Platon – Politeia

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Platons Werk „Politeia“ (der Staat), deren zehn Bücher vermutlich um 370 v. Chr. verfasst wurden, gehört zweifellos zu den wirkungsmächtigsten und streitbarsten Werken der abendländischen Philosophie. Der große griechische Philosoph Platon entwirft darin eine utopische, von Grund auf gerechte Gemeinschaft, deren Führungsspitze die Philosophenkönige stellen, die ihr Leben einzig und allein ihrer heiligen Aufgabe gewidmet haben. Die platonische Philosophie (insbesondere die Staatsphilosophie) ist von besonderer Relevanz für die Weltanschauung des nationalen Sozialismus. Platon ist Antimaterialist, Befürworter einer autoritären Erziehung und Staatsführung und steht Staatsformen wie der Oligarchie und sogar der Demokratie äußerst ablehnend gegenüber. In seinem Werk „Politeia“ spricht sich Platon klar und deutlich für eine kontrollierte Erziehung- und Geburtenpolitik eines Staates aus, die zur Pflegung und Förderung der tüchtigsten Erbanlagen eines Volkes führen muss. Eine Thematik auf die viele Rassenforscher, unter anderem Hans F. K. Günther in seinem Buch „Platon als Hüter des Lebens“, besonders eingegangen sind.

Im Zentrum des Werkes steht die Frage nach der Natur der Gerechtigkeit und was sie ausmacht. Wie es für Platons Werke üblich ist, ist auch „der Staat“ in Dialogform geschrieben, deren leitender Akteur sein Lehrer Sokrates ist. Die Gesprächsteilnehmer sind neben der Hauptfigur Sokrates,  Platons Brüder Glaukon und Adeimantos, Thrasymachos, Kleitophon, Polemarchos und Kephalos. Die Handlung findet im Hause des Polemarchos statt und beginnt mit einer Diskussion zwischen Sokrates und Kephalos, die sich über die Vor- und Nachteile des Alters und Reichtums unterhalten in welcher auch die übrigen Akteure ihre Definition der Gerechtigkeit wiedergeben. Kephalos ist der Auffassung, dass Gerechtigkeit darin liegt, niemandem etwas Schuldig zu sein, während sein Sohn Polemarchos die Ansicht vertritt, dass Gerechtigkeit darin liegt den Freunden Gutes, den Feinden hingegen Böses zu tun. Thrasymachos geht vom Rechts des Stärkeren aus, während sein Bruder Glaukon den Mythos vom Ring des Gyges benutzt um seine Ansicht zu vertreten, dass Gerechtigkeit auf der Grundlage eines sozialen Einverständnisses liegt. Laut ihm würde auch der Gerechte ungerecht handeln, wenn ihm das Gesetz hierzu keine Schranken legen würde.
Sokrates stimmt zum Teil jedem zu, hat aber auch zu jeder dieser Erklärungen seine Zweifel, die er mit ständigem Nachfragen ausdrückt und denen die Auffassungen seiner Diskussionspartner nicht standhalten können. Sokrates meint, dass Gerechtigkeit darin besteht, dass jeder Mensch das Tut wozu er seinem Wesen nach am geeignetsten ist. Um seine Meinung zu untermauern, versucht er am Beispiel eines nach ihm idealen Staates vorzuzeigen wie die Gerechtigkeit für alle Menschen erreicht werden kann.

Der ideale Staat besteht aus drei Ständen die aus Arbeitern, Wächtern und den Philosophenkönigen bestehen. Der jeweilige Stand repräsentiert einen Seelenteil. Die Arbeiter und Handwerker den begehrenden (epithymetikon), die Wächter den tatkräftigen (thymoeides) und die Philosophenkönige den vernünftigen (logikon) Seelenteil. Für Platon steht fest, dass ausschließlich die Herrschaft der Philosophen den Interessen der Allgemeinheit dient. Nur wenn die Philosophen zu Königen werden oder die Könige anfangen zu philosophieren kann der Wohlstand für alle Menschen erreicht werden. Dies wird im Höhlengleichnis deutlich, in dem die Philosophen in der Lage sind sich von den Fesseln zu befreien und zu erkennen, dass die Schatten die sie an der Wand sehen nicht die Realität wiedergeben. Laut Sokrates sind einzig und allein die Philosophen in der Lage die Wahrheit zu erblicken und anderen Menschen dabei zu helfen an dieser teilhaben zu können. Dabei hat Platon schon frühzeitig die Gefahr der Dekadenz und des Materialismus selbst für die auserlehsenste Führerschicht erkannt. Dies sollte durch eine Art Kasernierung unter spartanischer Lebensführung unterbunden werden. Ähnliche Gedanken trifft man später bei der Ritterschaft des deutschen Ordenstaates.

