Erste Verurteilung im Mannheimer Antifa-Prozess

Vor dem Mannheimer Amtsgericht mussten sich drei Personen aus dem linken Spektrum verantworten, die im Zuge einer Demonstration von nationalen Kräften in Mannheim im August 2012 einen nationalgesinnten Mann sowie eine Frau niedergeschlagen haben sollen. Nun wurde der Angeklagte Andreas H. Zu einem Jahr auf Bewährung und 80 Stunden gemeinnützige Arbeit verurteilt. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass Andreas H. abseits bei einer Demonstration am Wasserturm mit zwei weiteren Personen unvermittelt auf einen Nationalisten losgegangen und ihn so lange geschlagen hat, bis dieser zu Boden ging. Immer wieder sollen dann die Drei auf ihr Opfer eingetreten haben, u.a. auch gegen den Kopf. Als seine Begleiterin ihm zu Hilfe eilte, soll einer der Drei auch ihr Fausthiebe verpasst haben. Im Anschluß hat laut Gericht Andreas H. Unkontrolliert Pfefferspray versprüht. Andreas H. verweigerte während der Verhandlung sämtliche Angaben zu seiner Person sowie jegliche Aussagen.

Das Gericht kam "eindeutig" zur Erkenntnis, daß der Angeklagte das 48-jährige Opfer angegriffen habe. Der Richter Hamm hielt in seiner Urteilsbegründung fest, daß diese "Gewaltanwendung von erheblichem Ausmaß" und "keine Heldentat" gewesen sei.

Den Prozess gegen zwei weitere Angeklagte trennte der Richter vom Verfahren ab, da noch zwei weitere Polizeibeamte als Zeugen gehört werden müssen. Die beiden Angeklagten sollen sich an dem Angriff beteiligt haben. Einer von ihnen soll auch eine 26 Jahre alte Begleiterin des Opfers, die als Nebenklägern auftritt, mit der Faust geschlagen haben. Dieses Verfahren wird am 24. Februar fortgesetzt.

Ursprünglich hätte der Prozess schon im Januar diesen Jahres starten sollen, aber damals war einer der Anwälte der Angeklagten kurzfristig erkrankt, so daß der Prozess auf den 13. Februar verschoben wurde. Als Verteidiger der Linksautonomen traten die Heidelberger Rechtsanwälte Dr. Gerhard Härdle und Safiye Yueksek-Bicer sowie Martin Heimig in Erscheinung.

Linksautonome hatten im Vorfeld der Verhandlung zur "Solidarität mit den Opfern staatlicher Repression" aufgerufen und meldeten eine Kundgebung vor dem Gericht an. Die Polizei war mit entsprechenden Kräften vor Ort. Ebenfalls solidarisch begleiten Nationalisten aus der Rhein-Neckar Region die Nebenklägerin / Zeugen, so daß es nicht erneut zu Übergriffen kommen konnte. Immer wieder fallen Linksautonome mit Übergriffen und Anschlägen auf national gesinnte Deutsche auf und werden in aller Regel nur halbherzig von den staatlichen Ermittlungsbehörden zur Rechenschaft gezogen.





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