
Man kam in den Gemeinschaften, der Kameradschaft, der Sippe, der Familie zusammen. Man feierte gemeinsam, in Ruhe bedacht, das längste Fest im Jahresring und man erstarrte in Ehrfurcht vor dem großen Atemholen unserer Scholle. Auch heute noch feiern wir dieses Fest im ähnlichen Kreise. Damals war man dankbar, um ein Jahr reifer geworden zu sein, reifer durch Not und Freude zugleich. Man empfand die Prüfungen des Lebens als Geschenk. Doch die Sitte des Schenkens hingegen ist heute zur Unsitte geworden. Diese Unsitte hat die Herzen der Menschen leerer gemacht. Durch das unbändige Verlangen der heutigen Gesellschaft zur Befriedigung rein materieller Wünsche, haben zu viele unserer Landsleute den Reichtum dessen, was die Natur uns verspricht und die damit verbundenen Brauchtümer unserer Ahnen vergessen, ja diese Brauchtümer wurden sogar missbraucht und pervertiert.
Deutscher! Sage dich von diesen Auswüchsen des Liberalismus los und besinne dich darauf zurück, was uns die Weihnacht, das Julfest, unserer Ahnen lehrt. Blicke hinauf zum winterlichen Sternenhimmel und bewundere die gewaltige Ruhe der Zeit. Besinne dich darauf zurück, woher auch dein Leben kam und wohin es gehen möchte. Du, so wie du heute auf der Erde wandelst, bist kein Zufallsprodukt, keine Laune der Natur. Dein Dasein ist die logische Konsequenz der Natur. Nimm also das Erbe deiner Vorfahren an, lebe dein Leben und gib es weiter an die Kommenden. Sei fester Teil des ewigen Kreises des Stirb und Werde. Dies ist die wahre Unsterblichkeit, wonach der Mensch sich oftmals sehnt, denn wie das Licht wird immerdar neues Leben geboren.














Gut formuliert! Das Julfest stiftet Dankbarkeit, Sinn und schenkt Hoffnung. Religion sollte aus und mit der Natur gelebt werden. Das gilt für Mensch und Volk.