
Doch hundertprozentig beweisen konnte man nun auch nichts vor Gericht, sodass die Verteidigung schon von einem Justizskandal spricht. Oliver Huth, der Chef-Ermittler des LKA, steht im Zentrum der Kritik. Dieser hatte zwar in der Doku-Serie „Jagd auf die Mafia“ eine wichtige Rolle inne, aber zum Verfahren habe er nichts Sinnvolles beigetragen. Nun sollen die Angeklagten, die 15 Monate in Untersuchungshaft saßen und deren Eisdiele Geschichte ist, entschädigt werden.
Wo bei nationalgesinnten Deutschen eine Chatnachricht oder eine Spielzeugpistole ausreicht, um eine ganze Organisation zu verbieten und man danach sagen kann, man habe im letzten Moment einen Putsch verhindert, da muss man sich bei kriminellen ausländischen Organisationen schon etwas mehr anstrengen. Und da ein Großteil der Mitarbeiter in der Justiz auch bei Nationalisten härter verfährt als bei Drogendealern, Vergewaltigern und Mördern, ist es auch kein Wunder, wenn man beim Thema Mafia nicht recht weiterkommen will. Am Ende kann man zumindest festhalten, dass für Sicherheit gesorgt wurde; wenn auch nur für künftige mafiöse Strukturen.













