Südafrika: Die Vryburger Beweging (Teil 2/2)

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Wir führten ein zweites Interview mit einer Führungsperson der Vryburger Beweging aus der Provinz Westkap. Im ersten Teil unseres Interviews sprachen wir mit Johannes Agenbach aus Südafrika zum Wesen und Sein der Vryburger Beweging.

Bitte stelle dich doch ganz kurz mal vor, erzähle etwas über deine Region, in der du aktiv bist, und eure derzeitige Situation / Schwierigkeiten als Weißer in deinem Ort/Stadt.

Guten Tag,

ich bin Niklas B. von der Vryburger-Bewegung in Südafrika, lebend in der Provinz Westkap. Die Gegend, aus der ich komme, hat bis vor kurzem nur sehr wenige Schwarze.

Ich würde sagen, dass unsere größte Schwierigkeit in meiner Gegend der organisierte Kapitalismus und das monopolisierte Immobilienwesen in den Händen einer kleinen Gruppe weißer Afrikaner ist; Männer, die von vielen als Verräter am eigenen Volk betrachtet werden. Der Grund ist, dass sie Ausländern erlauben, ihre Geschäftsgebäude und Läden zu mieten, während ein junger weißer Bure in derselben kleinen Stadt mit nur 6.000 Einwohnern kein Gebäude mieten kann, um selbst ein Geschäft zu eröffnen – etwa eine Metzgerei –, obwohl bereits etwa zwölf ausländische Geschäfte dort existieren.

1. Welche Funktion nimmst du innerhalb der Vryburger Beweging ein?

Meine Rolle in der Vryburger-Bewegung besteht darin, den Mitgliedern moralische Unterstützung zu geben, den Zusammenhalt im Süden zu stärken und die jüngeren Männer zu motivieren, bestimmte Lebensziele zu haben. Außerdem rekrutiere ich junge Männer in meiner Gegend und versuche durch mein eigenes Verhalten, ein Vorbild dafür zu sein, wie weiße Männer sich benehmen und präsentieren sollten.

2. Gibt es eine spezifische Erfahrung oder ein Erlebnis in der post-Apartheid-Ära, die dich radikalisiert hat, und welche Gründe gab es für dich, der Vryburger Beweging beizutreten?

Ich habe begonnen, die Jüdische Frage zu erforschen, und bin zu dem Schluss gekommen… Vor allem hat der Kapitalismus die einfache Arbeiterklasse unter meinem Volk verarmt.

 

 

3. Wie sieht der tägliche Aktivismus der Vryburger Beweging in Vororten in der Nachbarschaft aus? Organisiert ihr regelmäßige Treffen, Demonstrationen oder Schutzmaßnahmen für weiße Farmer?

Wir halten regelmäßige Treffen ab und führen mindestens alle zwei Monate eine Aktivität durch. Welche Maßnahmen wir gegen unsere derzeitigen Probleme ergreifen, kann ich nicht besprechen.

 

 

4. Welche Formen des Widerstands praktiziert ihr vor Ort gegen die ANC-Politik, z. B. in Bezug auf Landenteignung oder Kriminalität in weißen Gebieten?

Auch das kann ich nicht näher ausführen. Wir reagieren, wenn ein Nachbar Hilfe braucht. In meinem Distrikt besteht derzeit jedoch noch keine unmittelbare Bedrohung.

 

 

5. Wie wird deine/eure Arbeit in deinem Ort wahrgenommen, erfahrt ihr Unterstützung durch die ansässige weiße Bevölkerung?

Ich erhalte keinerlei Unterstützung. Tatsächlich stoße ich in der weißen Gemeinschaft nur auf Widerstand, weil ich Verbindungen zum Nationalsozialismus habe.

 

 

6. Wie haltet ihr euch in Form und veranstaltet ihr Trainings, Schulungen oder Info-Veranstaltungen für eure Aktivisten?

Um fit zu bleiben, mache ich wöchentliche Übungen und Challenges sowie einen monatlichen nationalen Wettbewerb zwischen den verschiedenen Distrikten der Bewegung.

 

 

7. Habt ihr Schwierigkeiten durch Repression von Polizei, lokalen Behörden oder staatlichen Stellen, und wenn ja, wie sieht diese aus?

Ja, das habe ich. Der neue Polizeicaptain in meiner Stadt ist ein Verräter – er ist mit einer schwarzen Frau verheiratet und hat ein Mischlingskind. Er hat öffentlich geschworen, den Nationalsozialismus in meiner Stadt zu vernichten und hat sich selbst zu meinem Erzfeind erklärt. Ich bin sogar ein bisschen stolz darauf, diesen Titel zu tragen. Wie die Zukunft für mich oder für ihn aussieht, kann ich nicht sagen. Das wird allein die Zeit zeigen.

Wir bedanken uns herzlichst für das Gespräch und wünschen der Vryburger Beweging alles erdenklich Gute.

 

Zum Nachlesen: Teil 1

1 Kommentar

  • Grüße an alle Kameraden

    Toby 06.05.2026

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