Gedenken an die Bombenopfer in Cham und Passau

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Wer an den alliierten Luftterror gegen Ende des Zweiten Weltkrieges denkt, den sind vor allem Städte wie Dresden, Würzburg oder Magdeburg im Gedächtnis. Die Zerstörung war jedoch weitaus flächendeckender und auch vor Kleinstädten machten die Luftmörder keinen Halt. Am 18. April 1945 wurden zwei ostbayerische Städte Opfer dieses Terrors. Ein schwarzer Tag in der Geschichte der Dreiflüssestadt Passau sowie der oberpfälzischen Kleinstadt Cham. Um die Erinnerung an diese ungesühnten Kriegsverbrechen aufrecht zu erhalten und an die unschuldigen Opfer dieser Gräueltaten ehrend zu gedenken, waren in den Abendstunden des 18. April 2017 "III. Weg"-Aktivisten in beiden Städten unterwegs. Neben einer Kranzniederlegung mit anschließender Gedenkzeremonie sendeten zahlreiche niedergelegte Gedenktafeln ein Licht, damit die Opfer nicht vergessen werden.

Cham 1945: 317 Tonnen Bomben und 63 Todesopfer

In den frühen Morgenstunden warf die Royal Air Force innerhalb weniger Minuten insgesamt 317 Tonnen Bomben auf die Kleinstadt Cham in der Oberpfalz. Neben den insgesamt 63 Todesopfern und zahlreichen Verletzten bot sich gerade im Bereich des Güterbahnhofs ein Bild der Verwüstung. Außerdem waren an die 200 Gebäude der Stadt teilweise stark beschädigt worden. Die Wasser- und Stromversorgung funktionierte nur noch zum Teil und auch mehrere Industriegebäude wurden erheblich zerstört. Zu den Opfern des 18. April 1945 gehörte dort auch der Lehrer Ludwig Schwan mit sieben seiner Schüler. Auf der Flucht vor der mordenden sowjetischen Armee hatte er seine Schützlinge aus der Stadt Karlsdorf unbeschadet bis nach Cham gebracht. Dort waren sie dann der anderen Besatzungsmacht schutzlos ausgeliefert.

Gedenkbilder an zahlreichen Orten in Cham erinnerten an den 18. April 1945

Passau 1945: Flüchtlinge unter Beschuss

Volksdeutsche Flüchtlinge aus Jugoslawien, Rumänien, Schlesien, der Slowakei, Ungarn und Österreich füllten die ostbayerische Dreiflüssestadt Passau. Auch evakuierte Bombengeschädigte aus Hamburg und Berlin waren in der Stadt untergebracht. Den Luftterror der Alliierten hatten Letztere bereits hinter sich, so dachten sie zumindest. Um 12.26 Uhr dann plötzlich Fliegeralarm. Er kündete von den etwa 120 Bomber, die sich der niederbayerischen Stadt näherten. Um kurz nach 14.00 Uhr begann dann das Bombardement. Eine Minenbombe, etwa 700 mittelgroße Sprengbomben und eine Phosphorbombe verwandelten Teile der Stadt in einen Trümmerhaufen. Insgesamt 140 Menschen kamen bei diesem Terrorangriff ums Leben, darunter auch zahlreiche Kinder. Die Zahl der Obdachlosen lag anschließend bei etwa 1500. Die Todesopfer wurden anschließend auf dem Soldatenfriedhof zur letzten Ruhe getragen.

Auch am darauffolgenden Tag kreisten feindliche Aufklärungsflieger über der Stadt. Aus Angst vor einem erneuten Angriff setzte sich eine große Fluchtwelle in Bewegung, die unter anderem an den Ein- und Ausfahrten des Neuburger Waldes beschossen wurden.

Gedenkzeremonie am Soldatenfriedhof in Passau, wo auch die Opfer des 18. April 1945 liegen

Kein Vergeben – Kein Vergessen!

In einem verbrecherischen Angriff zerstörten die Alliierten planmäßig unzählige zivile Menschenleben sowie Wohnraum und Kulturgüter unschätzbaren Wertes. Wie viele Millionen deutsche Zivilisten, vor allem Frauen, Kinder und Greise dieser Mordmaschinerie zum Opfer fielen, lässt sich heute nicht mehr mit Gewissheit sagen. Die menschenverachtenden Kriegsverbrechen wurden nie vor einem Gericht ausführlich aufgeklärt und die Hintermänner nie zur Rechenschaft gezogen.

Wir jungen volkstreuen Deutschen werden dieses Unrecht weiterhin unter dem Motto: "Mord verjährt nicht" anklagen und den Opfern stets ein ehrendes Andenken bewahren – denn tot sind nur jene, die vergessen werden!