"AB-Mittelrhein"-Prozessbeteiligte informieren in München

Nachdem Prozessbeteiligte des meinungsfeindlichen "AB-Mittelrhein-Prozess" am 14. August 2015 über das Mammutverfahren in Franken sprachen, (siehe: Franken: Einblicke ins "AB-Mittelrhein"-Verfahren) konnten die Aktivisten am Tag darauf beim "III. Weg"-Stützpunkt München begrüßt werden. Vor über drei Jahren, am 20. August 2012 begannen die Verhandlungen gegen 26 junge Deutsche vor dem Landgericht Koblenz, denen man vorwirft, nicht politisch, sondern kriminell gehandelt zu haben. Bei der Eröffnung sagte der Vorsitzende Richter: "Dieser Prozess sucht seines Gleichen und wird sie nicht finden." – er sollte damit recht behalten.

Nach über 200 Verhandlungstagen sehen Prozessbeobachter die Vorwürfe immer mehr schwinden. Hatte die Staatsanwaltschaft vermutlich Anfangs gehofft, ein schnelles Zeichen "gegen Rechts" setzen zu können, wurde sie inzwischen eines besseren belehrt. Trotz langer Untersuchungshaft blieben die Angeklagten bis auf wenige Ausnahmen standhaft und spielten nicht das gewollte Spiel der BRD-Justiz. So wird immer mehr offensichtlich, auf welch geringer Grundlage dieses Verfahren aufgebaut ist. In der ganzen Bundesrepublik und auch in München warten Aktivisten seitdem gespannt darauf, wie lange die Staatsanwaltschaft in Koblenz noch am Vorwurf der kriminellen Vereinigung festhalten will.

Was dem Verfahren an Substanz fehlt, das macht es an Unglaublichkeit wett. Neben mehreren Stinkbombenanschlägen, bei denen Anfangs das gesamte Gerichtsgebäude geräumt wurde, über einen Schöffen, der nach dem 6. Dezember der Staatsanwaltschaft einen Schokoladen-Nikolaus schenkte und daher wegen Befangenheit aus dem Verfahren genommen wurde, bis hin zur Weigerung von Gericht und JVA, den damals noch Gefangenen an Verhandlungstagen eine warme Mahlzeit zukommen zu lassen. Trotz alledem haben die Angeklagten Nationalisten weder ihren Mut, noch ihren Humor verloren. Dafür gilt ihnen unsere Anerkennung und unser Respekt.

Wer sich die antideutsche Justizposse deshalb selbst einmal live und in Farbe ansehen möchte und auch die angeklagten Kameraden vor Ort unterstützen will, kann sich auf der Internetseite: https://prozesskoblenz.wordpress.com über die aktuellen Termine in Koblenz informieren. Dort erfährt man auch noch weitere Hintergründe über einen sehr komplexen Polit-Prozess, der nicht nur aus Gründen der angeblich hier in der BRD herrschenden Meinungsfreiheit sofort eingestellt werden müsste. Niemals sollte man zudem vergessen: Angeklagt sind in Koblenz einige – gemeint sind wir jedoch alle!

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