
Wenn das Weißbier nicht mehr den nötigen Kick gibt
Das Gebiet rund um den Münchner Hauptbahnhof sorgt immer wieder für Negativschlagzeilen. Hier treiben sich finstere Gestalten herum: Stark betrunkene Osteuropäer, afrikanische Drogenhändler, abgewrackte Junkies und Drogenkonsumenten auf dem Weg dorthin. Nirgendwo sonst in München dürfte die Trefferquote für die Polizei so hoch sein wie in diesem Schandfleck der Stadt. Am Donnerstag, dem 16. Oktober um 04:25 Uhr war es wieder so weit. Während sich die ersten anständigen Bürger schon wieder auf dem Weg zur Arbeit befinden, kehren Nachtschwärmer aus den Clubs zurück. Unter ihnen offenbar auch Thomas Pardeller. Vor dem Nachtclub „Palais“ gerät er in eine Polizeikontrolle.
Laut der Münchner Polizei sei bei einem 37-jährigen Deutschen „eine geringe Menge eines weißen Pulvers gefunden worden, bei dem sich später herausstellte, dass es sich um ein unerlaubtes Betäubungsmittel handelte“. Der Besitzer wollte den Fund nicht herausgeben und musste daher sogar gefesselt werden. Das Brisante: Thomas Pardeller ist CSU-Politiker, Kreisrat des Stadtrates München und Bürgermeister von Neubiberg. Auch im kommenden Jahr kandidiert das mutmaßliche Koksnäschen wieder für das Amt des Oberhauptes der Gemeinde.
Es ist bezeichnend für die Doppelmoral der CSU: Nach außen hin gibt sich die CSU eisern im Kampf gegen Drogen, für den Schutz der Jugend. Doch in den eigenen Reihen bleibt es offenbar nicht mehr beim Weißbier im Paulaner-Garten. Über einen Rücktritt Pardellers spricht man bei den Christsozialen scheinbar nicht. Auf der Netzseite der CSU grinst Pardeller mit langer Nase und schmieriger Visage dem Publikum unverändert forsch ins Gesicht. Die CSU erklärte, man habe die Nominierung des beruflichen Juristen aufgrund der „polizeilichen Angelegenheit“ verschoben. Aber verschoben ist ja bekanntlich nicht aufgehoben. Pardeller selbst rühmte sich, für „absolute Transparenz“ zu stehen. Er wolle „über den Verlauf der Sache“ informieren.
Wir sagen: Keine Macht den Drogen! Ein Drogen-Freund wie Pardeller kann nicht ernsthaft Oberhaupt einer Gemeinde bleiben und als solcher auch für Schulen, Jugendclubs und Kindergärten zuständig sein. Wie kann ein Drogenkonsument glaubhaft machen, dass unsere Kinder vor Drogen geschützt werden und unsere Straßen sauber von Drogenhändlern bleiben? Der Umgang der CSU mit dem Vorfall spricht Bände und zeigt, wie man dort ganz paternalistisch gravierende Vorfälle einfach übergeht. Natürlich sind auch Parteien, die ganz offen die Legalisierung von Drogen bewerben, keine Lösung. Der III. Weg hingegen steht für ein drogenfreies Deutschland und will mit dem Drogensumpf in Deutschland aufräumen. Komm‘ zu uns, wenn auch Du von scheinheiligen und abgehobenen Polit-Bonzen genug hast!













