Kinderporno-Cop darf bei Polizei bleiben

Wer versteht noch diese Justiz? Im schleswig-holsteinischen Ratzeburg machte ein 53-jähriger leitender (!!!) Polizeibeamter Schlagzeilen der widerlichsten Art. Auf seinem Computer wurden gut 230 Kinderpornobilder gefunden, die sich der pädophile „Freund und Helfer“ zuvor auf den Rechner lud. Fahnder vom Landeskriminalamt aus dem benachbarten Niedersachsen kamen dem 53-jährigen bei ihren Ermittlungen auf die Spur. Eine Hausdurchsuchung folgte, wobei auch die abartigen Digitalfotos zu Tage traten.

Aufgrund der erdrückenden Beweislast gestand der Polizist in Führungsposition schnell die Bilder geschändeter Kinder aus dem Netz zwischen Dezember 2012 und Januar 2013 heruntergeladen zu haben. Sein Geständnis wirkte sich jetzt aber dahingehend strafmildernd aus, daß sich der Staatsdiener skandalöserweise nicht einmal mehr in einem öffentlichen Strafverfahren verantworten muß. Die widerliche Sache hat sich jüngst für ihn mit der Zahlung eines Strafbefehls über 9.000,– Euro juristisch erledigt, als handele es sich bei den Kinderpornobildern um ein Bagatelldelikt.

Gegen den Polizisten läuft derzeit zwar noch ein disziplinarisches Ermittlungsverfahren und seine Leitungsfunktion bei der Staatsmacht ist er erst einmal los. Aber mit vollkommenem Unverständnis muß man vernehmen, daß der Kinderporno-Cop weiterhin im Polizeidienst verbleiben darf. Ein System, was solche Juristen und Polizisten aus Steuermitteln  bezahlt, ist ein Schlag ins Gesicht für jedes Opfer von pädophilen Triebtätern und wohl nur noch schwerlich reformierbar.

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