Ostarafest im Stützpunkt Thüringer Wald/Ost

Wenn der Frost sich fliesst
von Monika Minder

Wenn der Frost sich fliesst
Und das erste Grün uns spriesst,
Kann die Geduld sich schleichen
Und endlich einem Neuen weichen.

Mit diesen Worten soll auch im Stützpunkt Thüringer Wald/Ost der Frühling eingeläutet werden. Auch in unserer Heimatregion versammelten sich Mitglieder, Sympathisanten und deren Familien, um das Ostarafest zu begehen.

Ich möchte Euch herzlich willkommen heißen zu unserem kleinen Osternachmittag. Zudem freue ich mich über die zahlreichen bekannten, aber auch fremden Gesichter und hoffe darauf, dass Euch die Stunden bei uns gefallen werden. So lasst uns gemeinsam an diesem Nachmittag mit Kinderlachen, Spiel und Spaß verbringen.

Wir stehen nunmehr im 5. Jahr, an dem wir in unserer Gemeinschaft das Ostarafest feiern; einmal mehr mit Euch Neuen und den Alten vom letzten, vorletzten oder gar allen Jahren zusammen. Wir freuen uns einmal mehr mit Gleichen unter Gleichen das Fest des Naturerwachens zu begehen. Ist gerade dieses Erwachen der Natur nach der ewig scheinenden kalten Zeit das Wiederauferstehen der alten Kräfte, für Flora und Fauna ein Treuegelöbnis mit aller Kraft aus dem Vermoderten und Alten immer und immer wieder Neues entstehen zu lassen.


So ist es für uns als Gemeinschaft auch die Erneuerung und das Aufkeimen neuer Zuversicht und Stärke. Was einst als Angebot begann, um gemeinsam die Zeitenwende in der Natur zu suchen und zu erkennen, ist zu alljährlichem Neubeginn für unsere Gemeinschaft geworden. Für uns ist das Osterfest keine Spaßveranstaltung, um etwas „bieten“ zu wollen. Für uns ist das ewig alte Ostarafest, wie man das Osterfest im weiteren Rahmen auch nennt, ein Fest des Lebens und der Erneuerung. So wollen wir heute mit Euch die schöne und Kraft spendende Jahreszeit einläuten. Wir wollen die Kinder vor Lebensfreude schreien, toben und lachen hören, so, wie die Pflanzen und Tiere nun ihren neuen Abschnitt ihres Lebens jedes Frühjahr von Neuem beginnen. So wollen wir, dass die Kinder heute die schöne Jahreszeit in der Natur begrüßen und erleben.

Die letzten Monate seit dem Jahreswechsel haben den Lauf der Geschichte genommen und man muss schon ehrlich sein, dass gerade die letzten Wochen für das Gemüt und die Seele eine Anstrengung waren. Grau in Grau reihten sich Tag an Tag und man bekam einmal mehr das Gefühl eine Maschine zu sein oder zumindest sein zu müssen.
Regen, Schnee und die Kälte haben die Menschen in ihre warmen Stuben verbannt. Nicht selten merkte ich an mir selber, wie der quälende und fragende Blick aus dem Fenster der Gewissheit weichen musste, es ist noch nicht soweit!
Es regnet! Wie oft musste den Kindern gesagt werden, vielleicht ist das Wetter morgen besser, dann können wir morgen raus. Um am darauf folgenden Tag wieder vertrösten zu müssen, weil es ein Tag mehr in der Reihe der grauen und verregneten Tage war. Denken wir zurück, vor nur 14 Tagen hat der Winter kurz die Oberhand verloren und es waren Tage wie im Frühsommer. Sonnenstrahlen und das Vogelgezwitscher haben den Morgen eingeleitet und tageweise den Ablauf bestimmt. Die ersten Schneeglöckchen bahnten sich ihren unaufhaltsamen Weg und streckten uns ihre Blüten entgegen. Welch Freude und welch ein Balsam für die Seele.

Das Grau hat endlich sein Ende gefunden und die Aneinanderreihung von trostlosen und trüben Tagen, die uns zu Maschinen machen, haben ein Ende gefunden. Dass der Winter noch einmal die Oberhand gewonnen hat, mussten wir schmerzlich an dem erneuten Wintereinbruch mit seinem vielen Schnee für alle Regionen unseres Vaterlandes erkennen. Es ist immer wieder faszinierend, wie viel Kraft die Natur inne hat und wie unendlich stark ihr schaffendes und zerstörendes Verhalten ist. Gerade für uns, die wir eine Weltanschauung besitzen, ist völlig klar, dass es ein Leben als Mensch nur im Einklang mit der Natur in unserem Vaterland, Europa und der gesamten Welt geben kann und es ist immer und immer wieder der ewige Beweis, wie richtig wir mit unserer Sicht der Dinge sind.

Dass es heute nicht mehr normal ist, sich als Mensch auch als einfaches Lebenswesen in der Natur zu betrachten, können wir tagein und tagaus an unserem unmittelbaren Umfeld erkennen. Die Menschen haben sich selbst zum Schöpfer und Gottähnlichem erhoben und glauben nun gegen jede Vernunft die Natur nach ihren Gutdünken verändern zu können. Dem ist natürlich nicht so. Mensch und Natur müssen als Einheit betrachtet werden. Nur zusammen können wir unsere Kraft entfalten für die Schwierigkeiten des Lebens. Der Mensch muss sich im Klaren sein, dass die Natur gut ohne ihn auskommt. Andersherum allerdings hätte der Mensch ein gewaltiges Problem. Wir sind auf sie angewiesen – die Luft, das Wasser, die Erde, das Feuer. Sämtliche Energien, gleich, ob sie physischer oder psychischer Art sind, ziehen wir aus der Natur. Daher müssen wir im Einklang mit ihr leben, sie schützen und bewahren.





2 Kommentare

  • Lieber Admin,
    kann man nicht wieder jeder halbwegs anständige Blog die Bilder in einer passenden Größe einfügen?
    Die Rede gefällt mir sehr aber da bekommt man ja Augenkrebs, da gibt es bei Euch mal Artikel, wo Ihr nicht mithilfe von Bildern den Text länger wirken lassen müsst und zerstört den Inhalt mit der Faulheit oder Geistlosigkeit des Bearbeiters. (Es ist ein Click der die Größe skaliert, bin selber admin also weis ich wie simpel es ist^^)

    admin 23.04.2018
    • Ja. Du hast schon recht.wir arbeiten dran.

      admin 23.04.2018