
Chrupalla bat daher den anwesenden Steimle darum, die deutsche Nationalhymne anzustimmen, weil man das als AfD in Sachsen-Anhalt immer so machen würde. Doch anstatt das Lied der Deutschen von August Heinrich Hoffmann von Fallersleben ab der ersten Strophe anzuheben, wie es für einen authentischen deutschen Patrioten schicklich wäre, stimmte Ex-Fernsehclown Steimle stattdessen die DDR-Hymne an. Parteichef Chrupalla gab sich offensichtlich keine Mühe, diesen Fauxpas sofort zu unterbinden, sondern sang zusammen mit Spitzenkandidat Siegmund sichtlich erheitert die Hymne des roten Mauermörderregimes stellenweise mit, wovon sich natürlich auch das versammelte Publikum mitreißen ließ, welches augenscheinlich in seiner Mehrheit die DDR noch als Zeitzeuge miterlebt zu haben schien.
Nach dem Absingen der DDR-Hymne kommentierte Steimle trocken, dass er nur diese Hymne könne. Selbige wäre, so Steimle weiter, „so großartig“ und jedes Wort würde stimmen, „als wäre es heute, und das ist bei großen Sachen eben immer so, die sind allgemeingültig“. Offensichtlich spielte Ostalgiker Steimle damit an, dass die ursprüngliche Fassung der DDR-Hymne von „Deutschland, einig Vaterland“ erzählt und deshalb in späteren Jahren den Unmut der DDR-Oberen erregte. Doch wie immer in kommunistischen Regimen, die sich nach außen hin heuchlerisch als patriotisch oder befreiungsnationalistisch darstellen, handelte es sich auch bei der 1949 von Hanns Eisler geschaffenen und vom SED-Politbüro in Auftrag gegebenen Staatshymne nur um einen pseudopatriotischen Mummenschanz, um die noch immer vorhandenen vaterländischen Gefühle des mitteldeutschen Arbeiters zufriedenzustellen. Dass dieser künstliche Parteipatriotismus des kommunistischen Apparates, der speziell auf den deutschen Teilstaat der sowjetischen Besatzungszone zugeschnitten war, nichts mit dem wahren deutschen Nationalismus und deutscher Tradition zu tun hat und der Wortlaut allein nicht die politischen Absichten dahinter unberührt lässt, dürfte jedem ernstzunehmenden Nationalisten klar sein.
Für den Zonenostalgiker Steimle sowie die mitteldeutsche AfD und ihre Anhängerschaft, die sich stellenweise unverhohlen die Rückkehr in die vermeintliche Wohlfühldiktatur der DDR wünschen, spielen historische Wahrheiten jedoch keine Rolle. Zwar hat man sich beeilt, im Anschluss an die Fremdscham erzeugende Darbietung noch die dritte Stophe des Deutschlandliedes zu singen, wie sie als Hymne der BRD unrühmliche Bekanntheit erlangte, doch schon längst ist klar, wo die AfD ideologisch und politisch in Mitteldeutschland und in vielen weiteren Teilen des restlichen Bundesgebietes angesiedelt ist. So ist es kein Zufall, dass Björn Höcke – selbst in Westdeutschland geboren – erst kürzlich Westdeutsche als „deutsch sprechende Amerikaner“ abwertete und ihnen das Deutschsein damit gänzlich absprach. Und auch Möchtegernkulturpolitiker Tino Chrupalla zeigte sich beim Singen des verstümmelten Deutschlandliedes, das im Gegensatz zur DDR-Hymne wenigstens noch einen Teil der deutschen Nationaltradition abbildet, ungefähr so textsicher wie beim Zitieren deutscher Gedichte. Wenn es um deutschen Patriotismus geht, entlarven sich die Funktionäre der Scheinalternative allzu oft am wenigsten patriotisch. Dafür zeigen sie sich im Umgang mit den Vertretern des Kremls – ganz in Tradition der DDR-Apparatschiks – um so unterwürfiger, wie Chrupalla schon mehr als einmal bei den antideutschen Siegesfeiern zum 9. Mai bewiesen hat.
