Deutsche Arbeitsplätze massiv in Gefahr: VW plant Werksschließungen

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VW ist einer der Giganten der deutschen Automobilindustrie – und steckt seit langem in der Krise. Die Herrschenden wussten davon und haben dem Niedergang des Unternehmens offenbar nur zugesehen. Nun ist die Lage eskaliert: VW plant aktuell, drei Werke dicht zu machen. Auch andere Werke sind von Schließungen bedroht. Etwa 12.000 Arbeitsplätze sollen zunächst wegfallen. Immer deutlicher zeichnet sich das Scheitern des Systems ab. Es braucht jetzt revolutionäre Veränderungen – Volkswagen muss seinem Namen wieder gerecht werden und gehört in die Hände des Volkes!

 

Massiver Stellenabbau bei VW

Es hat sich lange angedeutet, nun ist es so weit: VW muss massiv Stellen abbauen. Schon Anfang September hat VW-Chef Oliver Blume angekündigt, dass Arbeitsplätze gestrichen werden. Betroffen war damals das Werk in Zwickau. VW hat dafür die seit etwa 30 Jahre geltende Beschäftigungsgarantie auslaufen lassen. Damit wurde der Weg frei für Kündigungen. Planlos und ratlos agierten unterdessen die Herrschenden auf die drohende Krise, im Wesentlichen bestand die Reaktion von Habeck, Scholz und Konsorten aus „Abwarten und Tee trinken“. Nun stehen 12 000 Arbeiter vor dem Nichts, müssen um die Zukunft für sich und ihre Familien bangen. VW will etwa jede dritte Betriebsstätte dicht machen. Gleichzeitig sieht der VW-Konzernbetriebsrat sogar alle Standorte als bedroht an: „Alle deutschen VW-Werke sind von diesen Plänen betroffen. Keines ist sicher“, heißt es in einer Pressemeldung. Mit hoher Wahrscheinlichkeit dürfte das Werk in Osnabrück betroffen sein, orakelt der Betriebsrat. Das Werk hat erst kürzlich einen Folgeauftrag von Porsche nicht mehr erhalten.

 

Zurück zu den Ursprüngen – VW in Staatseigentum!

Das Bild von der Finanz-Misere bei VW muss jedoch ein wenig relativiert werden. Im vergangenen Jahr erzielte der Konzern einen Rekordumsatz (!) von rund 332,3 Milliarden Euro – das entspricht einem Plus von rund 15,5 Prozent. Auch das operative Ergebnis von VW wuchs, immerhin um rund zwei Prozent, auf rund 22,58 Milliarden Euro. VW ist also nicht pleite oder hoch verschuldet. Die Volkswagen AG hat ihren Aktionären im vergangenen Jahr großzügige Dividenden in Höhe von üppigen 4,5 Milliarden Euro ausgeschüttet. Wie kommt es, dass VW nur ein Jahr später über Werkschließungen und Gehaltskürzungen bei den Mitarbeitern von bis zu zehn Prozent spricht?

Bei VW klagt man über mangelnde Wachstumsperspektiven. Als entscheidend gelten hier die großen Absatzmärkte USA und vor allem Asien. In China ist E-Mobilität sehr gefragt. Inländische Autohersteller laufen dort VW den Rang ab, weil sie günstigere und innovativere Produkte herstellen. Bislang ging jeder dritte Volkswagen nach China, nun ist der Markt um ein Fünftel eingebrochen. Natürlich sind die Produktionskosten in Deutschland, wo VW bislang relativ faire Löhne zahlt, deutlich höher als in Asien. Während hierzulande über die Abschaffung des Verbrenner-Motors diskutiert wird, hat sich in China das E-Auto bereits weitestgehend durchgesetzt. Deutsche Produkte sind hier offenbar auch in Sachen Innovation, beispielsweise bei Digitalsystemen, nicht konkurrenzfähig.

Man braucht kein Experte zu sein, um zu erkennen, dass es für VW sehr schwer werden dürfte, seinen Platz in Asien zurückzuerobern. Wenn es einen Weg gibt, dann würde der nur über eine Verschlechterung der Arbeitsbedingungen in Deutschland führen. Die Produktionskosten müssten drastisch gesenkt werden und das geht nur über niedrigere Löhne und weniger Arbeiter, welche die Arbeit ihrer Kollegen zusätzlich schultern sollen. Das wirft die Frage auf, ob das überhaupt wünschenswert ist.

Als Nationalrevolutionäre können wir diese Frage klar verneinen. Wir wollen soziale Gerechtigkeit für alle Deutschen und das bedeutet, dass es sich weiterhin lohnen muss, in der Automobilindustrie ehrlich zu arbeiten. Ein deutscher Arbeiter muss einen anständigen Lohn erhalten, von dem er seine Familie erhalten kann. Er darf nicht ausgebeutet werden, nur um „Wachstumsperspektiven“ möglich zu machen. Daher muss das kapitalistische Wachstums-Dogma in Frage gestellt werden. VW sollte vorrangig für den europäischen Markt produzieren. Die Politik hat sicherzustellen, dass der europäische Markt vor asiatischer und amerikanischer Konkurrenz geschützt wird.

Die Ursprünge von Volkswagen gehen auf die Deutsche Arbeitsfront (DAF) zurück. Die Volkswagen-Werke waren Eigentum des deutschen Staates und ihr Ziel war es nicht, Rendite für Aktionäre zu erzielen, sondern einen günstigen Volkskraftwagen für deutsche Familien herzustellen. Wenn Volkswagen diesem Anspruch nicht gerecht wird, wenn Werke schließen und letztlich die deutsche Automobilindustrie in Gefahr gerät, bleibt dem Staat als letztes Mittel nichts als die Verstaatlichung übrig. „Der III. Weg“ setzt sich mit seinem Parteiprogrammpunkt 2 „Raumgebundene Volkswirtschaft“ schon seit Beginn seines Bestehens für die Verstaatlichung von Schlüsselindustrien ein.

Gerade jetzt, wo sich VW an einem Scheideweg befindet, wäre es an der Zeit, durchzugreifen. In der Politik wird dieser Gedanke nicht einmal erwogen. Bundeskanzler Scholz (SPD) schickte einen Sprecher vor, um die üblichen Plattitüden von „falschen Entscheidungen, die nicht zu Lasten der Arbeitnehmer gehen dürften“ abzusondern. Auch kosmetische Maßnahmen wie eine beschleunigte Abschreibung für neu angeschaffte Elektrofahrzeuge legen die geistige Armut und die bekannte Zaghaftigkeit der Herrschenden bloß. Es braucht daher revolutionäre Veränderungen.

Werde aktiv und komme zu uns, um den Deutschen Sozialismus durchzusetzen!

1 Kommentar

  • Die Politik hat das Messer doch noch in der Hand – ich möchte nur kurz daran erinnern, dass die Volksverräter sich in Brüssel gegen Einfuhrzölle auf chinesische Autos ausgesprochen haben!

    Nadja Beeker 01.11.2024