Die Erziehung nimmt im Dialog einen großen und wichtigen Raum ein. Die Aristokratie der Herrschaft basiert in Platons Staat in einer Aristokratie des Geistes, welche von jüngster Kindheit an erzogen werden muss. Kinder werden ihren Eltern nach der Geburt entzogen und wachsen gleichberechtigt auf, sodass sie unter sich eine Gemeinschaft bilden. Für Platon spielt sowohl die musische, als auch die körperliche Erziehung eine wichtige Rolle, da sie zu einem harmonischen Gleichgewicht von Körper und Geist führen.
Sokrates erhebt scharfe Kritik auf bestehende Mythen eines Hesiod oder Homer, da sie den Göttern negative menschlichen Eigenschaften zuschreiben und die somit einen schlechten Einfluss auf die Bürger haben können. Darstellungen in der Ilias bspw., in der Achilleus seiner verlorenen Liebe nachweint, sind laut Sokrates zu verpönen da sie keinen guten Vorbildcharakter für die Jugend aufweisen. Deshalb ist Sokrates der Vertreter eines neuen Mythos.

Diejenigen Jugendlichen, die sich durch ihre besondere Fähigkeiten auszeichnen, werden in den Wächterstand erhoben, die sich dem Schutz der Polis verpflichten (Polizei oder Militär). Zu einem Philosophenkönig können nur die tüchtigsten unter den Wächtern emporsteigen. So muss ein Wächter, der das Amt eines Philosophenkönigs bekleiden möchte, sich in der Gymnastik, der musischen Bildung, der Mathematik und vielen anderen Wissenschaften auszeichnen. Erst dann ist es ihm möglich, zu einem Philosophenkönig zu werden.  

„Solange in den Staaten nicht entweder die Philosophen Könige werden oder die, welche jetzt Könige und Herrscher heißen, echte und gründliche Philosophen werden, solange nicht die Macht im Staate und die Philosophie verschmolzen sind, solange nicht den derzeitigen Charakteren, die sich meist einem von beiden ausschließlich zuwenden, der Zugang mit Gewalt verschlossen wird, solange gibt es, mein lieber Glaukon, keine Erlösung vom Übel für die Staaten, ich glaube aber auch nicht für die Menschheit, noch auch wird diese Verfassung, wie wir sie eben dargestellt haben, vorher zur Möglichkeit werden und das Sonnenlicht erblicken. (Platon, Politeia)“

 Platon links, Aristoteles rechts, Staturen aus dem faschistichen EUR-Viertel in Rom.

Platon heute

Platons Schrift ist heute bereits mehr als 2400 Jahre alt. Doch angesichts der zunehmend absterbenden, liberalen Staaten der „westlichen Welt“ bekommt sie auch heute wieder Aktualität. Der in Platons Werk gezeichnete Staat ist seiner Autorität und Totalitarität von keiner bisherigen politischen Bewegung umgesetzt worden, einzig das Terrorregime der Bolschewisten im Russland des letzten Jahrhunderts kam vielleicht in dem Ausmaß der Totalitarität heran, allerdings war diese nicht wie bei Platon zum Erschaffen bezweckt, sondern einzig zur Vernichtung. Die heutigen liberalen Staaten haben zunehmend kapituliert und geben sich selbst auf. Die Völker werden zunehmend zu reinen Gesellschaften herabgewürdigt, in denen sich der Einzelne nicht mehr etwas höherem unterordnet, sondern einzig versucht auf Kosten anderer zu profitieren. Wir dagegen geben offen zu, dass wir für den autoritären Staat stehen und das Gegenmodell zum herrschenden Liberalismus bilden. In seiner Konzeption eines autoritären, völkischen Staates, der sich der Höherentwicklung des Volkes verschrieben hat, schrieb Platon in dem ersten Werk der abendländischen Staatsphilosophie bereits viele Gedanken nieder, die auch uns heute beseelen. Keineswegs heißt es, dass wir jede Idee Platons auf die heutige Zeit übertragen können oder wollen. Doch zeigt es, das wir in unserem Kampf nicht alleine stehen. Hinter uns steht nahezu jeder bedeutende Denker und Philosoph der europäischen Geschichte, von Platon bis Heidegger können wir uns der ganzen Weite und Tiefe der abendländischen Geschichte bewusst sein und hinter uns wissen. Wir führen keineswegs nur einen Kampf heutiger Ideen, wir führen den Kampf der gesamteuropäischen Geschichte, der seit über 2000 Jahre tobt, weiter in das 21. Jahrhundert. Es ist an unserer Generation, das Werk unserer Vorfahren weiter zu tragen und in dieser Kampfzeit, in der Europa wie noch nie in seiner Geschichte vom Untergang bedroht ist, die Traditionen weiter zu bewahren und das Banner unseres Menschenschlages und des abendländischen, das heißt des germanisch-hellenischen, Geistes weiter hochzuhalten. Denn Tradition ist, nach Dominique Venner, nicht Vergangenes, sondern das, was nicht vorübergeht. Mögen sich die Kinder des modernen Zeitgeists in ihrer Dekadenz und in ihrem Hedonismus suhlen – wir halten die Idee des völkischen, des autoritären Staates weiter hoch!

„Dadurch, dass ein Volk nicht mehr die Kraft oder den Willen hat, sich in der Sphäre des Politischen zu halten, verschwindet das Politische nicht aus der Welt. Es verschwindet nur ein schwaches Volk.“
-Carl Schmitt

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