
Mehr Anlagen, mehr versiegelte Flächen, mehr Eingriffe in Landschaften – aber kein entsprechender Mehrertrag. Das ist kein Betriebsunfall, das ist die logische Folge eines Energiesystems, das auf Hoffnung und politischem Wunschdenken basiert statt auf physikalischer Realität. Das Problem nun bei den naiven Politikern der Kartellparteien zu suchen, die bewusst grundlastfähige Kraftwerke der Sprengung preisgaben und auf stark wetterabhängige Energien setzten, wäre ein Fall für den Verfassungsschutz. Schließlich endet die Meinungsfreiheit dort, wo es den politischen Machthabern in diesem Land zu unangenehm wird. So muss für das Volk eine gänzlich andere Antwort her, die selbstredend nichts mit politischer Fehlkalkulation gemein hat. Da ist der ideologisch passende Grund schnell gefunden: Der Klimawandel ist schuld!
„Klimawandel“ als Sündenbock: Wenn die Windstille zur politischen Ausrede wird
Plötzlich soll er an allem schuld sein: der „Klimawandel“. Wenn die nutzbare Windstärke abnimmt, wenn Rotoren stillstehen und die erhofften Strommengen ausbleiben, wird das Schlagwort reflexhaft bemüht, als sei damit jede Kritik erledigt. Doch diese Argumentation ist ebenso bequem wie durchsichtig. Niemanden kann es ernsthaft wundern, dass wetterabhängige Kraftwerke wetterabhängig sind. Dass Wind nicht immer weht, ist keine neue Erkenntnis, sondern Schulwissen. Wenn diese kleinen Änderungen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum schon so massive Auswirkungen in der nutzbaren Windmenge mit sich bringen, sollte man fragen dürfen, ob es für ein Industrieland dann sinnvoll sein kann, zum überwiegenden Teil auf diese unzuverlässigen Energiequellen zu setzen. Umso empörender ist es, mit welcher Selbstverständlichkeit die antideutschen Parteien in Berlin und Teile der Energiewirtschaft so tun, als sei die aktuelle Flaute eine unerklärliche Anomalie. Der „Klimawandel“ wird dabei zum universellen Sündenbock, der von Planungsfehlern, Fehlanreizen und ideologisch getriebenen Entscheidungen ablenken soll.
Wind, Sonne und Wasser schwankten schon immer stark
Noch nie waren Wind, Sonne und Wasser bzw. „die sauberen Energien“ immer konstant vorhanden. Schon immer wehte der Wind, schien die Sonne und floss das Wasser in Flüssen von Jahr zu Jahr unterschiedlich und unterlag zyklisch den Jahreszeiten. „Die Energiequelle Wasserkraft unterliegt keinen Schwankungen“, würde jetzt der Tagesschau-„Faktenfinder“ zu diesem Artikel als Warnhinweis vermerken und das stimmt tatsächlich. Doch dem geneigten Zuschauer der Tagesschau werden dabei die relevanten Informationen vorenthalten. Die heute produzierte Menge Strom aus Wasserkraft wird meist durch Staudämme erzeugt. Fließt zu viel Wasser an den Damm, kann es, ohne Energie zu erzeugen, abgeleitet werden. Fließt wenig Wasser nach, kann das Kraftwerk einige Tage aus seinem Stausee gespeist werden, bis der See einen Minimalstand erreicht hat. Staudämme besitzen somit einen natürlichen Puffer, der die Energieproduktion glättet und die extremen Spitzen, wie man sie von Sonne und Wind kennt, nicht erzeugt. Aber Wind und Sonne kann man nicht aufstauen bzw. speichern, bis sie benötigt werden. Entweder der Wind weht und die Sonne scheint oder sie machen es eben nicht. Die Produktion von Strom wird durch die wachsenden Wind- und Photovoltaik-Parks immer stärker von Mutter Natur und damit eben vom Zufall abhängig.