Erneut hat sich gezeigt, dass die von Medien und etablierter Politik als „rechtsextrem“ und „nationalistisch“ betitelte AfD alles andere als national oder patriotisch ist, was jedoch viele ihrer naiven Anhänger zu glauben scheinen, die sich von der Scheinalternative eine prodeutsche Wende für unser Land versprechen. Obwohl sich die AfD mit ihren sozialreaktionären Phrasen immer als unversöhnlicher Gegner eines jeden Sozialismus ausgibt, pflegt sie speziell in ihren mitteldeutschen Verbänden offen einen positiven Erinnerungskult um die kommunistische Mauermörderrepublik, die den Namen des Sozialismus für sich selbst missbrauchte und das deutsche Volk in ein nationales Trauma von 40 Jahren Spaltung stürzte, welches bis heute unübersehbar nachwirkt und Deutsche der ehemaligen Zone und Deutsche der alten Bundesrepublik auf scheinbar unabsehbare Zeit in Gegensatz zueinander brachte.
Obwohl die AfD sich selbst patriotisch oder stellenweise gar national nennt, bekennt sich ihr Spitzenpersonal bezeichnenderweise symbolisch zuerst zu einem von Moskau installierten ehemaligen Regime, das deutsche Familien über Nacht auseinanderriss und die eigenen Angehörigen und Verwandten von Millionen von Deutschen prompt zu sogenannten „Klassenfeinden“ machte. Die DDR war trotz aller verlogenen Lippenbekenntisse vom „einigen Vaterland“ das Gegenteil eines Nationalstaates. Sie war ein Marionettenregime von Moskaus Gnaden, das deutsches Land an Polen und Russland verschenkte, das Millionen Deutsche bespitzelte, das Hunderte von Deutschen als „Republikflüchtlinge“ an der Mauer erschoss, Tausende von antikommunistischen Regimegegnern in Bautzen oder Schwedt in Isolationshaft folterte und ungezählten Familien die Kinder entzog, denen man mangelnde Regimetreue vorwarf.
Auch die vermeintlich „inhaltlich gute“ DDR-Hymne entpuppt sich bei näherer Betrachtung als ein ideologisch vom Kommunismus durchtränktes Machwerk, das mehr mit internationalistischen Arbeiterliedern gemeinsam hat, als mit einer stolzen und kämpferischen Nationalhymne, die den Geist völkischer Musiktradition atmet. Die deutsche Geschichte wird auf die Nachkriegszeit nach 1945 reduziert und als hehres Ideal wird eine weltfremde Völkerverbrüderungsutopie besungen, die ihre Wurzeln im sowjetischen Modell einer neoimperialen „Ruskij Mir“ hat. Es ist sicher nicht die Textphrase „Deutschland, einig Vaterland“, weshalb sich die politischen Granden der AfD mit ihrem Hofnarren Steimle so zur DDR-Hymne hingezogen fühlen, sondern der ideologische Unterbau, der sich heute in der russophilen Katzbuckelei dieser Art von „Patrioten“ vor dem Kreml und seiner KGB-Führungsclique widerspiegelt.
Deutschland kann auf diese Art von „Patriotismus“ sicherlich gut und gerne verzichten. Unser Land braucht stattdessen eine authentische nationalrevolutionäre Bewegung, die den Mut hat, das Nachkriegstrauma gänzlich zu überwinden, ohne mit der amerikanisierten BRD, noch mit dem russifizierten, kommunistischen DDR-Mauermörderregime zu kokettieren. Beide antideutschen Besatzungskonstrukte gehören auf den Müllhaufen der deutschen Geschichte; an dessen Stelle muss ein neues Großdeutschland geschaffen werden, das endlich wieder alle Deutschen in einem gemeinsamen Volkstaat vereint und sie zu einer Gemeinschaft schmiedet. Unsere Partei und Bewegung DER III. WEG sagt darum allen volksfeindlichen Tendenzen den Kampf an, die nicht nur unser Volk abschaffen, sondern es auch fragmentieren und damit die Spaltung unserer Nation törichterweise auf weitere Generationen zementieren wollen.














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