Trotz Millionen Arbeitsloser in Deutschland verbuchte die Bundesagentur für Arbeit (BA) nach Eigenangaben 60 Millionen Euro Gewinn im Jahr 2013. Bereits 2012 konnte die BA einen Reingewinn von nahezu einer Milliarde Euro verbuchen. Angeblich stark gesunkene Ausgaben hätten diese Zahlen in 2013 überhaupt erst ermöglicht, gab die BA gegenüber den Nachrichtenagenturen an. Arbeitslose und Hartz-IV-Empfänger beklagen seit Jahren hingegen immer wieder nicht adäquat von den so genannten Job-Centern, die zunehmend nur Zentren für Arbeitslosenverwaltung darstellen, behandelt worden zu sein. So seien dort keine Fördermaßnahmen angeboten worden, die tatsächlich die Vermittlung in einen realen Arbeitsplatz verwirklichen könnten, sondern – wenn überhaupt – lediglich Blödelkurse und Sinnlos-Praktika, die für die BA den Nebeneffekt hatten, daß der entsprechende Leistungsbezieher kurzzeitig aus der Arbeitslosenstatistik verschwand.
Die BA ist hingegen auch Meister der Statistikfälscher, wie selbst der Bundesrechnungshof 2013 scharf kritisieren mußte. So stellte man fest, daß sich die Bundesagentur maßgeblich auf jene Erwerbslose vorrangig konzentriere, die auch ohne BA-Hilfe eine neue Arbeitsstelle fänden. Prüfer der Innenrevision stellten im Sommer zudem fest, daß passende Job-Vermittlungen nur selten und die Hälfte aller Maßnahmen „nicht plausibel, unnötig oder gar unzulässig“ seien. Hartz-IV-Empfänger werden hingegen inflationär mit Leiharbeitsangeboten, Mini-Job-Offerten und Ein-Euro-Jobs abgespeist. Lehnen sie diese „Angebote“ ab, werden sie von den Regionalagenturen der BA sanktioniert, bis hin zur Streichung des kompletten Bezugs der Sozialleistungen. Alleine im ersten Halbjahr 2013 verhängten die sanktionswütigen Behörden knapp eine halbe Million an Strafen gegenüber den erwerbslosen Menschen in Deutschland.
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