BND warnt vor Angriffen Moskaus auf NATO-Staaten

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Der Chef des Bundesnachrichtendienstes (BND) Bruno Kahl warnte kürzlich vor möglichen Angriffsplänen des Kremls auf NATO-Mitgliedsstaaten. Hierfür gebe es geheimdienstliche Belege. Ziel solcher Angriffe, welche keinesfalls in Form einer großangelegten Invasion erfolgen müssten, sei es, den NATO-Bündnisfall zu testen und herauszufordern. Gemäß Paragraf 5 der NATO wird ein militärischer Angriff auf einen Bündnispartner als ein Angriff auf sämtliche NATO-Mitglieder gewertet und verpflichtet somit zu einer gemeinsamen Verteidigung des angegriffenen Landes.
Die ambivalente Haltung des narzisstischen Cowboys im Weißen Haus gegenüber Moskau, der weiterhin nicht weiß, ob er nun für oder gegen seine eigenen Wähler agieren soll, machen dies durchaus realistisch.

Laut Geheimdienst glauben einige hochrangige Funktionäre in Putins Russland nicht mehr an eine geschlossene Einheit der NATO und sehen in einem solchen Test die Möglichkeit, die NATO vorzuführen und damit als politisches Bündnis entschieden zu schwächen. Das Endziel des Kremls sei letztlich, die USA endgültig aus Europa herauszustoßen, um sich selbst zum Hegemon über das Abendland zu machen. Ein lang ersehntes Ziel Innerasiens, auf das Khane, Zaren und kommunistische „Weltrevolutionäre“ schon seit Jahrhunderten hingearbeitet haben.

Das Ziel einer Befreiung Europas von angloamerikanischer Fremdherrschaft ist freilich aufs Äußerste zu begrüßen, auch wenn die allzeit zum Verrat bereiten Patrioten zwischenzeitlich von „Ami go home“ zu „Ami stay here“ umgeschwenkt sind. Das lässt sich aber nur realisieren, wenn Europa nach 80 Jahren weltpolitischer Ohnmacht endlich wieder lernt, auf eigenen Füßen zu stehen und sich im Ringen der Großmächte zu behaupten. Ein starkes, geeintes Europa in Form der von unserer Partei „Der III. Weg“ angestrebten Europäischen Eidgenossenschaft, die als Festung gegen den russischen wie amerikanischen Imperialismus fungiert, ist die Forderung der Stunde.

Der politische Lackmustest hierfür ist und bleibt die vereinte Unterstützung der Ukraine gegen den russischen Angriffskrieg. Lassen die europäischen Staaten die Ukraine fallen, anstatt endlich entschlossen gegen den Kremlimperalismus vorzugehen, macht dies nicht nur weitere Expansionsgelüste aus dem Osten mehr als wahrscheinlich, es wäre auch ein schlechtes Signal für die europäische Einheit und Verteidigungsbereitschaft. Gesundheitlich wie staatsmännisch ist Vorbeugung die beste Medizin; und eines Aggressors erwehrt man sich am besten, indem man ihm von vornherein rote Linien aufzeigt und klar macht, daß ihm ein Angriff nicht gut bekommen wird.