Erneuter Winterhilfestand in Chemnitz

Mindestens drei wohnungslose Männer sind bereits in diesem Herbst und Winter den Kältetod gestorben: ein 60-Jähriger Anfang November in Hannover, ein 51-Jähriger Ende November in Freiburg, ein 52-Jähriger Mitte Dezember in Schwerin. Bei zwei weiteren auf der Straße verstorbenen wohnungslosen Männern könnte ebenfalls die Kälte die Todesursache gewesen sein.

Die BAG Wohnungslosenhilfe (BAG W) hat am 14. Nov. 2017 ihre aktuelle Schätzung zur Zahl der wohnungslosen Menschen in Deutschland vorgelegt: In 2016 waren demnach ca. 420.000 Deutsche ohne Wohnung. Davon betroffen sind unter anderem auch 32.000 deutsche Kinder.

Zustände, welche für ein so reiches Industrieland wie das unsere, eigentlich kaum vorstellbar sind. Gründe sieht der Sozialverband VdK Deutschland vor allem in den Bereichen Einkommensarmut und Überschuldung.

Das Angebot an bezahlbarem Wohnraum ist unzureichend, der Sozialwohnungsbestand schrumpft ständig. Seit 1990 ist der Bestand an Sozialwohnungen um ca. 60 % gesunken. Zusätzlich haben Kommunen, Bundesländer und der Bund eigene Wohnungsbestände an private Investoren verkauft. Damit haben sie die Reserven bezahlbaren Wohnraums aus der Hand gegeben.

Der Gesundheitszustand wohnungsloser Männer und Frauen ist schlecht: Häufiger als die Bevölkerung mit Dach über dem Kopf leiden sie unter Mehrfacherkrankungen. Seit Einführung des Gesundheitsmodernisierungsgesetzes (GMG) im Jahr 2004 hat sich der Gesundheitszustand der wohnungslosen Männer und Frauen weiter verschlechtert. Verantwortlich dafür sind zahlreiche Regelungen: So müssen auch Wohnungslose Zuzahlungen auf Heil- und Hilfsmittel zahlen, auch für sie entfallen die Zuschüsse zu Brillen und zahnmedizinische Behandlungen sind für Wohnungslose unbezahlbar.

Auch im Chemnitzer Sorgenkind-Stadtteil „Sonnenberg“ sind die Folgen der freien Marktwirtschaft immer deutlicher.
„Jeder vierte der 15.200 Sonnenberger erhält Stütze. Das geht aus Zahlen des FOG-Instituts für Markt- und Sozialforschung hervor. Unter den 26,8 Prozent jener Einwohner, die am staatlichen Tropf hängen, sind 713 Kinder und Jugendliche.“, schreibt „Tag24“. Triste, heruntergekommene Hauswände prägen das Bild des Stadtteils. Mit einer Arbeitslosenquote von 12,6% steht der Sonnenberg an der traurigen Spitze in der „Stadt der Moderne“.

Wir als nationalrevolutionäre Bewegung sehen uns natürlich dazu verpflichtet, Hilfe vor Ort zu leisten. Im Rahmen unseres „Winterhilfe“-Projektes unterstützen wir Bedürftige mit Kleidungs-, Essens- und anderen Sachspenden, getreu unserem Leitspruch „Vom Ich zum Wir“.
Entsprechend entschloss sich auch der „III.Weg“-Stützpunkt Westsachsen in das Chemnitzer Problemviertel vorzustoßen und mit einem Stand vor der „Sachsen-Allee“ Bedürftigen warme Getränke, belegte Brötchen, Kuchen und Winterkleidung anzubieten. Auch Spielzeug für Kinder konnte entgegengenommen werden. Konnte vielen Menschen, auf diese Art und Weise, der Tag mit Gaben und netten Gesprächen versüßt werden, stieß es vereinzelten Personen aus dem linksextremen Sektor, welche fleißig Autokennzeichen notierten, scheinbar sauer auf, Deutsche zu sehen, die anderen Deutschen in Not helfen.

Doch sehen wir uns auch in der Pflicht, endlich die Ursachen dieser Ungerechtigkeit zu bekämpfen und nicht nur die Symptome. Den Auswüchsen des ausbeuterischen Kapitalismus entgegnen wir den Deutschen Sozialismus, weil wir eine gerechte Gesellschaftsordnung innerhalb unseres Volkes anstreben.

Eine Gesellschaftsordnung, welche das Volk als Gemeinschaft betrachtet. Unsere Forderung nach sozialer Gerechtigkeit für alle Deutschen steht im deutlichen Kontrast zu einer vom Materialismus und Egoismus zerrütteten Zeit. Unser Wollen begreift das deutsche Volk als Lebensmittel-punkt und will kapitalistische Ideologien überwinden. Diese Forderungen werden wir am 1. Mai, dem nationalen Arbeiterkampftag, in der ehemaligen Karl-Marx-Stadt kraftvoll auf die Straße tragen.





1 Comment

  • Hallo, Danke und weiter so !!!
    MfG Jens

    Jens 28.02.2018