Wende im Ukrainekrieg? – Gegenoffensive auf russisches Territorium hat begonnen!

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Friedenslemminge, Putinfreunde und Kremlanhänger haben der Ukraine monatelang die baldige Niederlage vorausgesagt und drängten zur Einstellung von europäischen Waffenhilfen und „Friedensverhandlungen“ aus einer schlechten Ausgangsposition für die Ukraine heraus. In der Tat hat sich der Druck der russischen Invasoren an der rund 1000 km langen Front erhöht und sie konnten stellenweise wieder Boden gut machen, während sich die Kriegsmoral der Ukrainer, nicht zuletzt wegen ausbleibender materieller Unterstützung aus dem Westen und Korruptionsskandalen in Regierungskreisen, stetig verschlechterte und immer mehr Desertionen zur Folge hatte.

Doch nun hat es einen überraschenden Vorstoß regulärer ukrainischer Einheiten auf das Territorium der Russischen Föderation in den Oblasten Kursk und Belgorod gegeben, bei dem auch deutsche Panzer zum Einsatz kamen. In nur einer Woche wurden gut 1000 km² russisches Land unter die Kontrolle der ukrainischen Armee gebracht und Hunderte Kriegsgefangene gemacht. Insgesamt konnten mit Stand 14. August 74 Ortschaften im Oblast Kursk bis zu einer Tiefe von 30 km von der Grenze entfernt eingenommen werden. 76.000 Einwohner, die nun zum ersten Mal die direkten Folgen des imperialistischen Angriffskrieges ihrer Machthaber auf Europa zu spüren bekamen, musste das Putin-Regime bereits evakuieren.

Es ist der wohl größte und erfolgreichste Angriff auf russisches Territorium seit dem 2. Weltkrieg und hat das Narrativ vom unverwundbaren Russland, demgegenüber man zu jeder Konzession bereit sein müsste, als Mär aus der Propagandazentrale des Kremls bloßgestellt. Was den vereinten europäischen Waffen auf dem Schlachtfeld am Kursker Bogen 1943 unter deutscher Führung nicht gelang, soll durch die Geschichte, so scheint es, nun doch zum Guten gewendet werden und womöglich den Anfang vom Ende der offensiven Initiative Moskaus im Osten der Ukraine einleiten. Denn mit jedem weiteren Quadratkilometer eroberten russischen Bodens hat die Ukraine ein größeres Faustpfand bei eventuellen Friedensverhandlungen in der Hand, um seine durch Moskau geraubten Gebiete zurückzuverlangen.

Zudem sah sich der Kreml offenbar gezwungen, Truppen aus dem Gebiet an der Front in Donezk abzuziehen und nach Norden in die Region Kursk zum Schutz des eigenen Territoriums zu entsenden. Tatsächlich scheint sich der russische Offensivdruck im Osten der Ukraine durch das Ausbleiben von Verstärkung vermindert und der Vormarsch der Invasoren auch an anderen Abschnitten der Front verlangsamt zu haben. Mit den Kriegsgefangenen erhofft sich die ukrainische Führung außerdem, später eigene Gefangene freitauschen zu können. Wie sich die Lage in Kursk weiterentwickeln wird, bleibt offen. Einige Beobachter gehen davon aus, dass die ukrainische Armeeführung eine Pufferzone auf russischem Territorium errichten will, um die eigene Zivilbevölkerung im Grenzgebiet zu schützen, die bereits seit Beginn des Krieges fortlaufend durch Beschuss von Stellungen auf russischer Seite aus terrorisiert wird.

Möglich sind auch harte Vergeltungsmaßnahmen des moskowitischen Terrorstaates, denn Putin wurde durch die Kursk-Offensive offensichtlich schwer gedemütigt, und der übermächtige Nimbus des Khans am Zarenthron vor aller Welt, vor allem bei seinen Verbündeten der „multipolaren Weltordnung“, schwer beschädigt. „Die Schuldigen“ wurden durch die Herrschenden im Kreml ohnehin wieder einmal beim „Westen“, bei der NATO und den USA ausgemacht. Auch wenn die Russische Föderation unter der Diktatur ihres KGB-Offiziers aktuell wie ein Riese auf tönernen Füßen wirkt, gilt es, die Gefahr aus dem Osten nicht zu unterschätzen! Europa muss künftig enger zusammenstehen, wachsam bleiben und wehrhaft werden! Dafür steht auch unsere Parteibewegung mit Punkt 8 ihres Parteiprogramms: „Deutschlands Sicherheitsinteressen sind in der Gegenwart gleichzeitig auch europäische Sicherheitsinteressen. Im Falle einer militärischen Bedrohung Europas durch einen raumfremden, imperialistischen Aggressor muss sich daher auch Deutschland verpflichtet fühlen, seinen Beitrag zur Aufrechterhaltung europäischer Solidarität und zur Abwehr der Gefahr zu leisten, sei es durch logistische oder durch militärische Hilfe.“