Argentinien: Milei will Akten über politisch verfolgte Deutsche offenlegen

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Der libertäre argentinische Staatspräsident Javier Milei hat eine Zusammenarbeit mit dem jüdischen Simon-Wiesenthal-Zentrum angekündigt. Den selbst erklärten „Nazi-Jägern“ soll der Zugang zu Dokumenten über die sogenannte „Rattenlinie“ ermöglicht werden. Nach dem Zweiten Weltkrieg hatten sich zahlreiche Nationalsozialisten, SS-Männer und europäische Verbündete des Dritten Reichs nach Argentinien abgesetzt, um sich vor dem Rachedurst der Sieger zu schützen. Fluchtrouten in das südamerikanische Land wurden von amerikanischen Geheimdiensten als „Rattenlinien“ betitelt. So dürften nach dem Willen bestimmter „interessierter Kreise“ weitere „Nazi-Helfer“ an den Pranger gestellt werden.

 

Wühlmäuse wollen „Rattenlinien“ nachspüren

Der argentinische Präsident Javier Milei gilt landläufig als ein Gegner von staatlich subventionierten NGOs. Der Mann mit der Motorsäge ist bekannt dafür, überall staatliche Mittel streichen zu wollen. Nun zeigt sich, dass Milei wohl gar nicht so NGO-feindlich ist, wie allgemein angenommen. Zumindest mit dem Simon-Wiesenthal-Zentrum arbeitet der ehemalige Tantrasex-Lehrer gerne zusammen. Bereits im Februar hatte sich Milei mit Vertretern der Organisation getroffen. Er gelobte, umfänglich mit dem jüdischen Verein zusammenarbeiten zu wollen. Den in Los Angeles ansässigen Wühlmäusen soll voller Zugriff auf die argentinischen Dokumente zur sogenannten „Rattenlinie“ gewährt werden. Nun sagte der argentinische Innenminister Guillermo Francos in einem Fernsehinterview: „Präsident Milei hat die Freigabe aller Dokumente angeordnet, die sich im Besitz der staatlichen Behörden befinden, da es keinen Grund gibt, diese Informationen weiterhin zurückzuhalten“ . Unter anderem sollen Finanzströme aufgedeckt werden, die den politisch verfolgten Deutschen dabei halfen, sich vor der Rachegier zionistischer Häscher in Sicherheit zu bringen.

Nach dem Zweiten Weltkrieg hatte eine massive Verfolgung gegen Repräsentanten des nationalsozialistischen Staates und seiner Verbündeten eingesetzt. Vor dem Nürnberger Tribunal, aber auch in anderen Prozessen wurden viele zum Tode verurteilt oder, wie Rudolf Hess, für viele Jahre in Kerkerhaft gehalten. Viele Nationalsozialisten, Militärs und ausländische Verbündete wollten sich den alliierten Rache-Tribunalen entziehen und setzten sich daher aus Deutschland ab. Neben kirchlichen Organisationen half beispielsweise auch die Kriegsgefangenen-Organisation „Stille Hilfe“ bei der Flucht.

Viele prominente Namen finden sich unter denjenigen, die sich nach Argentinien abgesetzt haben. So beispielsweise der NS-Publizist Prof. Johann von Leers, das Flieger-Ass Hans-Ulrich Rudel, der kroatische Staatsführer (Poglavnik) Ante Pavelić oder der SS-Hauptsturmführer Erich Priebke. Hans-Ulrich Rudel dankte später der Kirche für die Hilfe und sprach davon, dass sie „die Besten unserer Nation gerettet habe und das rasende Verlangen der wahnwitzigen Sieger nach Rache und Vergeltung wirksam vereitelt werden konnte“. Genaue Angaben über die Anzahl der Verfolgten in Argentinien liegen bislang nicht vor. Schätzungen gehen von bis zu 10.000 verfolgten Nationalsozialisten und Verbündeten aus.

Nun werden sich von alttestamentarischer Rachsucht durchdrungene, selbsternannte „Nazi-Jäger“ darüber freuen können, dass ausgerechnet die südamerikanische Heilsgestalt libertärer und patriotischer „Deep-State“-Kritiker ihnen dabei hilft, auch noch die letzten Helfer bis ins greise Alter verfolgter Europäer, die die wahren Gesichter hinter dem „Deep State“ offen beim Namen nannten, ausfindig zu machen.

1 Kommentar

  • Gilt nicht auch Herr Milei in vielen sog. „patriotischen Kreisen“ als eine Vorzeigefigur ? Jaja, ein Schelm, der Böses dabei denkt !

    Ostland 31.03.2025