Mitte August verwandelte sich die raue Schwäbische Alb für das vierte Waldgang-Wochenende des Stützpunkts Württemberg in ein anspruchsvolles Taktikgelände. Bei einem außergewöhnlichen Biwak traten die Teilnehmer in zwei Gruppen als Jäger und Gejagte gegeneinander an.
Die kernige Route forderte den Teilnehmern, von denen manche weit über 10 Kilogramm Marschgepäck schulterten, alles ab: Rund 50 Kilometer und jeweils 2000 Höhenmeter im Auf- und Abstieg mussten bewältigt werden. Mit einer Stunde Startvorsprung machten sich die Gejagten auf den Weg, dicht gefolgt von den Jägern. Während Letztere kein festes Nachtlager errichten mussten, waren die Gejagten gefordert, ein Lager aufzuschlagen und gleichzeitig ihren Wimpel zu verteidigen.
Besonders die Nacht forderte die Sinne bis aufs Äußerste. Um die eigene Position nicht zu verraten, wurde überwiegend mit Rotlicht gearbeitet. Im Schein tauchten im Unterholz immer wieder funkelnde Augen auf: Unzählige Tiere, die nachts aktiv wurden, erschwerten die Suche und sorgten für optische Täuschungen, die jedes Knacken im Geäst zu einer potenziellen Bedrohung machten.
Das taktische Katz-und-Maus-Spiel sorgte für rasche Wendungen: Die Jäger holten die Gruppe der Gejagten trotz des Zeitnachteils noch vor dem Nachtlager ein, wodurch die Rollen wechselten. Am Ende verteidigten die neuen Gejagten ihren Status stark, sodass der Wimpel uneinnehmbar blieb. Neben den extremen körperlichen Strapazen standen vor allem Achtsamkeit, Spontanität und der eiserne Zusammenhalt im Fokus dieses unvergesslichen Abenteuers. Ein großes Lob gilt den verdienten Siegern.
„Die Nacht war dunkel, aber der Wille war klar, und jeder Schritt führte weiter in die Ungewissheit des Geländes.“
Ernst Jünger, In Stahlgewittern














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