„Keine Chance, einen Bürgerkrieg zu vermeiden“ – Ein renommierter Historiker warnt

Home/Politik, Gesellschaft und Wirtschaft/„Keine Chance, einen Bürgerkrieg zu vermeiden“ – Ein renommierter Historiker warnt

Bislang waren Warnungen vor einem kommenden Bürgerkrieg als Folge der Auflösung der ethnisch und kulturell weitgehend homogenen europäischen Nationalstaaten ein Monopol der radikalen Rechten. Untergangsszenarien einer Randgruppe, deren Positionen per se indiskutabel erschienen.
Jetzt verkündet mit dem Althistoriker David Engels von der Freien Universität Brüssel ein politisch Unverdächtiger seine feste Überzeugung: "Wir haben keine Chance, einen Bürgerkrieg zu vermeiden."

Aus Europa werde vermutlich nach einer Phase bürgerkriegsähnlicher Zustände und Verfallserscheinungen ein autoritärer oder imperialer Staat, analog der verfallenden Römischen Republik im ersten Jahrhundert vor Christus. Die Parallelen seien unübersehbar: Arbeitslosigkeit, Familienzerfall, Individualismus, Niedergang traditioneller Konfessionen, Globalisierung (damals in Form der Romanisierung), Bevölkerungsniedergang, Fundamentalismus, Migration, Verarmung, "Brot und Spiele", Kriminalität, Polarisierung zwischen einer oligarchischen Politikerkaste auf der einen Seite und unzufriedenen "Populisten" auf der anderen.

Dazu geselle sich die Tendenz, die vielzitierten „westlichen Werte“ mit der zivilisierten Menschheit an sich gleichzusetzen und den Rest der Welt (die „Barbaren“) durch Krieg mit diesen Werten zwangsbeglücken zu wollen. Europa werde langfristig dem Zerfall entgegengehen, wenn es sich nicht zu seiner unverwechselbaren Identität bekenne und diese bewahre. Doch davon sei wenig zu spüren. Die EU habe ihr Augenmerk nur auf wirtschaftliche Ausdehnung gelegt und dabei versäumt, die kulturelle  Zusammengehörigkeit zu betonen. Ohne gemeinsame Identität keine Solidarität, ohne Solidarität kein vereintes Europa.

Die wachsende Armut, die zunehmende kulturelle und politische Zerrissenheit führe zu einem Vertrauensverlust in die nationalstaatlichen Demokratien, die die jeweils herrschenden Schichten nicht wahrhaben wollten. Als Resultat gewönnen Populisten an Macht und Einfluss, bis die Staaten schließlich unregierbar würden.

Das Ergebnis der allgemeinen Auflösung: Vorstädte, die der staatlichen Kontrolle entgleiten. Landstriche, die von paramilitärischen, ethnischen oder religiösen Gruppen beherrscht werden.   Die Kriminalität explodiert, die Wirtschaft stagniert und die Politik erstarrt.

Die Bürger Europas werden sich dann mit Freuden dem ersten in die Arme werfen, der dem Kontinent einen funktionierenden Sozialstaat, Ruhe und Ordnung schenkt. So wie damals Kaiser Augustus.

Das komplette Interview gibt es hier.

Übrigens „No-Go-Zonen in Schweden – Die Polizei hat die Kontrolle über Malmö verloren“ titelte die BILD-Zeitung am 7. Februar. Erste Stimmen werden laut, die den Einsatz der schwedischen Armee in den wachsenden Problembezirken fordern. Währenddessen tobt in den Vororten von Paris zum wiederholten Mal nach einem Polizeieinsatz der multi-kriminelle Pöbel (Siehe France – Muslim migrantsattackpolicewhileshouting "Allah Akbar") . Der Vorbürgerkrieg, so scheint es, ist längst im Gange.

Bild: Tatiana53 / www.bigstock.com