
So auch im heutigen Rumänien, wo man sich dort fast nach sieben Jahrzehnten seit Ende des Zweiten Weltkriegs nun insbesondere der Aufarbeitung der Deportation von über 70.000 Deutschen aus Siebenbürgen und dem Banat zur Zwangsarbeit in die Sowjetunion mittels eines Buches widmet. Die verschleppten Deutschen lebten im bolschewistischen Rußland unter unmenschlichen Ernährungs- und Hygienezuständen und mußten unter Zwang jahrelange Schwerstarbeit in Minen, bei stalinistischen Bauprojekten oder in Kolchosen leisten. Viele kehrten aus der Sowjetunion nicht mehr nachhause. Bis heute blieben sie und ihre Nachkommen für dieses Völkerverbrechen unentschädigt und persönlich unrehabilitiert, weil man die zwangsdeportierten Deutschen einfach pauschal als Kollaborateure des nationalsozialistischen Deutschlands ansah.
Vertriebenendenkmal
Ebenso ging es auch den Donaudeutschen auf damaligem ungarischem Staatsgebiet. Das Leid der Deportierten wurde in Rumänien und Ungarn vor der Wende in Osteuropa nie öffentlich thematisiert. In der BRD durfte zwar über die verbrecherische Handlung gegen unsere Volksangehörigen geschrieben und gesprochen werden, doch hat die klassische Vertriebenenliteratur bis heute ein staatlich gewolltes Nischendasein gefristet. Aus dem Wunsch, Zeitzeugenberichte nun auch dem rumänischsprachigen Publikum erstmals als Druckerzeugnis zugänglich zu machen, erschien jüngst das Buch „Der lange Weg nach Nirgendwo. Deutsche aus Rumänien, deportiert in die UdSSR“ („Lungul drum spre nicăieri. Germanii din România deportaţi în URSS“, Verlag „Cetatea de Scaun“, ISBN 978-606-537-130-9).
Die vier Autoren, Lavinia Betea, Cristina Diac, Florin-Răzvan Mihai und Ilarion Ţiu dokumentieren darin 41 Fälle von deportierten Banater Schwaben, die heute in Altenheimen in Deutschland und Rumänien leben. Ein kleiner aber wertvoller Beitrag zur Dokumentation der Leiden unserer Volksdeutschen und ein großer Schritt auf dem Wege der wahren Völkerverständigung, fernab der bundesrepublikanischen Geschichtsklitterung, in der es keine deutschen Opfer geben darf.
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