Kulturfahrt der Stützpunkte Mittelland und Thüringer Wald / Ost zum Kyffhäuser

In Thüringen am Südrand des Harzes reckt sich in imposanter Höhe ein Denkmal empor, das umrankt wird von einem tiefgreifenden deutschen Nationalmythos und vom Baustil und seiner Herrlichkeit dem Völkerschlachtdenkmal in Leipzig gleichkommt. Die Rede ist vom Kyffhäuserdenkmal, das den symbolisch im Berg schlafenden Kaiser Friedrich I. Barbarossa als eine in Stein gehauene Skulptur darstellt und darüber den auf einem Pferde thronenden Kaiser Wilhelm I. als Reiterstandbild zeigt, der als erster deutscher Kaiser die Reichseinheit der Deutschen wenigstens als kleindeutsche Lösung verwirklichte, woran der mächtige und sagenumwobene Barbarossa im 12. Jahrhundert noch gescheitert ist. Nach dem Tode des ersten Hohenzollenkaisers 1888 wurde nur wenige Jahre später, auf dem Höhepunkt der endlich erwirkten und über Jahrhundere erfochtenen deutschen Einheit und Größe, das Kyffhäuserdenkmal erschaffen und eingeweiht. Der Mythos des schlafenden Barbarossa soll sich mit der Einheit des deutschen Reiches endlich erfüllt haben. Bis heute ist das Denkmal eines der bedeutendsten Monumentalbauten unserer deutschen Geschichte und selbst die Zeit nach der totalen Niederwerfung der deutschen Nation im Jahre 1945, die die kommunistische Besatzungsdiktatur einläutete, mochte dem Mythos trotz der roten Entnationalisierung nichts anzuhaben. Und so konnten am vergangenen Wochenende auch Mitstreiter und Freunde der III.Weg-Stützpunkte Mittelland und Thüringer Wald / Ost mitsamt ihren Familien zum Kyffhäuserdenkmal reisen, um sich von der Faszination Barbarossamythos für ihr gegenwärtiges politisches Wirken inspirieren zu lassen und darüber hinaus den Tag in einem der schönsten Gegenden Mitteldeutschlands zur Kraftschöpfung zu genießen.

Ursprünglich war zur Zeit der sowjetischen Besatzung, die sich mit inbrünstigem Hass gegen alles Preußisch-Monarchische richtete, sogar der Abriss des Denkmals geplant. Dass wir heute immer noch diesen Wallfahrtsort deutscher Nationalgesinnter und Nationalrevolutionärer aufsuchen können, haben wir dabei nur einem Mann zu verdanken. Otto Grotewohl, der als DDR-Ministerpräsident und als eine der wenigen Stimmen der Vernunft innerhalb der SED, der Zerstörung des Bauwerkes in einem Erlass 1951 eine klare Absage erteilte.