
Entsprechend schnell kamen Angriffe aus der linksextremen Szene auf, welchen jegliche heimatverbundene Naturauffassung, nicht-linker Zeitgeistkritik und ein "rückwärtsgewandter" Anti-Modernismus suspekt ist. Die Vorwürfe reichen von "neurechter Kulturalternative" bis hin zu den üblichen Faschismus-Vorwürfen. Da die Beweislast dafür aber mehr als schwammig ist, versucht man vor allem eine "völkisch-faschistoide" Ästhektik herbei zu fantasieren, um der ungewünschten Musikrichtung den Gar aus zu machen.
Verklausuliert hört sich das in linken Wahnfantasien dann so an:
"Die entkontextualisierte und kritiklose Präsentation faschistischer Ästhetik birgt so die Gefahr der Verherrlichung zentraler Motive der faschistischen Weltanschauung in sich. Die Gefahr die Nation als natürlich gewachsenes, kulturell homogenes Gebilde misszuverstehen und zu idealisieren, traditionelle Bindungen und reaktionäre Abhängigkeiten gegen die vermeintlich zerstörerische Moderne also hierarchische Abhängigkeit gegen das Leitbild von Freiheit und Gleichheit zu setzen.
Sich dieser Kritik endlich zu stellen, ist unsere Forderung an die Theaterfabrik. Wir erwarten, dass der Geschäftsführer der Location, Roy Meißner, eine ernsthafte Auseinandersetzung vorantreibt anstatt sich in oberflächlichen, am Kern der Problematik vorbeigehenden Abwehrreflexen, zu ergehen. Wir erwarten, dass KünstlerInnen, die die Theaterfabrik für ihre Darbietungen nutzen, eine Positionierung einfordern und sich damit selbst positionieren.
Wir fordern, dass der Präsentation faschistischer Ästhetik ein Ende gesetzt wird. Kunst bewegt sich immer in einem gesellschaftlichen Kontext und hat damit eine gesellschaftliche Verantwortung. Indifferenz gegenüber oder gar Verherrlichung faschistischer Ideenwelten dürfen nicht mit dem Plädoyer für künstlerische Freiheit legitimiert werden."
Worin genau besteht nun diese "faschistische Ästhetik"? Als Beispiel dafür dient den Zensuristen der ach so „freiheitliebenden" linken Gesinnungspolizei das Alben-Frontbild der CD „Sturmgeweiht" der Musikgruppe „Turnbund Sturmwerk". Das Verbrechen: Ein deutscher Soldat ist darauf zu sehen.
Ganz besonders in Kritik steht die bekannteste Neofolk-Band, die als eine der Gründer des Genres bezeichnet werden kann. – Death in June – Als Beleg für deren „faschistische Ästhetik" wird u.a. der Text „Runes and Man" herangeführt, nach dem auch ein großes Neofolk-Festival benannt ist:
Then My Loneliness Closes in
So , I Drink a German Wine
And Drift in Dreams of Other Lives
And Greater Times
Laut Drogenhalluzinationen linksextremer Autoren ist darin direkt eine Verherrlichung des Dritten Reiches zu sehen. Heutzutage reicht schon die Benennung eines Weines als deutschen Ursprungs und den gleichzeitigen Träumen von besseren Zeiten, um mindestens suspekt zu sein.
Wenn man ohne selbsthassende Scheuklappen sich dieser Musik nähert, wird man allerdings erkennen, daß es sich um eine lyrisch und musikalisch anspruchsvolle Musikrichtung handelt, welche eine große Facette unterschiedlicher Thematiken aufgreift. Das sich diese oft gegen einen herbei fantasierten „modernen Fortschritt" richten, ist nicht auf einen „reaktionären Anti-Modernismus" sondern gesunden Menschenverstand zurück zu führen.
Im Folgenden sind einige Musikgruppen genannt, welche wir unseren Lesern empfehlen möchten, damit jeder sich selbst ein Bild von dieser Musikrichtung machen kann:
Von Thronstahl
Death in June
Darkwood
Forseti
Leger des Heils
Jännerwein
Rome













