SPD-Minister diffamiert öffentlich Hartz-IV-Bezieher

In den zurückliegenden Wahlkämpfen versuchten die Sozialdemokraten noch mehr oder weniger erfolgreich ihr historisches Wähler-Klientel aus der Arbeiterschaft und der zahllosen Sozialschwachen in Deutschland hinter sich zu scharen. Soziale Phrasendrescherei waren da von der Hartz-IV-und Niedriglohnsektor-Einführerpartei auf den teuren Wahlkampfbühnen an der Tagesordnung, obwohl auch die volksfeindliche SPD, wie alle anderen auch aus der politischen Klasse hierzulande, die letzten Jahrzehnte ausschließlich die Umsetzung kapitalistischer Wirtschaftsinteressen verfolgte.

Nach der Wahl nun, wo jetzt die Sozis unter der kinderlosen Bundesmutti Merkel mitregieren dürfen, lassen sie ihre soziallackierte Maske zusehends fallen. „Nicht arbeiten, aber Geld verdienen“, schwadronierte da jüngst erst der sozialdemokratische Bundesarbeitsminister Sigmar Gabriel über Hartz-IV-Empfänger her und verglich die sozialschwächsten Deutschen vollkommen unpassend mit auslaufenden Kohlekraftwerken in der Bundesrepublik. Ausgerechnet beim Kongress der kapitalträchtigen Energiebranche diffamierte der sich sonst so links gebende SPD-Minister die Millionen Hartz-IV-Empfänger in einem Kommentar.

Er beleidigte mit seinem diffamierenden Vergleich unzählige sozialschwache Deutsche und beförderte somit wieder einmal das falsche Klischee vom faulen und untätigen Hartz IV-Bezieher, der fürs Löcher in die Wand starren vom Vater Staat noch Tantiemen erhält. In der Realität sind aber viele Leistungsbezieher von Hartz-IV nur Aufstocker, die teilweise Vollzeit arbeiten, aber aufgrund der asozialen Lohnpraxis in Deutschland zu wenig verdienen, um damit über die Runden zu kommen.

Zudem sind viele alte Menschen in Hartz-IV-Bezug, die ihr Leben lang gearbeitet haben, aber mit 40, 45 von den Unternehmen eiskalt aussortiert wurden und von den Jobcentern nicht mehr vermittelt werden. Auch zahlreiche Deutsche, die ihre kranken Angehörigen pflegen, erhalten oft Leistungen aus dem Topf von Hartz-IV, weil sie dadurch nicht mehr in Vollzeit dem kapitalistischen Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen können. Angesichts der sozialen Kälte der SPD-Bonzen bleibt zu hoffen, daß sich die Betroffenen von Gabriels sozialen Schlag ins Gesicht bei zukünftigen Wahlen an seine Aussagen erinnern werden und sich von den Sozialdemokraten nicht mehr weiter einlullen lassen.