Ehrendienst am 8. Mai 2015 in Oberbayern

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Im stillen Gedenken gingen am 8. Mai auch Angehörige und Unterstützer des „III.Weg“-Stützpunkt München an zahlreiche Ehrenmale in München und ganz Oberbayern. Wo nötig, wurden die Gedenksteine gereinigt, dazu Blumen und Kerzen aufgestellt, um jenen Deutschen die letzte Ehre zu erweisen, die ihr Leben bei der Verteidigung der Heimat selbstlos hingaben. Ihr Opfer war nicht vergebens, denn es ist uns Heute Beispiel und Auftrag zugleich. In den Abendstunden unterstützen Aktivisten dann ein Gedenken der „Kameradschaft Berchtesgadener-Land“ in Bad Reichenhall. Dort wurde den 12 jungen Franzosen der 33. Waffen-SS Division Charlemagne gedacht, welche dort von den „Befreiern“ kaltblütig ermordet wurden.

Die Ermordung der jungen Franzosen ist nur eines von zahlreichen dokumentierten und nachweisbaren alliierten Kriegsverbrechen, die heute nicht thematisiert werden. Es schreibt halt doch immer der Sieger die Geschichte, wie man so schön sagt. Die zwölf Franzosen ergaben sich kampflos den Amerikanern und wurden in der Kaserne der Gebirgsjäger in Bad Reichenhall interniert. Als sie erfuhren, dass ihre Bewacher von gaullistischen Truppen abgelöst werden sollten, flüchteten sie in ein nahegelegenes Waldstück, wo sie anschließend von 2 gaullistischen Kompanien umzingelt und ins Lager zurück gebracht wurden. Auf den Vorwurf des französischen General Leclerc, dass sie die Uniform der „Boches” (Deutschen) anzogen, erwiderten sie ihm, das er sich in der Uniform der Amerikaner wohl auch ganz wohl fühle.

Dieser General Leclerc führte auch höchstpersönlich das Verhör und gab schließlich den Hinrichtungsbefehl. So wurden die Soldaten, die für Europas Freiheit kämpften am Nachmittag des 08. Mai 1945 auf LKW´s verfrachtet und zum Kugelbach in Karlstein gebracht. Als man den SS-Männern in den Rücken schießen wollte, protestierten sie heftigst, so dass sie sich umdrehen durften, um ihren Mördern ins Gesicht sehen zu können. Auch weigerten sie sich, ihre Augen verbinden zu lassen und fielen mit dem Ruf: „Es lebe Frankreich!”. Diese Erschießung fand gegen 17.00 Uhr und ohne rechtliches Urteil statt, also wenige Stunden vor der förmlichen Unterzeichnung des Gesamtwaffenstillstandes.

Unter den letzten Ermordeten waren Leutnant Briffault und SS-Grenadier Raymond Payras. Diese mussten jeden einzelnen Mord an ihren Kameraden mit ansehen. Weitere Opfer der alliierten Mörderbande waren: Obersturmführer Serga Krotoff und Untersturmführer Robert Daffas. Acht der zwölf Ermordeten gelten heute noch als vermisst, da sie ihre Namen nicht angeben, um ihre Angehörigen in Frankreich vor Repressalien zu schützen. Erst nach drei Tagen wurden ihre Leichen auf Bitten des französischen Paters Gaume von amerikanischen Soldaten bestattet. Heute liegen sie nach einer Exhumierung und einer Umbettung auf dem Friedhof St. Zeno in Bad Reichenhall, neben der Gedenktafel für die im ersten Weltkrieg gefallenen Reichenhaller Bürger.

Tot sind nur jene, die vergessen werden!

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