz Mohr von Herzen rein,
sollte des Domvikars Augenmerk sein.
Er war intelligent und musikalisch gesegnet,
weshalb der Domvikar ihm fördernd begegnet.
Bis zum Priester hat er es geschafft,
und spendet den Armen all seine Kraft.
1816 als die Not am Größten war,
stationierte er in Mariapfarr.
Er schrieb ein religiöses Gedicht voller Hoffnung,
ein Bitten und Sehnen nach Erlösung.
Hier hat er es schriftlich vollbracht,
die „Stille Nacht, Heilige Nacht“.
1818 war er Hilfspriester in Oberndorf,
und befreundet mit Franz Xaver Gruber aus Arnsdorf.
Gruber war Dorflehrer und Organist vom Land,
beide waren nicht von hohem Stand.
Doch es einte sie die Liebe zur Musik,
das Umsetzen melodiöser Semantik.
Am 24.12.1818 nachmittags sprach Mohr,
bei seinem guten Freunde Gruber vor.
Die Orgel der Kirche war durch Mäuse-schaden defekt,
weshalb er ihm eine dringende Frage ansteckt.
Es ist später Heilig Abend und ich brauche ein Lied,
dir doch der Herr ein Können beschied.
Gebe meinem Gedicht einen musikalischen Rahmen,
einfach Klänge die von Gitarre kamen.
Dem Gruber wurd´s schlecht, nur so wenig Zeit,
doch für seinen Freund erklärte er sich bereit.
Als Wiegenlied hat er es vertont,
das Gedicht das seit 1816 beim Mohre wohnt.
Zeit zum üben gab es nicht viel,
die Christmesse eröffnet das Kirchenspiel.
So wurde „Stille Nacht, Heilige Nacht“ uraufgeführt,
und alle Menschen waren tief berührt.
Eine einfach Melodie die die Herzen erwärmte,
als Not und Elend dieselben verhärmte.
Worte wie aus der Seele gesprochen,
als der Glaube an Hoffnung schien gebrochen.
Das Lied blieb im Ort bekannt,
bis ein Orgelbauer den Weg zu ihnen fand.
Dieser reparierte die Orgel und hörte das Lied,
das sofort in Erinnerung blieb.
Karl Mauracher schrieb es auf,
und so begann sein Siegeslauf.
Stille Nacht, Heilige Nacht wurde weltbekannt,
in über 300 Sprachen umbenannt.
Es ist berühmt als das „Ewige Lied“,
welches Jospeh Mohr mit Sechs Strophen der Welt beschied.
Ein Lied aus der Seele, für ewige Hoffnung,
für alle Zeiten eine Erinnerung.
Drum Augen auf ! – viel hat Gewicht,
das faszinierende offenbart die Geschicht´.
Stille Nacht, Heilige Nacht
1. Stille Nacht! Heilige Nacht!
Alles schläft; einsam wacht Nur das traute heilige Paar, Holder Knab im lockigten Haar, Schlafe in himmlischer Ruh! Schlafe in himmlischer Ruh!
2. Stille Nacht! Heilige Nacht!
Gottes Sohn! O wie lacht Lieb‘ aus deinem göttlichen Mund, Da uns schlägt die rettende Stund‘, Jesus in deiner Geburt! Jesus in deiner Geburt!
3. Stille Nacht! Heilige Nacht!
Die der Welt Heil gebracht, Aus des Himmels goldenen Höhn, Uns der Gnaden Fülle lässt seh’n, Jesum in Menschengestalt, Jesum in Menschengestalt
4. Stille Nacht! Heilige Nacht! Wo sich heut alle Macht, Väterlicher Liebe ergoss, Und als Bruder huldvoll umschloss, Jesus die Völker der Welt, Jesus die Völker der Welt.
5. Stille Nacht! Heilige Nacht!
Lange schon uns bedacht, Als der Herr vom Grimme befreit, In der Väter urgrauer Zeit, Aller Welt Schonung verhieß, Aller Welt Schonung verhieß.
6. Stille Nacht! Heilige Nacht!
Hirten erst kundgemacht Durch der Engel Alleluja, Tönt es laut bei Ferne und Nah: Jesus der Retter ist da! Jesus der Retter ist da!