Diese naturgegebenen Tatsachen scheinen im Kontext der Energiepolitik völlig unbekannt zu sein. Die Regierung Merz stolpert ebenso unbeholfen über das energiepolitische Parkett der Welt, wie es einst ihre Vorgänger unter Kanzlerdarsteller Olaf Scholz taten. Der große Unterschied beider Regierungen dürfte lediglich darin bestehen, dass es dem Kabinett Merz besser gelingt, die katastrophalen Missstände zu verschleiern. Von einer politischen Wende kann jedoch keine Rede sein. Besonders mit Blick auf den Energiesektor ist eher ein Verschärfen des links-grünen Kurses zu beobachten statt einer Abkehr von ideologischen Projekten der letzten Katastrophe, die sich Regierung nannte. Statt die offensichtlichen Missstände offen zu benennen und gegenzusteuern, wird weiter am eingeschlagenen Kurs festgehalten, koste es, was es wolle. Versorgungssicherheit wird zur Nebensache, industrielle Wettbewerbsfähigkeit zum Kollateralschaden und der Bürger darf steigende Preise und wachsende Unsicherheit schultern.
Dann ist da noch die Entsorgung
Die Energiewende wird gern als saubere Erfolgsgeschichte erzählt. Doch ein genauer Blick auf die Entsorgung ausgedienter Windkraftanlagen offenbart eine unbequeme Kehrseite: eine zunehmend versiegelte Landschaft und wachsende Müllberge aus Windradschrott, für die es bis heute keine überzeugende Lösung gibt. Was als Symbol nachhaltiger Energie begann, entwickelt sich vielerorts zu einem ökologischen Problem. Jedes Windrad benötigt massive Betonfundamente, die oft tief im Boden verbleiben, selbst wenn die Anlage zurückgebaut wird. Diese Versiegelung zerstört Böden dauerhaft und beeinträchtigt Wasserhaushalte. Hinzu kommen die Rotorblätter aus faserverstärkten Kunststoffen, die kaum recycelbar sind und deren Beschichtung aus sogenannten Ewigkeitschemikalien besteht. Sie landen häufig in Deponien oder werden energieintensiv verbrannt – ein fragwürdiger Umgang mit Materialien, die einst als „grün“ galten. Desweiteren werden kilometerlange Schneisen in Naturschutzgebiete geschlagen, die es überhaupt erst ermöglichen, das Material für die massiven Fundamente und das Windrad an Ort und Stelle zu verbringen. Zufahrtswege, für die gerodet wird und die befestigt werden müssen, zerstören unberührte Waldflächen. Der Mensch greift erneut schwer in Ökosysteme ein, die er vor wenigen Jahrzehnten eigenhändig unter besonderen Schutz stellte.
Raumgebundene Volkswirtschaft als Lösung
Die Lösung der Energieprobleme unseres Landes wird von den Kartellparteien sehr gern verkompliziert. Sie weigern sich, einfache Lösungen anzuerkennen und sie umzusetzen, selbst wenn sie noch so offensichtlich sind.
Das Programm der Partei Der III. Weg spricht klare Sätze. Es braucht eine Raumgebundene Volkswirtschaft. Es ist notwendig, die Möglichkeiten im eigenen Land auszuloten und auf dieser Basis zu wirtschaften. Strom, der in Deutschland zur richtigen Zeit am richtigen Ort sein muss, bedarf grundlastfähiger Kraftwerke. Sicher ist es sinnvoll, ungenutzte Dachflächen für Photovoltaikanlagen zu nutzen oder alte Industrie- und Militärbrachen für die Windkraft nutzbar zu machen, doch Flächen wie Wiesen und Felder mit Photovoltaik zu versiegeln und damit die Nahrungsproduktion auf diesen Flächen zu verunmöglichen, kann nicht im eigenen nationalen Interesse aller Deutschen sein. Mehr noch: In der Politik muss wieder eine gewisse Grundkompetenz als Voraussetzung für tatsächliche Mitarbeit an Infrastrukturprojekten gelten. Die Partei Der III.Weg hat dazu im Punkt 2 seines Grundsatzprogramms „Raumgebundene Volkswirtschaft“ einige notwendige Punkte verfasst. Unter anderem bedarf es der Verstaatlichung der allgemeinen Daseinsfürsorge in der Elektrizitätsversorgung und klarer Regelungen für Großkonzerne wie den Energieunternehmen E.on und RWE.













