
Ein zweiter Grund dürfte darin liegen, dass obwohl sehr viele Deutsche tierlieb sind, die Kosten für ehrenamtliches Engagement horrend hoch sind. Es zeigt sich bei einem Blick in die Ladenregale, dass Futterpreise sehr teuer ausfallen. Zudem kennt wohl jeder Tierbesitzer den Werbezusatz „Rabatt auf alles, außer Tierfutter“.
Neben der Spendensammlung im Kameradenkreis sollte diesmal auch die Spendenbereitschaft der Münchner ausgetestet werden. Zu diesem Zweck gingen Aktivisten Ende Dezember mit einer Spendenbox durch die Innenstadt.
In der Ferienzeit unmittelbar nach Weihnachten war die Haupteinkaufsstraße, die „Kaufinger“ gut gefüllt. So fiel es auch nicht schwer, Spender zu generieren. Dabei spendeten nicht nur Einheimische, sondern Münchenbesucher aus aller Herren Länder. Eine Gruppe Kanadier ließ einen Aktivisten gar nicht erst die Aktion erklären, allein das Wort „Animals“ (Tiere) reichte aus, um für bereitwillig gezückte Geldbeutel zu sorgen.
Auch zwei Damen aus Portugal spendeten Geld, ebenso Menschen aus Griechenland und Japan. Bei Jung und Alt kam die Aktion gut an und auch die mitgeführten Kampagnenflugblätter wurden gerne angenommen.
Inhaltlich ist allein die schiere Summe von 129 Millionen Euro, die an Silvester 2015 verpulvert wurde, immens. Es ist absehbar, dass auch 2016 und 2017 die Zahlen nicht geringer ausfallen. Gerade mit diesem Hintergrundwissen ist für viele der Gedanke etwas für einen karitativen Zweck zu spenden sehr naheliegend. Daher konnte die Aktion auch mit einem sehr positiven Fazit beendet werden.
Das Tierfutter wurde dann kurz vor dem Jahreswechsel zum Tierschutzverein in München-Trudering gebracht. Das Tierheim vermittelt Hunde, Katzen und Kleintiere wie Ratten und Ziervögel. Außerdem betreibt der Verein einen Gnadenhof, wo alte oder verhaltensauffällige Tiere langfristig untergebracht werden.
Die Spende, bestehend aus Trocken- und Nassfutter für Hunde und Katzen, konnte in einer Abgabestelle selbstständig eingeräumt werden.
„Der III. Weg“ Stützpunkt München / Oberbayern bedankt sich bei allen Spendern und Unterstützern der Aktion „Tierfutter statt Böller“.
















